Hallo ihr Lieben!!!!!!!!!!!!!
So jetzt gibt’s mal Einiges zu erzählen!
Die letzten Wochen waren von Umzugsstress in jeglicher Hinsicht geprägt, doch jetzt ist es endlich vollbracht. Die Kinder von NPH haben die Insel endgültig verlassen und sind mit Hab und Gut nach Jinotepe ins neue Haupthaus umgezogen. Bis zum Schluss war noch nicht wirklich klar, wann wer wie gehen soll, wann wo welche Koffer hinkommen aber schlussendlich hat dann alles geklappt.
Ein Tag bevor der erste Teil der Kinder übersiedelt wurde, sind Nadine und ich nach Jinotepe, um mal nachzuschauen, ob die Häuser vollständig mit Betten und Matratzen belegt sind, fertig geputzt ist usw. Hahahaha was uns dann erwartete konnten wir fast nicht glauben. Es war nämlich nichts vorbereitet und irgendwie hat sich auch niemand dafür verantwortlich gefühlt die Vorbereitungen zu treffen. Also haben wir angepackt und angschafft, einen Plan erstellt und alles so hergerichtet, dass die Kinder nicht schon bei der Ankunft unzufrieden sind.
Den Kindern ist der Abschied von der Insel sehr schwer gefallen, das Zurücklassen der gewohnten Umgebung, dem Ort den man sein Zuhause nennt ist einfach schwierig und oft mit Tränen verbunden. Zum Glück hat der Umzug dann doch einigermaßen ohne große Zwichenfälle geklappt und seit ein paar Tagen sind alle gut und zufrieden angekommen haben ihre Betten bezogen und machen das neue Areal unsicher.
Nadine und ich waren in der erste Phase des Umzugs voll dabei und haben unsere Kleinen unterstützt.
Nach ersten Eingewöhnungstagen, dem Besuchertag und den Promotionen der Schüler und Studenten sind wir auf die Insel zurückgekehrt, um alles rund um unser Proyecto Samaritano zu klären. Und ich sags euch es könnte grad gar nicht besser laufen.
Am dritten Dezember haben wir die freudige Nachricht bekommen! Der Direktor des Gesundheitsministeriums hat uns das OK für unseren neuen Therapieraum auf dem Krankenhausgelände der Hafenstadt Moyogalpa gegeben. Nadine und ich haben nach Wochen oder gar Monaten der Unsicherheit einen Luftsprung mit Freudengeschrei hingelegt. Jetzt wird unser Traum endlich Wirklichkeit. Wir haben ja schon seit Längerem gewusst, dass uns das Gesundheitsministerium einen Raum zur Verfügung stellen will, doch wie das hier in Nicaragua so ist dauert alles ein bisschen laenger. Der Arzt der das schlussendliche Einverstaendnis geben sollte, musste mit der Direktion des Krankenhauses von Moyogalpa kommunizieren und die Fakten klaeren und das hat gedaaaaaaaaauuuuuuuert.....EGAL, wir bekamen die Zustimmung und sind mittlerweile umgezogen.
Als erstes Stand der Umzug in unsere neue Bleibe auf dem Plan. Nadine und ich werden uns fuer das naechste Jahr ein Haueschen direkt am Hafen von Moyogalpa anmieten, taeglicher Sonnenuntergangsblick inklusive. Haben das Angebot schon seit einigen Wochen im Blick und konnten es schon gar nicht mehr erwarten dem lieben Hausvermieter mitzuteilen, dass wir nun dieSchluessel brauchen. Wir packten also alles zusammen, schnappten uns noch einige Moebel, die NPH nicht mehr braucht und das Einladen des Kleinlasters konnte beginnen! Das war wirklich Zuendholzschachtelarbeit, doch schlussendlich haben Koffer, Saecke, Schaukelstuehle, Kaesten, Bett, Matratzen usw. ihren Platz im Anhaenger gefunden und die ca. halbstuendige Fahrt nach Moyogalpa konnte beginnen! Ein paar Arbeiter von NPH unterstuetzten uns im Schleppen des ganzen Zeugs. In Moyogalpa angekommen schnappten wir uns Besen und Wischmopp und das grosse Putzen und Einrichten begann. Nach ein paar Stunden Arbeit und der Hilfe unseres Freundes Luis, den ich zufaellig auf dem Weg zum Supermarkt getroffen habe, konnten wir uns am Abend schon den wunderschoenen Sonnenuntergang von unserer Terasse aus anschauen und ein Einstandsgetraenk goennen. Das folgende Wochenende verbrachten wir damit uns richtig fein einzurichten, einige Einkauefe zu machen und einfach nur zu geniessen ein eigenes Heim zu haben!!!
Am Anfang der folgenden Woche kehrten wir zurueck nach NPH und er zweite Akt des Umzugs begann... der neue Therapieraum wurde bezogen. Aehnlich viel Geschleppe, Gepacke, Geputze wartete auf uns doch wir hatten genuegend Energie in den Knochen um alles zu erledigen.
Am Freitag den 10. Dezember feierten wir schlussendlich Eroeffnung unseres neuen Therapieraumes. Wir luden Kinder, Muetter und Geschwister ein, machten ein gesunde Jause, hielten eine Willkommensrede, erzaehlten von unseren Plaenen und die Kinder hatten Zeit und Moeglichkeit den neuen Raum zu erkunden, die Spiele auszuprobieren und alles in Unordnung zu bringen. +hihi+ Nadine und ich nahmen uns die Zeit mit jeder einzelnen Familie zu sprechen, Zielsetzungen fuer ihre Schuetzlinge zu definieren und den Therapieplan zu besprechen. Nach ein paar Stunden froehlichen Zusammenseins verabschiedeten wir unsre Lieben mit einem breiten Grinser! Am Dienstag den 14. Dezember starten wir ganz offiziell mit der Therapie im neuen Samaritano.
Wir werden jetzt vor Weihnachten noch eine Woche im Projekt arbeiten, am 18. Dezember packen auch Nadine und ich einen kleinen Rucksack und hauen ab nach Jinotepe, um Weihnachten und Silvester mit den Kindern von NPH zu verbringen. In der zweitenr Jaennerwoche kehren wir zurueck auf die Insel und setzen mit der Therapie mit den Projektkindern fort.
Der Plan schaut so aus dass wir unseren 10-Tagesarbeitsrythmus beibehalten, im Projekt immer von Dienstag bis Freitag arbeiten und an den Arbeitswochenenden nach Jinotepe zu unseren Kindern von NPH fahren. Wir sind ja immer noch Volunteers von NPH und wollen den Kontakt zu unseren Schnuggelen nicht verlieren, auch an wichtigen Feiertagen, Besuchertagen und in den Ferien werden wir in Jinotepe present sein. Der Direktor von NPH hat uns auch damit beauftragt ein Manual zu verfassen, das genau beschreibt wie unsere Arbeit im Projekt ausschaut und auch beinhaltet, wie der Kontakt zu den Kindern des Kinderdorfes sein sollte usw.
Ihr werdet es wahrscheinlich alle schon heraushoeren, so wies jetzt ausschaut werd ich noch bis zu einem Jahr laenger hier im schoenen Nicaragua bleiben und mit Nadine unser Projekt gscheit aufbauen, mein Visum ist schon verlaengert !!!
Durch das, dass Nadine und ich nun die ganze Woche ausschliesslich Zeit haben uns um das Projekt und die Kinder der Insel zu kuemmern, bleibt Zeit viele neue Ideen und Plaene zu verwirklichen ... Gruppentherapien, Fortbildungen, Schwangerschaftsgruppen, Hausbesuche, Workshops, usw. Nadine und ich sind ein Super-Team, das kann ich jetzt nach genau einem Jahr Nicaragua behaupten und es steht uns glaube ich ein noch einmaligeres Jahr 2011 bevor!!!
Heute vor EINEM Jahr hab ich dem schoenen Tirol den Ruecken zugekehrt WOW ich kanns gar nicht glauben wie schnell die Zeit vergeht.
Kurzes Resumen --- ich bin einfach gluecklich hier!! Aber natuerlich vermiss ich euch alle ganz fest und vor allem den Schneeee.