Dienstag, 9. Oktober 2012

So schnell vergeht ein Monat

Hola buenos días ;) 

Pünktlich nach einem Monat kommen die aktuellsten News angeflattert......

Ein Monat vollgepackt mit Emotionen, Talfahrten und Höhenflügen, Visionen, Pläneschmieden, Veränderungen, Ankommen an einem Ort, der einem das Gefühl gibt den richtigen Weg fortzusetzen. 

Nicaragua ist zu meinem "zweiten" Zuhause geworden, das bestätigt sich Tag für Tag von Neuem ...
(man darf natürlich nicht vergessen, dass ich mein Zuhause mit allen lieben Menschen, die mich so unglaublich unterstützen und gern haben, sehr vermisse)

Die ersten Wochen nach meiner Ankunft waren sehr fordernd und ich konnte von meinen mitgebrachten Kraftreserven gut Gebrauch machen. 

Nach den ersten Tagen mit den Kids im Kinderdorf, 
Eindrücke aus dem Kinderdorf


hieß es unser Proyecto Samaritano auf der Insel Ometepe eine komplette Reorganisation zu verpassen. 
Ein etwas vernachlässigter Therapieraum wurde mit vereinten Kräften einer Grundwäsche unterzogen ... 
Tatkräftig zurück im SAMARITANO


Anschließend folgten Hausbesuche bei allen unserem Patienten mit der Absicht, den aktuellen Stand der Therapie zu eruieren, neue Ziele mit unseren Schützlingen und deren Familien festzulegen und den Therapiestundenplan neu zu organisieren. 

Außerdem war es Zeit allen MitarebeiterInnen des Gesundheitswesens auf der Insel mitzuteilen, dass wir wieder im Lande, auf der Insel sind. So beschlossen wir gemeinsam mit dem Physiotherapeuten der anderen Seite der Insel (Clinica Esperanza) Präsentationen in den zwei größten Krankenhäusern der Insel zu halten, um jeden darüber zu informieren was Physio- und Ergotherapie denn eigentlich ist, welche Patienten wir behandeln und wie man sich alltagsrelevante, handlungsorientierte Therapie vorstellen kann.
Schließlich sind es die Ärzte, die uns unsere Patienten überweisen sollen...

Nicht genug mit der Arbeit, denn auch die Planungen für unser großes Projekt - dem Bau eines eigenen Therapiezentrums für unser Samaritano müssen gleichzeitig vorangetrieben werden. 

Nachdem das Grundstück gekauft ist und mit Machete von jeglichem Gestrüpp befreit wurde, heißt es sich Schritt für Schritt durch den Papierkram zu kämpfen. 
Um das absolute Baurecht zu bekommen, heißt es noch einige Behördengänge zu tätigen. 

Da wir hier im schönen Nicaragua von einer sehr gemütlichen Kultur beglückt sind, bedeutet dies besonders dahinter zu sein und nachzufragen und noch einmal nachzufragen und am besten immer persönlich die verantwortlichen Personen aufzusuchen und Hartnäckigkeit walten zu lassen. 
Außerdem ist es von Vorteil viele Kontakte zu haben, um diese wichtigen Personen und Ämter vom Schleichen ins Rollen zu bewegen. 

Wir sind auf einem sehr guten Weg unseren Kopf durchzusetzen und haben bereits das erste ernste Gespräch mit unserem Architekten Oscar geführt. 
Nachdem wir uns von Nadines Bruder Michael (ein sehr angesagter Architekt) unsere Ideen in ein erstes architektonsiches Bild verhandeln haben lassen, ist nun auch unser lokaler Architekt voller Visionen unserem Traum Gestalt zu geben,
d.h. es wird geplaaaaaaaaant, skiziiiiiiiiiert und gerechnet, um alle anfallenden Kosten zu kalkulieren. 

Sodala noch ein paar Zeilen zu meinem privatem Befinden. Nachdem ich das erste Monat gemeinsam mit den Ärzten von Moyogalpa in einem Personalhaus untergebracht war, kann ich nun stolz verkünden wieder Hausbesitzerin zu sein. Nadine und ich haben beschlossen, dass es für unser Wohlbefinden von größter Wichtigkeit ist ein Zuhause zu haben, wo man nach vielen anstrengenden Arbeitsstunden die Seele baumeln lassen kann und sich mit neuen Kräften zu versorgen. 
uuuuuuuuuuuuuuund .... diese Oase ist gefunden. 



Ein minzegrünes Häuschen etwas außerhalb der Stadt im schönen Barrio "La Paloma", Garten inklusive vieler Bäume, die uns in Zukunft mit Köstlichkeiten versorgen werden. 
Kokosnuss- und Bananenpalmen, Mango-, Avokadobäume, Limetten, Mandeln und mal schauen was wir sonst noch alles entdecken und anpflanzen werden. 

Die Anschaffung von eigenen Hühnern steht bereits auf dem Plan. Der schönste Strand der Gegend ist einen Katzensprung entfernt und versorgt uns mit wunderschönen Sonnenuntergängen und köstlichen Fischen. 
Wenn gegen Abend wieder einmal der Stromausfall vorherrscht, genießt man einen unglaublichen Sternenhimmel begleitet von einer absolut natürlichen Geräuschkulisse. 
Morgens um fünf wird man vom Kickerikie der Hähne geweckt und kann aus der hinteresten Ecke unseres Gartens die Sonne über dem Vulkan aufgehen sehen. 

Einfach, paradiesisch und voller Wohlfühlpotential............


verdientes fischiges Abendmahl auf unserer Terasse 
An den vergangen Wochenenden habe ich Freunde auf der Insel, die Kids im Kinderdorf besucht und Kurztrips nach Leon und Managua unternommen, um Einkäufe zu erledigen, etwas abzuschalten und einen Jahrmarkt der Atlantikküste zu besuchen. 

Ganz schön viel passiert in der kurzen Zeit.....und keine Sorge so wird es weitergehen und ich halte euch alle auf dem Laufenden!

Muchos saludos de la isla más linda del mundo 

Verena 
Viviendo en la isla mas linda ;)