Mittwoch, 22. Dezember 2010

Feliz Navidad


beim Kekse machen mit den Jungs


Hallo ihr Lieben
Wuensche euch allen wunderschoene Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011!!

Ich wohn jetzt schon seit zwei Wochen unserem neuen Haeuschen in Moyogalpa und haben mit der Arbeit in der Klinik erfolgreich gestartet. Ich fuehl mich pudelwohl hier und dsa Arbeiten macht Riesenspass. Haben schon wieder ein paar Patienten dazubekommen.. besser koennts also nicht laufen..

Es ist auch gerade eine Homepage des Proyectos Samaritanos am Entstehen, also wenn ihr rein schaun wollts --- unter --- http://www.nphamigos.at/el-samaritano.php

Verlass morgen fuer insgesamt 15 Tage die Insel, um mit den nun knapp 300 Kids Weihnachten und Silvester zu feiern. Freu mich schon total drauf, werden sicher unvergessliche Eindruecke werden!! Bin nur leider auch ohne Internet in Jinotepe und werd mich so erst wieder im neuen Jahr melden!

Geniessts fuer mich a bisserl die Kaelte und den Schnee.. denn ich feier hier bei ueber 30 Grad, Sonnenschein und Plastikchristbaum ++hihi++

Viele Bussis aus dem fernen Nicaragua

Verena

Sonntag, 12. Dezember 2010

Hallo ihr Lieben!!!!!!!!!!!!!

Kunterbunt - die letzten Wochen vor dem Umzug

So jetzt gibt’s mal Einiges zu erzählen!

Die letzten Wochen waren von Umzugsstress in jeglicher Hinsicht geprägt, doch jetzt ist es endlich vollbracht. Die Kinder von NPH haben die Insel endgültig verlassen und sind mit Hab und Gut nach Jinotepe ins neue Haupthaus umgezogen. Bis zum Schluss war noch nicht wirklich klar, wann wer wie gehen soll, wann wo welche Koffer hinkommen aber schlussendlich hat dann alles geklappt.

Ein Tag bevor der erste Teil der Kinder übersiedelt wurde, sind Nadine und ich nach Jinotepe, um mal nachzuschauen, ob die Häuser vollständig mit Betten und Matratzen belegt sind, fertig geputzt ist usw. Hahahaha was uns dann erwartete konnten wir fast nicht glauben. Es war nämlich nichts vorbereitet und irgendwie hat sich auch niemand dafür verantwortlich gefühlt die Vorbereitungen zu treffen. Also haben wir angepackt und angschafft, einen Plan erstellt und alles so hergerichtet, dass die Kinder nicht schon bei der Ankunft unzufrieden sind.

Den Kindern ist der Abschied von der Insel sehr schwer gefallen, das Zurücklassen der gewohnten Umgebung, dem Ort den man sein Zuhause nennt ist einfach schwierig und oft mit Tränen verbunden. Zum Glück hat der Umzug dann doch einigermaßen ohne große Zwichenfälle geklappt und seit ein paar Tagen sind alle gut und zufrieden angekommen haben ihre Betten bezogen und machen das neue Areal unsicher.

Nadine und ich waren in der erste Phase des Umzugs voll dabei und haben unsere Kleinen unterstützt.

Nach ersten Eingewöhnungstagen, dem Besuchertag und den Promotionen der Schüler und Studenten sind wir auf die Insel zurückgekehrt, um alles rund um unser Proyecto Samaritano zu klären. Und ich sags euch es könnte grad gar nicht besser laufen.

Am dritten Dezember haben wir die freudige Nachricht bekommen! Der Direktor des Gesundheitsministeriums hat uns das OK für unseren neuen Therapieraum auf dem Krankenhausgelände der Hafenstadt Moyogalpa gegeben. Nadine und ich haben nach Wochen oder gar Monaten der Unsicherheit einen Luftsprung mit Freudengeschrei hingelegt. Jetzt wird unser Traum endlich Wirklichkeit. Wir haben ja schon seit Längerem gewusst, dass uns das Gesundheitsministerium einen Raum zur Verfügung stellen will, doch wie das hier in Nicaragua so ist dauert alles ein bisschen laenger. Der Arzt der das schlussendliche Einverstaendnis geben sollte, musste mit der Direktion des Krankenhauses von Moyogalpa kommunizieren und die Fakten klaeren und das hat gedaaaaaaaaauuuuuuuert.....EGAL, wir bekamen die Zustimmung und sind mittlerweile umgezogen.

Als erstes Stand der Umzug in unsere neue Bleibe auf dem Plan. Nadine und ich werden uns fuer das naechste Jahr ein Haueschen direkt am Hafen von Moyogalpa anmieten, taeglicher Sonnenuntergangsblick inklusive. Haben das Angebot schon seit einigen Wochen im Blick und konnten es schon gar nicht mehr erwarten dem lieben Hausvermieter mitzuteilen, dass wir nun dieSchluessel brauchen. Wir packten also alles zusammen, schnappten uns noch einige Moebel, die NPH nicht mehr braucht und das Einladen des Kleinlasters konnte beginnen! Das war wirklich Zuendholzschachtelarbeit, doch schlussendlich haben Koffer, Saecke, Schaukelstuehle, Kaesten, Bett, Matratzen usw. ihren Platz im Anhaenger gefunden und die ca. halbstuendige Fahrt nach Moyogalpa konnte beginnen! Ein paar Arbeiter von NPH unterstuetzten uns im Schleppen des ganzen Zeugs. In Moyogalpa angekommen schnappten wir uns Besen und Wischmopp und das grosse Putzen und Einrichten begann. Nach ein paar Stunden Arbeit und der Hilfe unseres Freundes Luis, den ich zufaellig auf dem Weg zum Supermarkt getroffen habe, konnten wir uns am Abend schon den wunderschoenen Sonnenuntergang von unserer Terasse aus anschauen und ein Einstandsgetraenk goennen. Das folgende Wochenende verbrachten wir damit uns richtig fein einzurichten, einige Einkauefe zu machen und einfach nur zu geniessen ein eigenes Heim zu haben!!!

Am Anfang der folgenden Woche kehrten wir zurueck nach NPH und er zweite Akt des Umzugs begann... der neue Therapieraum wurde bezogen. Aehnlich viel Geschleppe, Gepacke, Geputze wartete auf uns doch wir hatten genuegend Energie in den Knochen um alles zu erledigen.

Am Freitag den 10. Dezember feierten wir schlussendlich Eroeffnung unseres neuen Therapieraumes. Wir luden Kinder, Muetter und Geschwister ein, machten ein gesunde Jause, hielten eine Willkommensrede, erzaehlten von unseren Plaenen und die Kinder hatten Zeit und Moeglichkeit den neuen Raum zu erkunden, die Spiele auszuprobieren und alles in Unordnung zu bringen. +hihi+ Nadine und ich nahmen uns die Zeit mit jeder einzelnen Familie zu sprechen, Zielsetzungen fuer ihre Schuetzlinge zu definieren und den Therapieplan zu besprechen. Nach ein paar Stunden froehlichen Zusammenseins verabschiedeten wir unsre Lieben mit einem breiten Grinser! Am Dienstag den 14. Dezember starten wir ganz offiziell mit der Therapie im neuen Samaritano.

Wir werden jetzt vor Weihnachten noch eine Woche im Projekt arbeiten, am 18. Dezember packen auch Nadine und ich einen kleinen Rucksack und hauen ab nach Jinotepe, um Weihnachten und Silvester mit den Kindern von NPH zu verbringen. In der zweitenr Jaennerwoche kehren wir zurueck auf die Insel und setzen mit der Therapie mit den Projektkindern fort.

Der Plan schaut so aus dass wir unseren 10-Tagesarbeitsrythmus beibehalten, im Projekt immer von Dienstag bis Freitag arbeiten und an den Arbeitswochenenden nach Jinotepe zu unseren Kindern von NPH fahren. Wir sind ja immer noch Volunteers von NPH und wollen den Kontakt zu unseren Schnuggelen nicht verlieren, auch an wichtigen Feiertagen, Besuchertagen und in den Ferien werden wir in Jinotepe present sein. Der Direktor von NPH hat uns auch damit beauftragt ein Manual zu verfassen, das genau beschreibt wie unsere Arbeit im Projekt ausschaut und auch beinhaltet, wie der Kontakt zu den Kindern des Kinderdorfes sein sollte usw.

Ihr werdet es wahrscheinlich alle schon heraushoeren, so wies jetzt ausschaut werd ich noch bis zu einem Jahr laenger hier im schoenen Nicaragua bleiben und mit Nadine unser Projekt gscheit aufbauen, mein Visum ist schon verlaengert !!!

Durch das, dass Nadine und ich nun die ganze Woche ausschliesslich Zeit haben uns um das Projekt und die Kinder der Insel zu kuemmern, bleibt Zeit viele neue Ideen und Plaene zu verwirklichen ... Gruppentherapien, Fortbildungen, Schwangerschaftsgruppen, Hausbesuche, Workshops, usw. Nadine und ich sind ein Super-Team, das kann ich jetzt nach genau einem Jahr Nicaragua behaupten und es steht uns glaube ich ein noch einmaligeres Jahr 2011 bevor!!!

Heute vor EINEM Jahr hab ich dem schoenen Tirol den Ruecken zugekehrt WOW ich kanns gar nicht glauben wie schnell die Zeit vergeht.

Kurzes Resumen --- ich bin einfach gluecklich hier!! Aber natuerlich vermiss ich euch alle ganz fest und vor allem den Schneeee.

Geburtstagsfeier - 15 Jahre


Der Umzug nach Jinotepe - Casa Padre Wasson, Besuchertag und Promotionen


Proyecto Samaritano - Umzug und Einweihung in Moyogalpa


Abschied vom Voluntaershaus - Mein neues Zuhause in der Hafenstadt Moyogalpa

Samstag, 30. Oktober 2010

NEWS - NEWS - NEWS

Sodala ihr Lieben, es gibt jede Menge Neuigkeiten zu berichten!!!!!!!!!!!!!!!

Da ich schon so lange nicht mehr über das Leben hier bei den Kindern geschrieben hab, weiß ich gar nicht, wo ich überhaupt anfangen soll???

Mal schauen... zuerst mal ganz allgemein....
Die Schlussphase mit den Kindern von NPH hier auf der Insel hat begonnen. Am 5. Dezember ist soweit und das ganze Kinderdorf packt ihre Koffer und zieht mit Sack und Pack nach Jinotepe um, Casa Padre Wasson.
Wenn ihr euch erinnert dort haben wir die Osterwoche verbracht als der Vulkan Concepción hier auf der Insel so durchgedreht hat und Asche spuckte.
Der Plan aufs Festland umzuziehen steht ja eh schon seit einigen Jahren, doch der unruhige Vulkan im vergangen März hat diese Entscheidung beschleunigt und so schnell steht das Ende vom Jahr vor der Tür und wir müssen die Insel wirklich verlassen.
Gut ein Monat fehlt uns noch, dann beginnt das große Chaos des Umzugs.
Soviel zur allgemeinen Situation von NPH

Meine oder besser gesagt unsere - Nadines und meine persönliche Situation schaut ein bisschen anders aus, denn wir werden doch noch für längere Zeit der Insel treu bleiben...

------ Wie es dazu kam ------
Wie ihr ja alle wisst arbeiten Nadine und ich schon seit März zusätzlich zur Arbeit mit den Kindern von NPH mit Kindern mit verschiedenen Behinderungen der Insel. --- Proyecto Samaritano ---
Da der Umzug von NPH eigentlich bedeutet hätte, dass auch unser Projekt, das schon nach wenigen Monaten sprichwörtlich zum Blühen begonnen hat, beendet werden hätte müssen. Um dies zu verhindern legten wir uns ins Zeug und es entstand die Idee das Projekt trotz Umzug des Kinderheims in Moyogalpa, der Hafenstadt der Insel weiterzuführen.
Nach Präsentationen, Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium und dem Bürgermeister konnten wir es erreichen alle Beteiligten davon zu überzeugen wie wichtig das Therapieangebot für die Kinder der Insel ist und wir bekamen die Zusage und die Unterstützung unser Proyecto Samaritano weiterzuführen.

Im Klartext schauts also so aus. Der Bürgermeister von Moyogalpa stellt uns einen Therapieraum direkt in der Stadt zur Verfügung und jetzt braucht es nur noch jemanden der auch unsere Arbeit weiterführt. Zuerst war der Gedanke eine fixe einheimische Therapeutin zu suchen, da unser Freiwilligenjahr ja im Jänner schon zu Ende geht.
Dieses Jahr ist einfach zu schnell vergangen, ich fühl mich pudelwohl hier und die Arbeit mit den Kindern der Insel weckt soviele Ideen, Fröhlichkeit und Enthusiasmus in mir, dass ich mir gar nicht vorstellen kann im Jänner schon die Koffer zu packen. Nadine gehts da ganz gleich wie mir und so fiel die Entscheidung nicht schwer. Wir bleiben, wir bleiben hier auf der Insel und führen unser Projekt in Moyogalpa weiter und hoffen so ein richtiges kleines Therapiezentrum aufzubauen!!!!
Für wie lange???? Das weiß keiner so genau... bis zu einem Jahr??!!! Wir werden sehen!!



Also wenn das Kinderdorf die Insel verlässt, siedeln Nadine und ich nur ein paar Kilometer weiter nach Moyogalpa um, richten den neuen Therapieraum ein und arbeiten so bis Mitte Dezember, um allen Familien unserer Therapiekinder zu zeigen wos weitergeht. Über Weihnachten und Silvester packen auch Nadine und ich unsere Koffer und fahren nach Jinotepe um die Festtage mit den Kindern von NPH zu verbringen (das bedeutet ca. 3 Wochen Therapiepause für die Kinder der Insel)
Im Jänner kehren wir zwei Hübschen dann auf die Insel zurück ziehen wir in ein Haus mit Sonnenuntergangs-Seeblick ein, das wir anmieten können und werden mit dem Proyecto Samaritano so richtig durchstarten.

Wir haben ein Dokument zusammengestellt, das uns und unser Projekt mit vielen Bildern vorstellt

Und was sagt ihr??? Ziemlich aufregend, wenn ihr mich fragt.

Noch ein paar News von meinen kleinen Jungs aus dem Kinderdorf. Meine kleine Sektion, die bis vor Kurzem noch aus wenigen Kinder bestanden ist ist gewachsen.... gewachsen deswegen, da wir mit den kleinen Jungs (den Medianos) zusammengenschlossen worden sind. Nun sind wir 10 Kinder plus zwei ältere Jungs die mithelfen, drei Tios und zwei Voluntärinen. Da dauert das Ins-Bett-Geh-Ritual mit Geschichten erzählen, Umarmung und Bussi jetzt doch etwas länger.
Der Grund des Zusammenschlusses?? In Jinotepe werden die Kinder dann jeweils zu 20igst in größeren Häusern zusammenleben und um die Kleinen schon mal auf diese Umstellung ein bisschen einzustimmen haben sich unsere Direktoren für diesen Wechsel entschieden!
Ich hab sie so richtig lieb meine große Rasselbande ;)

Aja hab ich ja ganz vergessen....ab heute bin ich ganz offiziell Taufpatin +hihi+
Die Leyla ein vierzehnjähriges Mäderl hat mich schon vor einiger Zeit gefragt, ob ich nicht ihre "Madrina" für ihre Taufe sein möcht. Voll lieb hab mich total gefreut. Eigentlich wär ich auch von Alex aus meiner Sektion die Madrina für die Erstkomminion gewesen, aber der Kleine hat den Religionsunterricht geschwänzt und deshalb haben sie ihm die Komminion für dieses Jahr gestrichen.
War heut richtig schön die Messe, insgesamt sind eh ca. acht von unseren Kids getauft worden, schönes Erlebnis das mit den Kindern zu teilen!!


Sobalds wieder Neuigkeiten gibt meld ich mich und FOTOS folgen in Kürze!!!

Nicaragua - Nicaragua - Nicaragua - Urlaub mit meinem Schwesterherz ;)

Nach Monaten ohne Internet, Wochen ohne Strom und Tagen des Regens komm ich endlich wieder dazu mich bei euch zu melden.

Mein letzter Bericht ist ja schon sehr lange her- genau bevor mein Schwesterherz mich besuchen gekommen ist. So gibt es jede Menge zu erzählen ;)

Ich beginn mal mit dem Urlaub - wow es war so schön, als ich Alex mit Willkommesnbanane begrüßen konnte, Nadine und ich sind mit unseren Gesichtern an der Glasscheibe gepickt und haben sensüchtig unsre Lieben erwartet. Gasi, Alex, Nadine und ich verbrachten so die ersten zwei Wochen gemeinsam, haben viel unternommen und Nicaragua und seine versteckten Wunder erkundet.

In den ersten Tagen gings mit ein paar Nica Jungs- und Mädels gemeinsam in den Nord-Westen Nicaraguas um den ehemalig größten Vulkans Zentralamerikas zu besteigen (Vulkan Cosiguina, 3000m). Ehemalig deshalb, da es im Jahr 1835 eine große Explosion gab, er seit dem nur noch auf 859m Höhe kommt, man im Meer die Überreste in Form von kleinen Steininseln sehen kann, und den Krater eine riesengroße Lagune schmueckt.

Ausblick von oben ist der Traum - man sieht auf den Golfo de Foncesca, den Pazifik, die Berge und Vulkane von Honduras und El Salvador und die Halbinsel Cosiguina.


Nach der wunderschönen Besteigung des Vulkans schlugen wir uns unser Lager am schwarzen Vulkanstrand am Nordvestlichsten Punkt von Nicaragua auf (Potosí, Punta San Jose), aßen Muschelkocktail, spielten Baseball am Strand und sangen bei Lagerfeuer und wunderschönen Sternenhimmel. Mitten in der Nacht machten wir uns auf die Suche nach Schildkröten, die an diesem Strand ihre hunderte von Eier vergraben. Leider kamen nur einige von uns in den Genuss nach mehreren Stunden Strandspaziergang die schönen großen Tiere zu beobachten. Ich hatte leider Pech, erblickte keine Schildkröten aber bekam zum Glück das Angebot den Rückweg auf dem Rücken eines Pferdes zurückzulegen.

Nach drei aufregenden aber auch anstrengenden Tagen kehrten wir nach Leon, der Kolonioalstadt zurueck und anschließend fuhren wir zu den Kindern nach Jinotepe.
Der dreimonatige große Besuchertag an dem immer alle zusammenkommen stand an und so nutzten wir die Möglichkeit Alex und Gasi unsre neue große Familie vorzustellen.
Wir verbrachten einen Tag mit spielen, zeichnen, Fotos schießen, lachen und vielen Umarmungen und gegen späten Nachmittag kehrten wir mit der ganzen Sippe zusammengequetscht in zwei Bussen auf unsre geliebte Insel zurück.

Die kommenden Tage standen ganz im Sinne die Isla Ometepe zu erkunden. Ob mit Moped oder zu Fuß, Nadine und ich zeigten unsren Lieben die Natur- und Tierwelt....Ojo de Agua, Kayaktour im Río Istiam inkl. verschiedensten Vögeln, Schildkröten und Krokodilen, Lagune Charco Verde inkl. Affen, etc. Von den heimischen Fischern wir kauften stattlich große Fische und bereiteten sie gemeinsam mit unserem Freund Danny, der ein kleines Restaurant auf der Insel hat zu - dazu gabs Tostones (gebratene Kochbananen) , Gallo Pinto (Reis mit Bohnen) und Chile, so wie sichs auf Nica-Art gehört!! +mmhhhhm+

Nach Inselerkundung und Zeit mit den Kindern im Casa Santiago mussten wir uns leider schon bald wieder verabschieden. Meine Jungs wollten Alex schon gar nicht mehr gehen lassen
+hihi+
Ein paar Tage in San Juan del Sur zum Chillen, Surfen und Party machen und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Weg in die Hauptstadt. Für Gasi endete der Urlaub und er musste den Rückweg nach Österreich antreten, Nadine kehrte zurück ins Arbeitsleben und Alex und ich nahmen den nächsten Flug in die Karibik!!!!

COOOORN ISLANDS
Ichs sags euch, nach dem 70-minütigen Flug haben wir echt geglaubt wir befinden uns mitten in einem wunderschönen Bilderbuch aus Palmen, weißem Sandstrand, türkisblauen Wasser, Bambushütten direkt am Meer. Alex und ich verbrachten sechs Tage auf der Little Corn Island, einer sprichwörtlichen Perle des Karibischen Ozeans. Wir schliefen in einer kleinen Hütte aus Bambusstöcken, und kamen so richtig zur Ruhe. Stunden des Chillens am Strand, Lesen, Armbädner knüpfen, Schwimmen und Schnorcheln (wir sahen sogar Haie!!!!), Kennenlernen der Einheimischen, Essen von Kokosnussbrot, Fisch, Langosten, Krabben, etc. eieieiei ich sags euch ein Traum- wie im Bilderbuch eben.

Nach dem Ausflug ins Paradies, gings paradiesisch weiter, denn wir traten unsren Rückweg zum Festland per Schiff an, fuhren bis Bluefields und anschließend weiter bis zur Laguna de la Perla.
Eine riesengroße Lagune an der Atlantikküste, die von über 18 kleinern Fischerkommunidaden bewohnt wird. Die Leute dort leben mit den einfachsten Mitteln, doch zeichnen sich aus durch ihre wahnsinnige Gastfreundlichkeit. Ein Dorf aus zehn bis fünfzehn Holzhütten, die Kinder rennen auf einem zu, wir werden sofort auf Krabbensuppe eingelanden und anschließend folgt ein Kanuausflug durch die Weiten der Lagune. Der liebe Fischermann Orlando, bei dessen Frau wir vorher vorzüglich gespeist haben, unterhielt uns während der mehrstündigen Fahrt mit Geschichten Nicaraguas ;)

Nach atemberaubenden Tagen an der Atlantikküste kehrten wir zurück in den Westen Nicaraguas ----- GRANADA ----- einer Kolonialstadt, die am Ufer des Nicaraguasees liegt.
Es stand Stadterkundung, Tanzen gehen (Salsa, Bachata, Merengue, ...), Bootfahrt zu den 365 kleinen Inselchen rund um die Halbinsel von Asese und Unabhänigkeitstage (14., 15. September) feiern auf dem Plan - Umzüge in der ganzen Stadt, Musikkappellen und Tanzgruppen der verschiedenen Schulen aus Granada und Umgebung... man kann sich vorstellen, dass da einiges los war. Die Kinder waren mit Leib und Seele dabei ;)

Für den letzten Stopp unserer gemeinsamen Reise entschieden wir uns noch einmal nach San Juan del Sur zu fahren, um die verbleibenden Tage mit Strandliegen, Surfen und Ausgehen zu verbringen. Der richtige Abschluss für ein Monat atemberaubender Erlebnisse im wunderschönen Nicaragua, dem Land, das ich doch schon irgendwie meine zweite Heimat nenne.

Zum Schluss möchte ich noch kurz über die paar Hoppalas erzählen, die uns, oder eigentlich hauptsächlich Alexandra wiederfahren sind.

  • dicke Lippe von der Alex --- böser Moskito
  • zwei Mal blutiges Knie, Alex zuerst dann ich (man sollte halt nicht bei Regen zum Bus laufen)
  • Magenverstimmungen und Übelkeit
  • Hustenanfälle, allergische Reacktion -- Krankenhausbesuch in Masaya nach 3 Nächten ohne Schlaf +armeAlex+
wenn man diese Liste betrachtet hat sich mein Schwesterherz trotz einigen Tiefpunkten sehr wacker hier in Nicaragua geschlagen. Nur an Reis und Bohnen jeden Tag konnte sie sich nicht gewöhnen und auch die ständige Hitze machte ihr zu schaffen... +hihi+

An GASI, NADINE, und ALEX ein großes Dankesbussi für diesen einzigartigen Urlaub!!!!!!!!!!!!!!


Fotos folgen in Kürze


Freitag, 20. August 2010

endlich wieder ein LEBENSZEICHEN

Nun sind wirklich einige Wochen vergangen seitdem ich das letzte Mal von mir hoeren hab lassen. Deshalb muss ich wohl ein bisschen mit meinen Erzaehlungen aufholen.

Wochenendmaessig stand in letzter Zeit San Juan del Sur und León auf dem Programm. Vom Slacklinen, Surfen und Party machen am Strand bis zum Baender knuepfen, gemuetlich zusammensitzen und kochen ueber Tanzen zu LatinLive Musik in León, war alles dabei. Sind viel mit unseren Artesanofreunden am Weg und stossen immer wieder auf neue interessante Menschen.

So wie z.B. Francisco, der bei N.P.H. seine Kindheit verbracht hat und seit sechs Jahren wieder selbststaendig lebt. Vor einiger Zeit hat er da
s Kunsthandwerk - Artesanía fuer sich entdeckt und reist so von Ort zu Ort und verkauft seine Prachtstuecke.
War total lustig, interessant und amuesant mit jeman
den, der das Leben in der grossen Familie in unserem Zentrum viele Jahre live miterlebt hat ueber dies und das, Klatsch und Tratsch, Geruechte, Gebraeuche hin oder her zu quatschen. Er hat uns sogar vor einer Woche auf der Insel besucht und wollte eigentlich einen Workshop mit den Kindern verantstalten nur leider schauts im Moment recht knapp mit der Zeit aus und das muss wohl verschoben werden.
Ab
er man trifft sich wieder... so wie dieses Wochenende, nachdem Nadine und ich mein Schwesterherz und Gasi vom Flughafen abgeholt haben gehts auf nach León, einer der coolsten Staedte, die ich in Nicaragua bis jetzt kennengelernt habe, und Francisco erwartet uns schon in unserem Liebslingshostel "Casa vieja".

hr seht schon, mittlerweile sind wir nicht mehr nur die Touristen, die ueberall das erste Mal hinkommen, berei
ts kennen wir uns ziemlich gut aus und werden in verschiedensten Orten herzlich wieder begruesst und wenn wir abreisen heissts "bis zum naechsten Mal".
Und ich sags eu
ch das gefaellt mir, man fuehlt sich einfach so zu Hause, trifft seine Freunde und verbringt gemuetliche Stunden miteinander. +hihi+

Auch in San Juan werden wir mit Kuesschen hier und Kuesschen da willkommen geheissen. Das letzte Mal, als wir ankamen und nur einen 5-Minutenweg vom Strand z
um Hostel spazierten, brauchten wir fast eine Stunde, weil wir alle zwei Meter stehen blieben um mit jemanden zu quatschen.
In unserer Lieblingsstrandbar dem "Pier" ,in dem ich schon im Dezember viel von meiner Zeit verbracht habe, spannen wir regelmaessig die Slackline und ich sags. das wirkt wie ein Magnet auf die Leute die vorbeispazieren.
Aben
ds sitzen wir dann gemuetlich am Lagerfeuer oder tanzen zu Latino- und Reaggaemusik.

So kann man si
chs schon gut gehen lassen und die Wochenenden so ziemlich geniessen. Aber nun endlich mehr ueber mein Leben hier auf der Insel. Ich bin einfach nur gluecklich.
Die Arbei
t laeuft super, auch wenn ich sehr viel arbeite und es wirklich anstrengend ist,
klar die Zeit mit den Kindern ist wohl das Kostbarste, was ich erleben darf.


Proyecto Samaritano


Emanuel
, unser juengster Patient. Zwei Monate zu frueh geboren, hat ein Problemchen mit seinem Herz und ist in seiner motorischen Entwicklung verzoegert. Mittlerweile dreht er sich mit viel Zusprache von der Ruecken- in die Bauchlage und spielt freudig mit Rasseln und Bausteinen.






Geseyra ist mittlerweile zwei Jahre alt. Als wir sie im Maerz kennenlernten, drehte sie sich kaum von Ruecken- in Bauchlage und zeigte uns einen Spasmus im rechten Fuss. Heute rennt sie schon freudig durch die Gegend, mit dem kleinen Nebenaspekt, dass sie leider keine Ahnung vom Hinfallen hat. Sie ist sehr unsicher in ihrem Bewegungen und haelt uns sehr auf Trapp, wenn wir mit ihr an einem sichereren Herumtoben arbeiten.









Silvana, 7 Jahre alt, Diagnose Zerebralparese.
Mit unserer kleinen Prinzessin haben wir das Ziel, dass sie selbststaendig essen lernt.
Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten wir als super Physio-Ergo-Team an ihrer Feinmotorik, ihrem Haltungshintergrund versuchen durch Stimulationen und verschiedenste Uebungen des Gesichtsbereiches, ihr das Essen mit Loeffel zu erleichtern. Zu unserer grossen Freude koennen wir verkuenden, dass Silvana es geschafft hat einen Loeffel zu ergreifen und genuesslich Haferflocken und Bananenmuss zu essen. Man muss bedenken, dass sie anfangs (im Maerz) kaum einen Baustein ergreifen konnte.







David Francisco, knapp 18 Monate alt, ist erst vor kurzer Zeit zu uns gestossen. Hat eine sehr kreative Art sich im Schneidersitz robbend fortzubewegen. (seine Moeglichkeit des Krabbelns)
Das Problem ist, dass er es noch nicht schafft ueber diese Position in die Krabbelposition und somit zum Aufstehen zu kommen. Wenn wir ihn in die Stehposition fazilitieren, zeigt er uns grosse Lust loszurennen und versucht es mit ein paar unsicheren Schritten. Also ist unsere Kreativitaet gefragt, um dem Kleinen den Positionswechel vom Sitzen ins Stehen zu erleichtern??!!










Ezequiel unser Wonneproppen. ist zwei Jahre alt und leidet an einem sehr seltenem Syndrom, wo keiner so genau weiss, was es damit auf sich hat. Was sicher ist und wir bemerken ist, dass es Auswirkungen auf seinen Respirationstrakt hat, seinen Gehoer- und Seesinn schwaecht und er auch in seiner motorischen Entwicklung stark verzoegert ist. Im Maerz als wir mit ihm zu arbeiten begannen, lag er passiv in der Rueckenlage und konnte seine sehr schlaffen Beine kaum bewegen. Heute nach einigen Monaten koennen wir einen enormen Fortschritt bemerken, denn er KRABBELT und zieht sich mit ein bisschen Fazitilation aus dem Sitz in den Stand hoch, STEHT mit Unterstuetzung (Festhalten an der Bank), und exploriert mit seinen Beinen und Fuessen den festen Untergrund...wie lange wird es wohl dauern bis auch er die ersten Schritte macht???


Eindruecke aus der Therapie

Nadine uebt mit Emanuel "fliiieeegen"... wie schoen ist es doch die Welt aus der Bauchlage zu betrachten, oder??











Ich fuehre Silvana beim Essen mit Loeffel. +mhhhm+


















Silvana geniesst mit einem allessagenden Grinser die Gesichtsmassage ;)

















Kurz Grunsaetzliches zum Projekt, fuer die, die es noch nicht wissen.
Im Proyecto Samaritano arbeiten, inkl. mir, zwei Ergotherapeutinnen und zwei Physiotherapeutinnen mit zusaetzlicher Unterstuetzung von einer Psychologin, einer Aerztin und den Krankenschwestern der kleinen Klinik, die wir bei uns im Casa Santiiago haben, an der Entwicklung beeintraechtigter Kinder, die von ausserhalb des Kinderzentrums, also von verschiedenen Orten der Insel kommen.


Gestartet haben wir im Maerz mit sechs Kindren, die uns die Clinica Esperanza, die auf der anderen Seite der Insel ist, und schon seit einigen Jahren ein sehr aehnliches Projekt am Laufen hat, ueberwiesen.

Mittlerweile sind es 13 Kinder, die wir bis zu drei Mal in der Woche vormittags und auch nachmittags betreuen. Werbung haben wir keine gemacht.
Die Informationsweiterleitung verlaeuft hier ueber die Nachbarschaft. Eine Mutter erzaehlt ihrer Freundin von unserem Projekt, die der Oma, usw. So tauchen immer wieder neue Gesichter auf und fragen nach, ob wir ihnen therapeutische Unterstuetzung anbieten koennen.


Das Projekt finanziert sich von Spenden aus Oesterreich und der Schweiz und ermoeglicht den Familien, dass ihre Kinder gratis Therapie bekommen. Zusaetzlich geben wir Milch und Soya einmal pro Woche, zahlen den Transport zur Therapie und wieder nach Hause, ermoeglichen mit weiterer finanzieller Unterstuetzung Untersuchungen bei speziellen Aerzten, den Kauf von diversen Medikamenten und die Anschaffung von Rollstuhl und KInderwagen.

Ein siebenjaehriges Bub, Alex, mit Down-Syndrom leidet an einem sehr schwachen Herzen. Ich betreue ihn ergotherapeutisch zweimal pro Woche und einige Male hat er jetzt auch schon am Vormittag in der Sonderschulklasse unserer Schule teilgenommen.
Bis jetzt konnte es sich die Familie nicht leisten ihn medizinisch komplett abklaeren zu lassen, geschweigedenn medizinisch einzustellen, was sehr wichtig waere um sein schwaches Herz zu staerken. Mit uns bekommt er somit die Moeglichkeit auf eine Untersuchung beim Kardiologen, um ihn mit den richtigen Medikamten einen sicherern Alltag zu ermoeglichen.

Mit unserer Arbeit stehen wir im staendigen Kontakt mit den Arbeitern der Clinica Esperanza und Nadine und ich koennen eine weitere Sache, auf die wir sehr stolz sind, verkuenden.

Vor einigen Wochen kam die Idee auf eine Fortbildung fuer die Arbeiter der Clinica zu geben, um sie an unseren therapeutischen Kenntnissen teilhaben zu lassen und einen profesionellen Austausch zu ermoeglichen.

So griffen wir das Thema: "wie ermoegliche ich meinem beeintraechtigten Kind selbststaendig essen zu erlenen?" auf, bereiteten einen theoretischen Teil, sowei einen praktischen Teil mit dem Fallbeispiel von Silvana aus unserer Therapie vor und legten mit viel Elan und Motivation los.
Wir verschriftlichten fast 30 Seiten und von unserer Praesentation kann man nur sagen, dass wir sehr viel Anerkennung und Lob bekamen. Die groesste Freude machte uns der Physiotherapeut der Clinica, als er uns einlud die gleiche Fortbildung im Sinne eines Workshops fuer die Muetter und ihre Patientenkinder der Clinica zu geben.
Also klemmten wir uns ein weiteres Mal dahinter, adaptierten die Fortbildung, fuegten noch mehr praktische Uebungen hinzu und stellten uns vor eine Gruppe Muetter mit Kindern und man kann den Workshop als seeehr gelungen betrachten.

Ich zitiere eine Mutter, die zu uns kam und meinte, "danke jetzt hab ich endlich mehr Ideen, um mit meinem Kind zu Hause am selbststaendigen Essen zu ueben!"

Was soll ich da noch gross sagen, stolz bin ich schon, was wir die letzten Monaten zusaetzlich zu der Arbeit bei N.P.H. auf die Beine gestellt haben.

Bald gibts mehr Geschichten... muss jetzt zum Flughafen, um meine geliebte Schwester Alexandra abzuholen... ich hab jetzt naemlich Ferien!!!!!!!!!! +juhuuu+

Montag, 28. Juni 2010

León- eine Stadt mit WOW-Effekt

Wow Wahnsinn ich bin einfach nur beeindruckt wie schnell man sich in einer neuen Stadt heimisch fühlen kann und gar nicht mehr fahren will. Léon verzaubert mit seiner Vielfältigkeit. Die aufgeweckte Studentenstadt, die mit viel Kultur und typischen nicaraguanischen Flair, seinen Märkten, Comedoren und köstlichen Papaya-Orange-Bananen-Refrescos Abende im Park Zentral bei Sternenhimmel und Privat-Gitarrenkonzert so gut wie perfekt macht. Nach einem halben Jahr schafften es Nadine und ich also endlich in die berühmtberüchtigte Stadt Léon zu fahren und ja wir haben es alles andere als bereut, mehr stellte es sich als eine Schande heraus, dass wir es bis jetzt noch nicht geschafft haben ihr einen Besuch abzustatten. Freitag nach dem Fußball-Spiel Brazil-Portugal (das mussten wir uns natürlich noch zu Ende anschauen) machten wir uns auf die doch recht beschwerliche Reise.
León
1524 von Francisco Hernández de Córdoba gegründet, Wiederaufbau nach dem Ausbruch des Vulkans Monotombo, Ort der Unterzeichnung der absoluten Unabhängigkeit Nicaraguas und Costa Ricas von Spanien (Okt. 1821), einst abwechselnd mit Granada Hauptstadt der zentralamerikanischen Konföderation und das Zentrum der Revolutionskäommpfe in den 70ger-Jahren, etc. (kurzer Auschweif in die Geschichte)... León gilt heute als intellektuelle Metropole Nicaraguas und steht traditionell für das liberale Element des Landes. Léon liegt nordwestlich von Managua nahe der Pazifikküste. Aufgrund der recht aufwändigen Reise von insgesamt knapp sechs Stunden per Schiff, Bus, Taxi und zu Fuß erreichten wir gegen Abend unser Ziel.

Das Hostel von denen es hier viele, viele gibt war mit Hilfe eines sehr freundlichen Taxifahrers schnell gefunden. Nach kurzem Ausruhen und Frischmachen trieb uns der Hunger auch schon auf die Straßen von León, wir wurden zum Glück sehr schnell fündig und genossen um nicht mal zwei Dollar ein leckeres Abendessen.

Bei unserem anschließenden Verdauungsspaziergang und erster Erkundungstour der Stadt stießen wir auf ein Kino (!) und wir konnten es uns einfach nicht nehmen lassen uns das erste Mal nach einem halben Jahr eine Kinosessel zu gönnen. Fühlte sich irgendwie wie zu Hause an ein modernes Kino zu betreten und mit Popcorn, Nachos und Coca Cola mit vielen anderen jungen Leuten auf den Start des Films zu warten. Mit einem kleinen Unterschied, Detail, das den Kinobesuch dann doch etwas ausgefallener machte. --->


DER FILM IST ABGEBRAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAANNNNNNNNT!!
Ja ihr habt schon richtig gehört ALAAAARM ... hab gar nicht gewusst, dass so etwas funktionert. Nadine und ich sitzen frierend im Kinosaal -(die Klimaanlage war etwas zu fest aufgedreht und nachdem wir uns an die Hitze hier sehr angepasst haben, hab ich eine Jacke und lange Hose vermisst..)- mit voller Konzentration auf den Film gerichtet und auf einmal erscheinen wie Blasen auf dem Bildschrim, die sich langsam ausbreiten, dem Bild einen brauen und schlussendlich schwarzen Ton verleihen und dann das Bild sehr schnell verschwinden lassen oder zusammenkokeln +hahahahahahaha+ Zuerst hab ich noch gedacht das gehört irgendwie dazu- Specialeffect bei Szenenwechseln- aber diesen Gedanken hatte ich dann doch nur für einen Moment +gg+.
Nadine und ich konnten uns kaum noch einkriegen, aber waren dann doch froh als es nach enem Zeitl auch den Angestellten vom Kino aufgefallen ist und sie eine zweite Version des Films aufgetrieben haben.


So konnten wir den spannenden und sehr berührenden Film doch zu Ende schauen :)

Anschließend gings nach einem weiteren kleinen Spaziergang ab ins Bett, wir mussten ja schließlich Kräfte für die kommenden Tage sammeln.

Von Samstag bis Montag-Mittag galt das Thema: "Shopping, Sightseeing, Refresco und Capuccino (+hihi+) trinken, ausgehen uuuund natürlich Fuuuußballschauen!!!!!!!1"

Ein Resumée

Shoppen kann man in León, wir durchstöberten Markt, kleine und große Geschfäte, Straßenstandeln, usw. und kein noch so gutes Angebot konnte uns entgehen. Geshoppt wurde erfolgreich und billigst - Nadine und ich konnten am Abend stolz unsere vollen Einfaufssackelen leeren und das macht Mädchenherzen natürlich besonders glücklich.
viele billige T-Shirts, viele DVDs (11 Filme auf einer DVD um einen Dollar), Ohrringe, Handtasche, Flip-Flops für die Nadine, Hilo, und und und ....

Aufgrund meiner Privatreiseführerin Nadine, habe ich nicht nur die Einkaufswelt Leóns kennengelernt sondern auch viel über die Geschichten der Kathedrale, des Mausoleoms, der vielen kleinen und großen Kirchen, Paläste, usw. erfahren. Natürlichir haben wir auch alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert, an den vielen Museen, dies hier auch gibt sind wir dann halt doch nur vorbeigegangen +gg+
Die Stadt hat rein kulturtechnisch gesehen ziemlich viel zu bieten und uns fehlt noch einiges, abgesehen von den ganzen Aktivitäten wie Sandboarden am Vulkan, Surfen an den schönen Stränden von León, usw. die im Umkreis von León möglich sind.
Also viele Gründe um zurückzukommen +hehe+

Zum Thema Refreso und Capuccino-Trinken --> Ich sags euch die Fruchcocktails hier habens mir angetan - Papaya, Orange, Bananen-Cocktail eisgekühlt und natürlich im Plastiksackerl mit strohhalm ;)







!!so gehört sichs hier in Nicaragua!! +mhhhm+









eine kurze Supermarktgeschichte: gleiich am ersten Abend entdeckten wir eine Supermarkt in dem wir sicher mehr als eine Stunde verbrachten...warum??? weils einfach wieder mal so schön war in einem großen klimatisierten zu stehen und alle die Lebensmittel zue sehen dies auch zu Hause gibt +g+....mit dem kleinen lustigen Detail, dass hier ein Apfel zwischen einem und vier Dollar kostet .. um des Geld bekommt man mindestens 40 Bananen. Da ist uns dann die Lust auf den Apfel doch wieder vergangen.

Fußball geschaut und ausgegangen wurde natürlich auch und wir habens so richtig genossen.
Genossen deswegen, weil León mit seinen Studesnten einach einen ganz speziellen Flair hat. Man wird nicht nur von Latinochicolos angequatscht sondern lernt einfach super nette Leut +hihi+ kennen und kann gemütlich zusammensitzen und über dies und das bis spät in die Nacht quatschen....vor allem das Fußballspiel Argentina-Mexico war sehr amüsant, wir haben uns zwischen ausschließlich Argentinienfans sitzend in einer Studentenbar sehr wohlgefühlt, vor allem als die ersten Tore vielen und die Emotionen überschossen ;D

Sonntag-Abend kamen wir besonders auf unsere Kosten.
Zuerst sorgten wir für das leibliche Wohl, indem wir uns mit vorzüglichen Essen versorgten und anschließend kam auch das seelische Wohl nicht zu kurz. Tinka, die erst am Sonntag ankam um ihr letztes Wochenende vor ihrer Abreise mit uns zu verbringen, Nadine und ich spazierten über den Hauptplatz und trafen auf drei gitarrespielende und singende Musiker aus León, die ihre Künste zum Besten gaben. Natürlich setzten wir uns dazu, lauschten der schönen Musik, irgendwann sangen wir dann auch mit und es wurde zu einem super, unterhaltsamen Abend.

Es gibt viele Gründe zurückzukommen und diese Stadt und seine Umgebung hält noch viele Dinge offen, die es wert sind zum Erkunden!!!!
So sagten wir >>Adiós y no vemos en un mes ;D<<

viele Bussis eure Verena

León





Freitag, 14. Mai 2010

Maaiiii-Highlights

Hallooooo ihr Lieben,


lang is her aber jetzt ist hoechste Zeit wieder von mir hoeren zu lassen -zwinka-


So wie auch das letzte mal schon kurz erklärt, spielt das Internet immer noch ziemlich verrückt und lässt uns nur seltenst die Gnade, Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen. Der immer wieder einsetzende Regen versteht sich nicht so gut mit den Stromleitungen, und so muss man sich mit ein paar Stunden Strom des Generators zufrieden geben und sich fuer die dunklen Stunden einen guten Vorrat an Batterien fuer die Taschenlampe anschaffen bzw. sich mit Kerzen ausstatten -hihi-


Hab grad wieder mal Wochenende, sind ganz gemuetlich in San Juan del Sur unterwegs und so nutz ich den Luxus des Internet-Cafes.


Jetzt ists wirklich ewig her seitdem ich das letzte mal geschrieben hab, also werd ich euch die Highlights der letzten Wochen, ja eigentlich des gesamten Mais erzaehlen.


Das Monat hat schon aufregend begonnen und mit Feiern begonnen!!!


Samstag, 1. Mai 2010 – Hochzeit von Tío Juan Pablo & Aura

Tío Juan Pablo und seine schon vom Standesamt angetraute Aura (die ihre gesamte Kindheit hier bei NPH verbracht hat) haben beschlossen ihre Hochzeit im Kreise der groooooßen Familie zu feiern und es war wohl die beste Idee, die sie haben konnten, da es zu einem unvergesslichen Fest wurde an dem alle Kinder, Tíos, Verwandte der beiden mit größter Emotion dabei waren.

Samstag um 15:00 Nachmittags leuteten die "Hochzeitsglocken" und wir wanderten in Karawanen, natürlich hübsch aufgeputzt in Richtung Kirche. Die Zeremonie war so schön, traditionell , so wie mans auch von uns daheim kennt. Gesang, Blumenmaedchen, der kleine Sohn -Pablo- mit den Ringen, eine schoene Predigt, und viiiieeele strahlnede Augen.

Nach der Messe wurde natuerlich Reis geworfen und das Brautpaar ist von der weissen Kutsche abgeholt worden, der weisse Pickup hat diesem Zweck gut gedient.

Also gings mit Saus und Braus auf zum Feiern, gutes Essen, Pinata fuer Gross und Klein und schlussendlich wurde getanzt, getanzt, getanzt....ein super schoenes Fest!!!


4. Mai 2010- Tag der Arbeiter ---- Ausfulg mit der ganzen Sippe der Grossen gg zum Naturswimmingpool -Ojo de Agua-


Día de trabajadores - Ojo de Agua


Zur Feier des Tages der Arbeiter haben Lehrer, Feldarbeiter, Tios und Tias, Direktoren Koechinnen, und alle die sonst noch bei NPH fleissig jeden Tag zur Arbeit kommen, also auch wir Voluntaere, die Kinder einen Tag allein auf sich gestellt und sind abgehaut um einen Tag ganz gemuetlich im Ojo de Agua zu verbringen.

Ich war dort ja schon mal mit Nadine und wie gesagt es ist wirlich ein Ort zum Relaxen und Seele baumeln lassen. Und es war so schoen in Ruhe mit den Tios und Tias Zeit zu verbringen und auch die ganzen anderen Arbeiter kennenzulernen, ist ja sonst nicht immer so viel Zeit dafuer. Action gabs natuerlich auch zu Genuege, waere ja sonst langweilig . Vom Pyramidenbauen im Wasser bis Wettkampfschwimmen, Wetttauchen und Fotoshooting konnten wir gar nicht genug bekommen. Gegen spaeten Nachmittag gings dann gut gelaunt und erschoepft zurueck zu den Kindern, die uns schon sehnsuechtig erwarteten.


8. Mai 2010 - 16 Jaaaaaaaahre N.P.H. Nicaragua- Geburtstag wurde gefeiert und das gehoerig !!!!!!!!


16 anos N.P.H. Nicaragua - Schlammschlaaacht ;)


Wow dieses Wochenende war der reinste Wahnsinn und die langen Vorbereitungen haben sich zu 100 Prozent gelohnt. Bereits am Freitag sind die Jugendlichen und Studenten aus Jinotepe und Managua natuerlich inklusive Matratezen angereist und die Action hat begonnen. Fuer den Samstag waren Turniere, Spiele mit dem Thema --Hauptsache schmutzig machen und im Schlamm baden -hahahhahaha- Fuer diese Spiele sind alle Kinder in verschiedenen Teams aufgeteilt worden und am Freitag Abend standen die Praesentationen der Teams an. Es wurde gesungen, getanzt und schauspielerisches Talent zum Besten gegeben!!! Natuerlich hatte jedes Team seine ganz persoenliche Flagge, selbstgemachte T-Shirts, Plakate usw.

Samstag Morgen begann fuer mich sehr frueh, der Wecker läutete um drei Uhr morgens, schnell aufgestandenm, machte ich mich bewaffnet mit Taschenlampe auf den Weg alles für die Aktivitäten der Kinder des Casa Asis zu dekorieren usw. Ich war dafür verantwortlich das Programm für die Kleinen zu gestalten und alles was eben noch dazugehört, sowie Dekoration, etc. zu organisieren. Zwei Mädels aus dem Año Familiar haben mir dabei geholfen.


Der gesamte Tag des Aniverserios wurde zum größten Erfolg und ich habe selten soviel lachenden, schreihende, vor Ehrgeiz und Energie strotzende Kindermassen erlebt, die mit voller Begeisterung Bäume erklimmen, durch Dreck roppen, auf Stelzen durch Schlamm stolzieren, beim Seilziehen in ein Wasserloch fallen usw.

Das Motto für diesen Tag lautete: Hauptsache dreckig werden und somit gab es die witzigsten und unterschiedlichsten Spiele, die die einzelnen Teams bewältigen mussten, um Punkte für den Sieg zu sammeln.


Mit den Kleinen badeten wir weniger im Dreck aber dafür kämpften wir mit selbstgemachten

Piñata, tanzten mit Luftballons um die Wette, ließen uns von der Hüpfburg in die Luft schleudern, bweisten unser Talent im Pantomime spielen und vieles, vieles mehr.


Kinder inklusive Tíos und Tías waren begeistert und so war ich dann auch froh, dass sich die Vorbereitungen gelohnt haben. Die Kleinen reisten am späten Nachmittag wieder ab und so hatte ich noch ein bisschen Zeit, um mich für die Party-Nacht hübsch zu machen.


Der Abend wurde zum gleichen Erfolg wie der bereits vergangene Tag. Tanzvorführungen, Gesangseinlagen, die Kürung der Sieger, gutes Essen, Kuchen und Disco bis Mitternacht.... wow, wow, wow kann ich da nur sagen. Emotionen die einem überwältigen prägten diesen Tag und ließen uns Volunteers schlussendlich vor Freude und Eifer bis zum absoluten Ende abtanzen. Ich bekam auch ein etwas Tanzunterricht von den Jungs und somit ließen wir den laaaangen Tag so gut ausklingen, wie er in der Früh mit der Messe begonnen hat.


Übrigens Nach der Messe um 6 Uhr am Morgen, haben wir alle gemeinsam das gut einstudierte Lied "We are the World" von Michael Jackson --- wir sangens auf Spanisch und dichteten es um auf "Somos amor, somos hermanos"--- zum Besten gegeben und lauthals unsre Stimmen zum Klang gebracht.

Schöner kann man so einen besondernen Tag, wo man wieder einmal richtig zu spüren bekommt, wie wichtig es ist eine Familie, ein Zuhause und Menschen, um sich zu haben, die einem lieben, und mit dir durch Dick und Dünn gehen, kaum beginnen. Schauts euch die Fotos an -- die sagen meeeeeehr als tausend Worte!!!!



Was war sonst noch so los im guten Monat Mai...wie schon erwähnt die Regenzeit hat eingesetzt und ich sags euch.... ich leb jetzt in einem grünen Paradies. Man hat fast zuschauen können, wie das Gras zu wachsen begann, Blumen zum Sprießen begonnen und sich einfach die gesamte Vegetation in saftiges Grün kleidet.

Die Luftfeuchtigkeit ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig, vor allem weil auch die Wäsche nur sehr langsam trocknet und das an sehr regenreichen Tagen etwas lästig ist.

Der Stromausfall, auch schon erwähnt ist eine weitere Sache und die Moskitos, Fliegen, Frösche, Riesenkröten müssen wir wohl ganz langsam als unsere Mitbewohner und Freunde akzeptieren +hihi+


Aja Nadine und ich waren in letzter Zeit nicht so gut beinandert. So wies aussieht haben sich lästige Parasiten in unseren Mägen und Darm eingenistet und so wurden wir für einige Zeit außer Gefecht gesetzt. Zum Glück hat sich alles wieder eingeränkt und wir fühlen uns beide wieder pumperlgsund +hehe+


Aja fast vergessen -- bei den nationalen Leichtathletikspielen in Managua waren wir dabei !!!!! Zwei von unseren Jungs haben sich bei den regionalen Spielen für Weitsprung, 400m und 800m-Lauf qualifiziert und durften so an den Spielen in Managua teilnehmen. Da ich ja ehemalige Leichtathletin bin +gg+ konnte ich mir dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Gerissen haben unsre Jungs zwar Nichts, aber wie heißt es so schön-- Hauptsache dabeisein und mitfiebern!!! Und das haben wir auch gemacht +hehe+


Es war richtig interessant Athleten aus ganz Nicaragua zu sehen zu bekommen und auch ein bisschen die Parallelen und Unterschiede zu Österreich zu sehen. Nach Erdpiste und alles andere als Tartanbahn bei den regionalen Spielen war ich begeistert ein Stadion anzutreffen, wies auch bei uns Gang und Gebe ist. Auch an den verschiedensten Disziplinen hat nichts gefehlt und es hat mir richtig getaugt unsre Jungs anzufeuern.


Tía Maria José mit Schwester und Kindern war auch mit von der Partie uns so hatten wir unseren Spaß. Da die Spiele zwei Tage dauerten bot uns Tía Maria José an bei ihr und ihrer Familie zu übernachten. Da wir die Familien aufgrund wiederholter Besuche schon etwas besser kennen war es super nett so auch einen Abend mit Zusammensitzen, Telenovela schauen usw. zu verbringen.


Die letzte Geschichte des Mais widme ich dem gerade vergangenen Wochenende.


Die Besteigung des Vulkans Masaya, der Markt von Masaya und das immer wieder schöne San Juan del Sur


Vulkan Masaya, der Markt von Masaya und das schoene San Juan del Sur


Freitag früh gings wieder zeitig los und wir machten uns auf den Weg nach Masaya. Dort erwartete uns schon Tío Justo, der in Masaya wohnt, und uns somit anbot uns auf der Erkundungstour des Vulkans zu begleiten. Der Vulkan Masaya ist noch aktiv und liegt in einem Nationalpark. Wir konnten es kaum erwarten den rauchenden Krater zu erreichen uns so machten wir uns mit guter Geschwindigkeit auf und ließen Meter für Meter hinter uns. Anfangs passierten wir grünsten Wald, der einem Dschungel glich, doch je weiter mir in Richtung Krater kamen um so weniger und trockener wurde die Vegetation und umso gashaltiger wurde die Luft.

Nach 6km Aufstieg hatten wir es geschafft und kamen in den Genuss einen Krater zu Gesicht zu bekommen, der raucht, dass einem weiß vor Augen wird! Wow ich sags euch, es war ein unglaublich cooles Gefühl am Rand des Kraters zu stehen und hunderte Meter in die Tiefe zu blicken. Leider konnten wir keine Lava sehen, da der Vulkan in der Regenzeit immer mehr Rauch von sich gibt, aber nichtsdestotrotz war dies ein einmaliges Erlebnis. Und so haben wir auch einen weiteren To Do Punkt auf unser "DAS-IST-ALLES-NOCH-ZU-TUN-LISTE" --- in der nächsten Trockenzeit wieder kommen, um auch die Lava zu sehen!

Da die Luft da oben sehr gashaltig war, verbrachten wir nicht allzu viel Zeit am Krater und machten uns somit wieder auf den Rückweg. Tío Justo erzählte uns einige Schwänke aus seinem Leben und wir hatten einen ziemlichen Spaß zu dritt. Für das nächste Mal sind wir auch schon zu ihm nach Hause eingeladen, um seine Familie kennenzulernen und eine "Cela" zu trinken ;)


Nach dem Naturerlebnis warfen wir uns ins Marktgetümmel von Masaya, wo uns auch schon Tinka, die holländische Voluntärin, erwartete. Der Markt von Masaya ist riiiiesig und man kann sich ganz schön schnell verlaufen, aber einfach einzigartig, hier bekommt man einfach alles, von Obst, Gemüse, Fleisch, Gewürzen, Kleidung, Schuhen, Spielzeig, Kosmetikartikel, Haarschneiden, bis Artesanía, der nicaraguanischen Handwerkskunst.


Wir ergatterten einige Schnäppchen und dann gings auch schon mit dem nächsten Bus ab nach San Juan del Sur, das ich ja doch schon sehr vermisst habe.

Nachdem wir einen Deal mit den Jungs im Hostel zu Wege brachten (Cesar, ein Surflehrer, der im Hostel "Arena Caliente" arbeitet, meinte: "Naja eigentlich sind wir ja voll mit Gästen, aber eben nur eigentlich!" Tinka, Nadine und ich schauten uns fragend an und er meinte weiter: "ich kann euch nur zwei Betten in meinem Zimmer für die erste Nacht anbieten!"...klar willigten wir ein), lotsen uns unsere leeren Wegen direkt zum nächsten Comedor und wir verspeisten Fisch, Avocado, Gallo Pinto und andere Köstlichkeiten.


Gut gestärkt gings zurück ins Hostel, wo wir uns mit den Jungs und Mädels, denen das Hostel g
ehört und einigen anderen Gästen im Wohnzimmer zusammensetzten und ein bisschen zu quatschen bevor wir uns ins Ausgehgetümmel von San Juan del Sur stürzten.


Ich zähl einfach ein paar Stichworte auf - Vollmondparty, Feuershow, Surfen in der Bucht von San Juan, Surfen am Playa Remanzo, Erkunden des Playas Tamarindo und der Pena Rota, dem Geheimnis von San Juan, wiedertreffen von vielen bekannten Gesichtern, gemütliches Zusammensitzen auf der Terasse, Tanzen zu lateinamerikanischen und Raggae Rhythmen und und und....

Das Wochenende war super ereignisreich und es war einfach so schön mal nur am Strand zu liegen, den Wellen zu lauschen, und vor allem Leute wiederzutreffen, die man schon von vorher kennt und ja sozusagen "Freunde zu machen" und viel, viel Spanisch zu quatschen. Mittlerweile sind wir nicht mehr die Touristen, die das erste Mal in ein neues Dorf kommen. Hier in San Juan geht man durch die Straßen und kennt die Leute, die hier leben. Wir hatten dieses Wochenende richtig viel Zeit Bekannte besser kennen zu lernen und einfach gemeinsam zu lachen, zusammenzusitzen, zu tanzen usw.


Wäre ja nicht San Juan wenn man nicht auch mit vielen Touristen aus den unterschiedlichsten Ländern ins Gespräch käme also, haben wir zwei weitere Dinge die, wir auf unsere schon erwähnten "DAS-IST-ALLES-NOCH-ZU-TUN-LISTE" hinzufügen müssen. Ein Trip nach New York, um Karim, den italienischen New Yorker und seinen Freund Andreas zu besuchen und mindestens zehn Tage in Panama zu verbringen, um mit Manuel tauchen zu gehen und zum anscheinend besten Raggea-Sound, den es gibt, abzutanzen +hehe+

Notiert ists mal, mal schaun was sich alles machen lässt.


Die Pläne, die doch etwas näher liegen, stehen schon für das nächste Descanso an--- und zwar mit Oskar, Ernesto, Androide, Federico und Co den Beginn der Fußballweltmeisterschaft zu feiern und mit den Jungs aus dem Hostel schnorcheln und fischen zu gehen und anschließend gemeinsam zu kochen .... jajaja so schön kanns sein.... nana so schön ist es!!!!!!!!!!!!!


Nach vier Wahnsinns-Tagen kehrten wir Montag Abend wieder auf die Insel nach Hause zurück und begannen heute, Dienstag mit viel gesammelter Energie wieder zu arbeiten und unseren Alltag hier zu leben.


Zum Thema Alltag gibts mehr im nächsten Blogeintrag, der sicher nicht so lange, wie dieser hier auf sich warten lässt.