Montag, 25. Januar 2010

Vulkanbesteigung, brüllende Affen und "Radltour extrem"

Guter Start ins Wochenende - Playa Santo Domingo und die Besteigung des Vulkans Maderas


Vier Tage frei (Freitag früh bis Montag Abend) natürlich schönes, sonniges, warmes Wetter in Aussicht, Energie in den Gliedern, viele Ideen im Kopf, Rucksack gepackt und schon konnte die erste richtige Erkundungstour der Isla Ometepe beginnen.
Freitag Vormittag nach dem Frühstück machten Nadine und ich uns auf den Weg. Da wir schon nach einiger Zeit feststellen mussten, dass uns die Busse dieses Morgens nicht gut gesinnt waren und sich einfach kein fahrbarer Untersatz blicken ließ, beschlossen wir das erste Stück der Hauptstraße in Richtung Vulkan Madera zu Fuß zurückzulegen. Außerdem wollte Nadine ja unbedingt den Tamarindo-Baum finden, den ihr die Kinder bei unserem letzten Ausflug ins Naturreservat, Strand Chaco Verde gezeigt haben.

Tamarindo ist eine ca 15-20 cm lange fingerdicke Frucht, besteht aus einer wie bohnenartigen braunen leicht brechbaren Hülse. Im Inneren befindet sich ein bräunlich bis schwarzrotes Fruchtfleisch mit ca 1 cm großen Kernen. Das Fruchtfleisch ist recht klebrig und weich und hat einen ganz besonderen Geschmack, leicht bitter aber auch süßlich-sauer. Sehr zum Empfehlen. Jedensfalls würde an der Hauptstraße an der wir entlangspaziert sind ein solcher Baum stehen, nur leider haben wir ihn nicht gefunden. So musste die Tamarindo Frucht auf sich warten lassen. Nach ein paar Kilometern Fußmarsch erreichten wir den nächsten kleinen Ort, namens San Jose. Da uns der Hunger nach Obst zu plagen begann deckten wir uns mit Melone, Bananen und Tomaten ein und machten eine kurze Pause, um zu Jausnen. Da leider noch immer kein Bus in Sicht war. (das Bussystem funktioniert eigentlich sehr gut hier, man kann ein und aussteigen wann man möchte, muss dem Busfahrer nur zuwinken und der Preis ist wirklich sehr niedrig, man muss nur bedenken, dass es keinen Busplan gibt und keiner weiß, wann die Busse kommen oder eben auch nicht)

Als wir gerade mit dem Autostoppen beginnen wollten, tauchte in der Ferne ein großes gelbes Gefährt auf und entpuppte sich als der Bus, den wir schon sehnsüchtigst erwartet haben. Wir fuhren bis ins nächste Dorf und ab dort gings dann wieder zu Fuß weiter. Wir konnten auf dem ca. einstündigen Fußmarsch durchs Hinterland viele Eindrücke des einfachen Landlebens der außerordnlich freundlichen Inselbewohner bekommen. Wurden von allen Leuten, egal ob Alt oder Jung, herzlich gegrüßt und angelächelt. Als wir nach einiger Zeit einen Fluss, Bach erreichten, der berühmt für sein außerordentlich klares Wasser ist, machten wir eine nette Bekanntschaft mit Kindern, die sich gerade beim Herumtoben und Planschen im Wasser vergnügten, während ihre Mütter die Kleider direkt im Fluss wuschen.

Weiter gings auf der Landstraße, es wurde von Minute zu Minute deutlich wärmer oder heißer, um es besser zu beschreiben, und wir konnten nicht einschätzen, wie lang wir noch bis zu unserem Ziel (Playa Santa Domingo bzw. dem Vulkan Maderas) brauchen würden.
So wie es das Schicksal gut mit uns meinte, dauerte es nicht lange bis ein Truck mit einem sehr freundlichen Fahrer neben uns anhielt und uns fragte, ob wir nicht eine Mitfahrgelegenheit bräuchten. Natürlich nahmen wir das Angebot gerne an. So ging die Reise auf der Ladefläche des Trucks weiter. War zwar deutlich weniger schweißtreibend als der Fußmarsch, jedoch wurden wir mit unseren Rucksäcken ganz schön durchgeschüttelt +gg+
Man bedenke die Straßenverhältnisse -- Asphalt gibts nicht, wenn nur für ein paar Meter und dann sehr zerklüftet, ansonsten viele kleine bis sehr große Steine, Geröll, Sand und des öfteren Hunde, Hühner, Schweine oder Kühe die einem den Weg queren.

Der Truck brachte uns bis zur Finca Magdalena, unserer Unterkunft für dieses Wochenende. Die Finca liegt am Fuße des Vulkanes Maderas, ist sowas wie eine Farm oder ein Landgut mit 360 ha Grund. Sie bauen Kaffee, Platanós (Kochbananen), Reis, Bohnen, Mais etc. an, produzieren Honig und Milch und bieten zudem Gästen Übernachtungsmöglichkeit, Verpflegung, Vulkantouren und ein romantisches, einfach-ländliches Ambiente direkt am Fußes des Vulkanes. Geschlafen wird in Zwei bis- Mehrbettzimmern, gegessen im hauseigenen Restaurant und gechillt in den Hängematten auf der Terasse, von wo man eine wunderschöne Aussicht über den See und den zweiten Vulkan der Insel -- Vulkan Concepción -- hat. (Übernachtungspreis drei Dollar)

So richteten wir uns in unserem Wochenenddomizil ein, reservierten noch gleich einen Platz für Simon (Schweiz), Oskar und Andi (Graz) und Sarah (Neuseeland). Die Jungs hab ich schon in San Juan del Sur kennengelernt und ausgemacht, dass wir uns für ihr letztes Wochenende in Nicaragua auf der Insel treffen. Sie kamen auch gleich mal nach uns an, wir schnappten uns die Badesachen und fuhren zum nahegelegen Strand -- Playa Santa Domingo -- Verbrachten einen schönen gemütlichen Nachmittag, chillten in der Sonne, genossen das kühle Nass und quatschten über Gott und die Welt. Simon stoß durch guten Zufall auch bald zu uns und so waren wir komplett.
Am Abend wurde noch zusammengesessen, gegessen und nicht allzu spät ins Bett gegangen.

Samstag -- Vulkanbesteigung des Vulkans Maderas (1394 m), hatten so von der Finca aus 1200 auf ca 5 km zurückzulegen.
Um halb 8 starteten wir nach reichlichem Frühstück mit einer Gruppe von sieben Leuten inklusive guia (Bergführer), namens Abel unsere Tour. Aufwärts in knapp 4 Stunden über Stock und Stein durch den Urwald- so könnte man es am besten beschreiben.

(an dieser Stelle möchte ich eine kurze Beschreibung Abels hinzufügen, ca. 25 Jahre alt, arbeitet seit über 2 Jahren auf der Finka und geht 5 bis 6 Mal pro Woche mit Touristen auf den Vulkan, wir brauchten für eine Strecke knapp 4 Stunden, er rennt die den gesamten Weg- also rauf und runter in insgesamt 4 Stunden; und da will jemand behaupten, dass an dem guten Bursch kein Leistungssportler verloren geht +gg+ allein wie man diese Strecke rennen kann, ist mir ein Rätsel)

Der Vulkan ist inaktiv und bis zur Spitze bzw. bis zum Krater hin vollkommen bewaldet. So bot sich während der Tour eine traumhafte, vielfältige Landschaft aus riesigen Bäumen, Lianen, Kaffee- und Kakaopflanzen, verschiedensten anderen Naturschönheiten uuuuund brüllenden Affen, außerdem Kolibris, einzigartigen Vögeln, verschiedensten Fröschen, etc.
Der Weg zog sich als schmaler Pfad den Vulkan hinauf und je weiter man nach oben kam umso matschiger wurde es. Der Wald ist sehr dicht, es entsteht eine hohe Feuchtigkeit und somit war auch der Boden davon betroffen. Man musste richtig gut aufpassen, da es leicht passieren konnte einfach im Schlamm stecken zu bleiben, auszurutschen oder zu stolpern. Wow- es war ein langer Aufstieg, doch wir hatten jede Menge Spaß, lachten, waren regelrecht fasziniert von der Natur, konnten es kaum fassen, dass Oskar das Talent entwickelte gleich laut und grölend wie die Affen zu brüllen und waren dann schlussendlich glücklich und zufrieden die Spitze bzw. die Lagune- im Krater (Kratersee) mit Schlammgetränkten Schuhen zu erreichen.

Somit gönnten wir uns ein Bad in der Lagune. Dies stellte sich nach erstem Schritt ins Wasser als etwas schwierig heraus, da auch der See sehr viel Schlamm enthielt und man direkt einsank. So wurde ich den Dreck den ich beim Aufstieg am ganzen Körper gesammelt hatte erst recht nicht los. +haha+ Nach einer Weile Sonnenliegen und Jausnen macht wir uns auf den Abstieg anzugehen bzw. anzurutschen. Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen dass Schlamm und Matsch in Kombination mit vielen Steinen und Wurzeln und einer ziemlichen Steigung leicht dazu führen kann zu stolpern und vor allem auszurutschen. +hihihihi+ Wir legten alle samt einige bühnenreife Rutschpartien und Slides hin, natürlich zur gegenseitigen Unterhaltung +ggg+ Machte einfach nur Spaß und nach ca 3 Stunden erreichten wir erschöpft aber guter Dinge unsere Finca. Es war eine einmalige sehr unterhaltsame Tour und ich glaube wir hatten alle den größten Spaß dabei. -- So gings auf zum Schuhe putzen und Beine schruppen um den Dreck loszukriegen +hehe+

Am Sonntag unternahmen wir eine Extremradltour zum Naturswimmingpool -- Ojo de Agua -- extrem aus mehrern Gründen. Unsere Fahrräder könnte man eher aus Dratesel bezeichnen. Rein vom optischen her wirkten sie als recht alltagstaugliche Mountainbikes, zwar ohne Federgabel aber nagut, nur leider funktionierte weder Gangschaltung noch Bremse wirklich gut bzw. machte sich beides aus unerklärichen Grund teilweise selbstständig. Zudem glich die Straße, nein als Straße kann man es fast nicht bezeichnen, hab diese Begebenheiten eh schon vorher beschrieben, eher einer Downhillstrecke. Über einige Kilometer gings mit Gerumpel auf und ab bis wir Ojo de Agua erreichten.

Ojo de Agua besteht aus mehreren natürlichen Schwimmbecken, die an einer günstigen Breitstelle des klaren Flusses, den ich bereits am Anfang meines Eintrags beschrieben habe, entstanden. So ließen wir es uns gut gehen, entspannten unsre Beine, die durch die Vorbelastung der Vulkanbesteigung und der nachfolgenden Radltour schon eher erschöpft waren. Wir relaxten den gesamten Nachmittag und genossen die Zeit gemeinsam. Den Rückweg legten wir dann recht schnell zurück, es ging diesmal mehr abwärts, wie aufwärts. Zweimal hätte ich fast ein Huhn überfahren, da sich diese Tiere mir gerade extra in den Weg stellen mussten. Aber keine Angst ist nichts passiert. Ich drückte so fest ich konnte auf meine kaum funktionierende Bremse und legte ein gutes Ausweichmanöver hin ;)
Am Abend waren wir dann alle sehr geschafft, bestellten ausreichlich zu essen und ließen das Wochenende gemütlich ausklingen. Legten uns ins Freie unter den Sternenhimmel, hörten Musik und lauschten zusätzlich den immer noch brüllenden Affen, Vögeln, Grillen, etc.
War wieder ein sehr aufregender Tag, den ich wohl so schnell nicht vergessen werde.

Montags fuhren wir am Vormittag zurück nach NPH, verabschiedeten uns mit Wehmut von Andi und Oskar (Simon reiste schon einen Tag zuvor ab) und kehrten nach Hause zurück.

War ein super ereignissreiches, wunderschönes und aufregendes Wochenende, das ich mit ganz lieben Menschen verbringen konnte. (zwinka @ Oskar, Andi und Simon, natürlich und vor allem auch an dich Nadine +hehe+)


Guter Ausklang des Wochenendes - Radltour zum Natur-Swimmingpool Ojo de Agua


Viele Bussis an alle

eure Verena

Donnerstag, 21. Januar 2010

Eine Woche als Tía und mein Geburtstag

Bereits am Sonntag wurden wir neuen Volunteers von Tini unserer guten Seele und zugleich Koordinatorin zu unseren Sektionen zugeteilt um die kommenenden Tage als Tío bzw. Tía zu verbringen. Zur kurzen Erklärung: die Kinder hier leben wie in größeren Wohnungseinheiten jeweils zu 6 bis 12 Kindern zusammen und werden von zwei "Onkeln oder auch Tanten" betreut. Zusätzlich zu unserer Arbeit im Kinderheim (egal ob Lehrer oder Therapeut) ist jeder Voluntär zu einer solcher Sektion zugeteilt um einfach noch mehr Zeit mit einer kleinern Gruppe von Kindern zu verbringen. Dadurch da jetzt ja noch Ferien sind und wir mit unserer richtigen Arbeit noch nicht gestartet haben, eigenete sich diese Woche perfekt um ein paar Einführungstage als Tío/Tía zu machen um einen Einblick in die Arbeit der hier Angestellten zu bekommen und vor allem viel Zeit mit den Kindern zu verbringen und sie möglichst gut kennenzulernen.
Ich bin in der Sektion namens Corazón de Oro. Dort leben nur vier Kinder, da diese Kinder als die "Especiales" gelten. Sind alle vier entwicklungsverzögert und verhaltensauffällig, also nicht so einfach und deshalb nur zu viert. Sind vier Jungs im Alter von 9 bis 12 (Roberto, Carlitos, Bryan, Bryan). Wie gesagt sie haben sehr viel Energie, brauchen viel Aufmerksamkeit und scheinen oft nie zur Ruhe zu kommen, sind ständig auf Trab und finden oft Dinge um die sie sich streiten müssen +g+ Hab sie trotzdem oder gerade deshalb schon sehr in mein Herz geschlossen, sehr viel Zeit mit ihnen verbracht und auch ihre vielen guten und lieben Seiten kennengelernt. Für mich ists perfekt, dass ich in dieser Sektion gelandet bin, da ich mit den vieren auch in der Therapie arbeiten werde und so schon im Vorhinein die Möglichkeit hab viel über sie zu erfahren. Mein Tag begann in der vergangen Woche immer um 7 Uhr in der Sektion, gingen zuerst zur großen Küche um die Medikamente der Kinder zu holen, anschließend wurde geputzt, aufgeräumt, und bis 9 Uhr die Zeit mit Spielen verbracht, 9 Uhr Frühstück, anschließend wieder Spielen, Zeichnen, Basteln usw bis zum Mittagessen um 1 Nachmittags nochmals Putzen und wieder Aktivitäten bis 6 vorher nochmal Ordnung machen Abendessen und den Abend ausklingen lassen mit Geschichten vorlesen, Video schauen, usw. Zum Schluss noch ein GuteNachtLied- kann noch keins auf Spanisch deshalb musste das klassische "Schlafkindleinschlaf" herhalten, aber meine Kinder habens gemocht. +hehe+ Am Dienstag verbrachten wir den gesamten Tag am Strand namens Chaquo Verde, liegt in einem Naturreservat ca. eine Stunde Fußmarsch von unserem Zentrum entfernt. Brachen gleich nach dem Frühstück auf, zu Mittag kam das Essen per Transporter und am Abend gings zu Fuß wieder nach Hause...viel Sonne, Wasser, Slacklinen (wers schafft eine Länge zu gehen bekommt eine Schoko, diese Motivation fruchtete sehr und die Kinder entwickelnten sagenhafte Techniken die Slackline zu überqueren +hehe+)und Spiele den ganzen Tag. War super, doch am Abend bin ich dann regelrecht ins Bett gefallen.

Nun noch zu meinen Geburtstag und der Nica-Eier-Tradition. In Nicaragua gibts die Tradition, dass man zu seinem Geburtstag mit Eiern auf dem Kopf beschenkt wird. Diese müssen so richtig schön auf dem Kopf zerbrochen und am besten noch mit dem Haar eingerieben werden. Eigentlich gebühren einem so viele Eier, wie man Jahre alt wird und sie sollen Glück bringen. Bin bereits am Vorabend meines Geburtstags mit zwei Einer meiner lieber Mitbewohnern beschenkt worden, da ich ja zwecks Zeitunterschied hier auch schon am 18. Geburtstag hatte und am nächsten Tag gings dann so ähnlich weiter. Die Kinder hatten eine große Freude mit mir. Ich bekam insgesamt eh nur 5 oder 6 Eier und einen Cocktail aus Eiern, Wasser, Dreck, Haargel, Glitzergel und sonst noch guten Dingen über den Kopf geschüttet doch es war genug +gg+ Weggelaufen bin ich an diesem Tag auch zu Genüge, da ich mich ja nicht immer gleich ergeben hab, doch wenn dann fünf Kinder auf einem zustürmen, mah halb gefesselt wird, hatt man doch nicht wirklich viel Chancen zu bekommen. Bin des öfterne duschen, Haare waschen und Kleidung wecchseln gegangen, doch auch ich hatte meinen Spaß dabei, ist doch eine sehr lustige Tradition. Außderdem um es nicht zu vergessen, haben mir die Jungs in der Früh (da ich ja im Haus der Jungs meine Sektion hab, esse ich auch immer nur unter lauter Jungs) ein Geburtstaglied vorgesungen und mich ausgiebig umarmt. Umarmungen, Glückwünsche und sonstige liebe Worte habe ich den gesamten Tag erhalten und haben somit meinen Geburtstag zu einem super unvergesslichen Tag gemacht. Freu mich schon auf nächstes Jahr, mal schauen wie viel Eier es dann werden (da bin ich ja auch noch da +hehe+)

Ab morgen gehts in mein erstes langes Wochendende --- 4 Tage, es startet jetzt der normale Rhythmus mit 10 Tagen arbeiten und 4 Tagen frei. Wir sind Volunteersmäßig in zwei Gruppen geteilt und ich bin Teil der glücklichen Gruppe die mit dem descanso starten darf +hehe+
Nadine und ich werden für die kommenden vier Tage auf der Insel bleiben, einen Volkan besteigen, Kayak fahren und reiten gehen, Wasserfälle besichtigen und Sonnenuntergänge am Strand genießen. Außerdem kommen unsere Freunde aus Graz und aus der Schweiz (die ich aus San Juan kenn) udn wir werden vorraussichtlich das Wochenende gemeinsam verbringen, wird also sicher super genial und freu mich schon drauf.

Meld mich mit weiteren Berichten und höchstwahrscheinlich vielen Fotos nächste Woche nach meinem Descanso.

un besito y muchos abrazos
verena

Jinotepe und ein Wochenende in San Juan

Jetzt folgt erst mal der Bericht zum letzten Fotoalbum und zur Woche davor. Bin ein bisschen im Rückstand, da ich oft einfach nicht die Zeit finde für längere Zeit vorm PC zu sitzen und zu tippen,perdón. ;)

Letzte Woche war nicht sehr erfreulich für mich, weils mir gesundheitlich ziemlich schlecht ging. Fing mir eine Infektion im Urogenitaltrakt inkl. Nierenbeckenentzündung ein, hatte viel Fieber, Choliken im Rücken- und Bauchraum, schlimme Kopfschmerzen und war mehrere Tage außer Gefecht gesetzt. Konnte mich ja gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte mal so richtig krank war und vor allem Fieber hatte. Die Hitze hier machte meinen Zustand dann noch ein bisschen unerträglicher...wurde aber medizinisch gut versorgt, habe aus der hauseigenen Klinik Antibiotikum bekommen und bin zur weiteren Abklärung ins nächste "größere" Krankenhaus gefahten, bin mit noch mehr Medizin eingedeckt worden und konnte mich so nicht beklagen. Gegen Ende der Woche wurde es zum Glück besser und ich konnte mit den Kindern am Donnerstag nach Jinotepe fahren. Jinotepe liegt am Festland, etwas weiter nördlich, wenn mans mit der Insel vergleicht und dort ensteht gerade das neue Areal von NPH Nicaragua. Da ja das Leben auf der Insel nicht das sicherste ist (aufgrund des immer noch aktiven Vulkans) soll das ganze Heim dort hin übersiedelt werden. Geplant ist es bis so in zwei Jahren, und mittlerweile stehen schon Häuser für etwa 40 Kinder, Schule und Krankenhaus. Ein Teil der Kinder lebt eben auch schon dort (zum Großteil die Älteren die die escuela secundaria besuchen) und deshalb war es eine große Freude für alle dass wir sie besuchen konnten. Nach langer Anreise +gg+ (auf einem Anhäger gezogen von einem Traktor zum Hafen, eine Stunde mit dem Schiff, im amerkiansichen Schulbus weitere eineinhalb Stunden) waren wir alle froh gegen Mittag angekommen zu sein und gleich gings ab in die Messe +gg+
Ist hier sehr üblich und ich muss sagen in dem Rahmen in dem es hier stattfindet gefällts mir auch gut, haben dann auch für die Opfer in Haiti gebetet unter denen auch ein Bruder einer Voluntärin und eine Voluntärin aus der USA des Kinderheims von NPH in Haiti sind. Ziemlich schlimm die ganze Sache, ich krieg zwar hier nicht so viel aus den Medien mit da die Katastrophe hier nicht überwiegend publik gemacht wird, doch habe natürlich viel im Internet nachgelesen, ist ja nicht gerade weit weg von mir....

Der restliche Tag verlief für mich mit Schlafen, da ich wieder ziemliche Kopfschmerzen bekam und es mir wieder schlechter ging jedoch die Kinder hatten sehr viel Spaß beim gemeinsamen Spielen, Grillen usw. Am Abend gings mir besser und ich konnte doch noch ein paar Stunden mit den Kindern verbringen und eine neue Gesichter von Jinotepe kennenlernen. Pinata gabs dann auch noch und die Kinder waren ganz aus dem Häuschen, Pinatas sind große Figuren aus Karton (Bären, Dinos, Hello Kitty, ganz egal gibts in allen Variationen) die vollgefüllt mit Süßigkeiten sind. Traditionell gibts das in Nica an Kindergeburtstagen oder sonstigen Festlichkeiten. Auf alle Fälle werden diese Figuren auf einem Strick aufgehängt und das Ziel ist es jetzt mit einem Stock diese Dinger zu erschlagen um die Süßigkeiten zu "befreien". Kann man sich vorstellen, dass die Kinder da ganz heiß drauf sind. Ich hab natürlich probieren dürfen und dann gleich beim zweiten Mal den ganzen Dino heruntergeschlagen. Wie auf Knopfdruck sind ca 50 kinder auf diese Figur draufgesprungen und haben sich um die Süßigkeiten gerungen. Sehr lustiges Bild +hehe+
Nach einer Nacht im Matratzenlagen mit den anderen Volunteers gings dann für Freitag und Samstag nach San Juan del Sur "erstes Volunteerwochenende"
Hatte irgendwie das Gefühl nach Hause zu kommen +hehe+ Hab gleich meine Gastfamilie besucht, die sich sehr gefreut haben, ihnen viel von meiner bisherigen Zeit auf der Insel erzählt usw.
Haben zwei super schöne Tage verbracht, konnte Nadine und den anderen meinen Lieblingsstrand, meine Lieblingsbar zeigen, sind so richtig gut essen gegangen und haben gscheit Party gemacht. Außerdem habich meine Freunde aus Graz, USA usw von voher wieder getroffen, wieder neue Leute kiennengelernt und die Zeit so richtig genossen. Zum Surfen bin ich leider nicht gekommen, da ich es für besser hielt mich etwas auszuruhen um nicht wieder einen Krankheitsschub zu bekommen. Waren super die zwei Tage in San Juan und freu mich schon ziemlich drauf wenn ich das nächste Mal wieder hinkomme, wird das kommende Jahr sicher noch sehr oft der Fall sein :D

Sonntag, 17. Januar 2010

fotooos

Ausflug nach Jinotepe und ein Wochenende in San Juan (gemeinsam mit allen Voluntären)


Berichterstattung folgt bald....erstmals Fotos

...Jinotepe und ein Wochenende in San Juan


Hasta luego :)

Freitag, 8. Januar 2010

Ein Tanzabend voller Emotionen

Talenteshow - war das Motto des gestrigen Abends und ja Talent haben die Kinder hier alle- vor allem fürs Tanzen +hehe+
Damit wir Volunteers nicht ganz unwissend zu so einem Abend erscheinen, haben uns ein paar der älteren Jungs (Mario, Viktor, Samuel und Aaron) angeboten einen typischen Nica Folklore Tanz zu beizubringen um dann eine Choreographie zu präsentieren. Wir Neuankömmlinge waren sofort Feuer und Flamme und wir trainierten hart um Cumbia-Polka zu lernen. Wir erwiesen uns als sehr lernfreudig und die Jungs hatten ihren Spaß mit uns. Zur Generalprobe kleidete uns Mario ganz traditionell mit langen violett, orangen, gelben Röcken, Oberteilen mit Rüschen und Schals ein, die Jungs bekamen Hemden in der selben Farbe und Hüte.

So waren wir bestens vorbereitet für den Abend. Den Beginn der Talenteshow machten Roberto und Carlito die gekonnt ihre Michael Jackson und HipHop Moves präsentierten. Nach weiteren drei Tanzvorstellungen waren dann endlich wir an der Reihe.
Zu 10. marschierten wir ein, natürlich alle in gleichen Outfit, Zöpfen und Blumen im Haar. Die Kinder kreischten, applaudierten und kriegten sich kaum mehr ein, vor allem als wir dann zur Live Musik von Jose Antonio mit seiner Marimba und Gitarrenbegleitung zu tanzen begannen. Es war einfach ein super Gefühl vor den ganzen lachenden begeisterten Kindern zu performen +hehe+ und ich glaub wir haben das ganz gut gemacht!!!!

Den restlichen Abend wurde weiter getanzt, Fotos, Fotos und noch mehr Fotos wurden geschossen bis wir dann alle sehr müde waren und zufrieden nach Hause marschierten!!

Ich bin so fasziniert von den Kindern, ihrer Lebensfreude, Freundlichkeit und Frohsinn und vor allem dass ich es noch mal erwähne ihrer Fähigkeit sich zur Musik zu bewegen. Es heißt schon mal was wenn mir ein zehnjähriger Junge beibringt Merengue zu tanzen +hihihihi+


Ein Tanzabend voller Emotionen


Hasta luego

abrazos verena

Donnerstag, 7. Januar 2010

Ankunft auf der Insel

Ankunft auf der Insel



Mit vielen schönen Erinnerungen machte ich mich so am 4. Jänner gegen Mittag auf die Reise nach Rivas um dort Tini zu treffen und Nadine von der Bushaltestelle abzuholen. Ich freute mich so richtig sie endlich wieder zu sehen. Mit zwei weiteren Voluntären aus Chicago und samt viel Gepäck fuhren wir am Nachmittag per Schiff in unsere neue Heimat. Einem Naturjuwel namens Isla Ometepe. Wahnsinn wie schön die Landschaft hier ist, ich war schon überwältigt als ich an Board stand, der Vulkan immer näher kam und ich die vielen Palmen am Ufer der Insel erblicken konnte.

Mit dem Auto gings dann weiter in das Zentrum von NPH, ca. 5km entfernt vom Hafen. Ist wirklich ein sehr großes Areal, hab ich mir gar nicht so riesig vorgestellt. Die Häuser der Kinder, die Schule, die Büros, die Klinik, das Haus der Direktoren, der Hühnerstall, die Bananenplantage und unser Voluntärshaus eingesäumt von weiten Wiesen, vielen Bäumen usw. (die Fotos die ich bald online stellen wird werden dies gut wiederspiegeln ;))

Wir neuen Voluntäre (Nadine, ich, Megan und Ryan aus Chicago und Verena aus Deutschland) wurden am ersten Abend sehr herzlich von den Kindern mit einer Tanzvorstellung begrüßt, ausgiebig umarmt und somit gebührend willkommen geheißen.
Im Moment sind von den eigentlich über 300 Kindern nur 60 da, da die anderen auf Urlaub oder bei ihren Eltern sind. Die Kinder haben hier bis Ende Jänner Ferien und deswegen startet für mich mein Volunteerjahr auch sehr gemütlich. Das erste Monat steht somit unter dem Motto die Kinder kennenzulernen, gemeinsam zu spielen, Ausflüge zu machen und einfach viel Zeit miteinander zu verbringen!

Gestern machten wir alle gemeinsam einen Ausflug zum nahegelegenen Vulkanstrand (schwarzer Sand). Den Vormittag verbrachten wir gemeinsam mit Tini um mehr über unsere Aufgaben, das Leben mit den Kindern in dieser großen Institution zu erfahren usw. Zu Mittag wurde dann gegrillt, außerdem packten Nadine und ich unsere Slacklines aus, wir gingen schwimmen, spielten Fußball, Frisbee, … Es war ein super schöner Tag, und es ist arg wie schnell man diese Kinder ins Herz schließt. Zurück fuhren wir dann wieder in unserem eigenen gelben AmiSchulbus in dem wir wirklich alle Platz fanden. Der Abend verlief dann sehr gemütlich, aßen gemeinsam (die Essenstische sind alle im Freien) und danach schauten wir uns noch ein Video an.

Am folgenden Tag bekamen wir Volunteer-Mädels die Ehre den Tanz Cumbia-Polka zu lernen. Die älteren Burschen weihten uns in die Kunst einer der traditionellen Tänze Nicaraguas ein. Das hatte natürlich einen bestimmten Grund +hehe+ Heute Abend findet eine Talente Show statt und die Jungs wollen gemeinsam mit uns diesen Tanz präsentieren. Haben schon fleißig trainiert und ich glaub das wird heut großer Spaß.
Sodala das wärs mal fürs erste, melde mich bald wieder, soweit der Strom nicht allzu oft und lange ausfällt 

Abrazos
Verena

Dienstag, 5. Januar 2010

Weihnachten, Silvester und die letzten Tage in San Juan

Weihnachten unter Palmen bei über 30 Grad war schon irgendwie ein komisches Gefühl, trotzdem war es eine sehr schöne Feier und anschließend Fiesta in der ganzen Stadt, weil das hier so üblich ist ;) Um ca. 18:00 gabs das erste Mal Essen >>Nacatamal<<, ist ein typisches Gericht, das man hier zu Weihnachten und Silvester isst. So um 22:00 sind Johanna, Sandra und Miguel, Lucia (Großeltern) und ich in die Kirche gegangen. Der generelle Ablauf einer Messe ist sehr ähnlich wie bei uns zu Hause, mit dem kleinen Unterschied, dass hier in allem und jedem mehr Emotion steckt. Der Pfarrer spricht mit einer Leidenschaft, die einem so richtig ansteckt und wenn gesungen wird, steht jeder auf, man gibt sich die Hände tanzt und die Kirche entwickelt sich zu einem kleinen Festsaal :D Nach der Messe fand sich nochmal die ganze Familie (inkl. Cousinen und Cousins aus Managua) ein und wir übergaben kleine Geschenke, die wir am Nachmittag noch besorgt hatten, Anschließend aßen wir ein zweites Mal uns so waren wir drei Mädels gut gestärkt ums so richtig krachen zu lassen. Mit dem so richtig krachen lassen wars dann so um 2 uhr vorbei, weil wieder einmal Stromausfall war. +gg+ Alles halb so wild, wir saßen in meiner Lieblingsbar >>el Pier<<>

Nelson und Christian sind ziemlich gute Surfer und so konnte ich einiges von ihnen lernen. Ich befand mich während der letzte Woche in San Juan del Sur sehr viel im Wasser +gg+ natürlich inklusive eines Surfboards - und ja ich glaub so schlecht bin ich gar nicht mehr +hihi+. Hab jedenfalls schon Komplimente bekommen :D

Zu Silvester- zuerst feierte ich wieder gemeinsam mit meiner Familie und anschließend traf ich mich mit der ganzen Sippe inklusive vielen anderen Leuten, klapperten ein paar Lokale ab und landeten schlussendlich wieder im Pier da dort eine ganz besondere Party anstand. Nelson und Christian, die sich zu Hause auch als Djs tätig sind haben die Möglichkeit bekommen aus der Silvesternacht ihre persönliche Danceparty zu machen. So wurde es eine sehr tanzreiche, lustige, unterhaltsame Nacht und ich kam erst früh am Morgen nach Hause. . . . Ausgeschlafen wurde nur bis 11 Uhr da ich den guten Wasserstand und die großen Wellen ausnutzen musste und so die Gelegenheit ergriff um wieder zum Playa Madera zu fahren.

Die letzten Tage in San Juan und somit die ersten Tage des neuen Jahres verliefen ähnlich, Schule, Surfen, Fischen (ein zweites Mal) und Ausgehen. Außerdem konnte ich speziell in der letzten Woche fast jeden Tag ein gratis Eis abstauben. Norma eine Tante meiner Familie und gleichzeitig die Inhaberin der Eisdiele >>Eskimo<<>

Slacklinen am Strand entpuppte sich zu einer Attraktion und zu einem sehr guten Mittel neue Leute kennenzulernen. Sie waren alle durchaus begeistert von dem Balancierseil +g+ und auch die Kinder, die den ganzen Tag am Strand Schmuck und Keramik verkaufen hatten ihre Freude damit.

So ging meine Zeit in San Juan del Sur zu Ende, ich tauschte noch viele email Adressen und Facebooknamen aus und die Verabschiedung stand an. Fiel mir ehrlich gesagt nicht leicht, da ich in einigen Leuten Freunde gefunden habe und auch meine Familie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Auch mit ihnen habe ich die Telefonnummern ausgetauscht uns sie haben gemeint, dass wenns mir mal schlecht geht, ich krank bin oder ich sie einfach nur mal besuchen gehen möchte, soll ich mich melden, sie haben immer einen Platz für mich frei.


Hasta luego

der Bericht über meine Ankunft auf der Insel folgt :)




Surfen, Surfen, Surfen


Navidad, Ano Nuevo y los ultimos dias en San Juan

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Fischen muss gekonnt sein, surfen auch +hehe+

Fischen muss gekonnt sein, surfen auch +hehe+

Dienstag Nachmittag fuhr ich mit Tiffany, Kim, Sven dem kleinen Alan (Sohn der Direktorin der Sprachschule) seinem Vater, der auch Alan heißt (das ist hier sehr oft der Fall, dass die Söhne nach den Vätern oder Großvätern benannt werden), und dem Besitzers einer poté (Boot) gerüstet mit zwei Angeln und Plasikfischen als Köder weit aufs Meer hinaus und entlang der Küste in Richtung Süden. Während der recht langen sehr angenehmen Fahrt (man konnte so richtig gut sonnelen +gg+) warfen wir bereits schon die Köder aus. Wir wechselten mit dem Halten der Angel jeweils ab. Zum dem Zeitpunkt, konnte ich mir nicht vorstellen, dass wir irgendetwas fangen würden.

Nach ca. einer halben Stunde fahrt wurde das Boot langsamer und ich konnte schon in der Ferne Möven und Pelikane über dem Wasser kreisen sehn. Außerdem erschien die Oberfläche des Meeres sehr unruhig, unruhig deshalb weil tausende von Fischen immer wieder einen Delfinsprung hinlegten. Ich konnte es gar nicht so schnell fassen was ich da für eine Show geboten bekam als bei Kim schon der erste Fisch anbiss. Plötzlich bog sich die Angel durch und Kim hatte sehr zu kämpfen die Leine einzuziehen +gg+ Wir sprangen am Boot herum und feuerten Kim an. Zum Schluss hin kam ihr Alan senior zur Hilfe und das erste Erfolgsfoto konnte geschossen werden.

Das gleiche Spektakel wiederholte sich im Zeitfenster von ca. eineinhalb Stunden noch 10mal von denen wir sieben mal erfolgreich fischten. Zweimal entwischte der Fisch wieder und einmal riss sogar das Nylon. Natürlich hab auch ich einen sehr großen Tunfisch geangelt ;)

Im Sonnenuntergang gings dann zurück in den Hafen von San Juan und waren doch alle sehr stolz auf unseren Fang. Meine Gastoma hat sich sehr gefreut als ich mit dem Fisch in der Hand an die Küchentür klopfte und legte ihn gleich auf Eis um ihn am Mittwoch zum Essen zu servieren (hat natürlich hervorragend geschmeckt ;))

Nach dem aufregenden Nachmittag verbracht e ich mit Johanna, Sandra und vielen anderen Leuten einen sehr unterhaltsamen Abend. Waren zum Abendessen bei ein paar Franzosen, die wir am Abend zuvor kennenlernten, zum Barbeque eingeladen. Sie haben hier in San Juan ein ganzes Haus gemietet um für ein paar Monate Urlaub zu machen. Noch von der Partie waren zwei Burschen aus Kanada, ein Mädel aus Holland und ein Nicaboy inklusive Johanna und Sandra aus Schweden und mir aus Österreich eine sehr internationale Runde. Gequatscht wurde in sämtlichen Sprachen was von außen betrachtet sehr amüsant wirken musste. Mit sehr gutem Essen versorgte uns René und wir wurden alle reichlich satt. (Atun, Kartoffel, Jucca und Karotten, Zuchini usw.)

Anschließend machten wir uns alle auf dem Weg an die Strandpromenade zu den Bars, wo wir noch ausgiebig das Tanzbein schwingen konnten.

Gestern Nachmittag stand mein zweiter Surfnachmittag an. Johanna und ich vereinbarten einen guten Preis mit einem lokalen Taxifahrer (die Surfschulen fahren mit ihren Shuttle meistens schon am Vormittag los) und fuhren zum Playa Madera. Wir deckten uns gleich mit Surfbrettern ein und diskutierten noch kurz darüber, dass es eig schon gut wär wenn uns jemand die wichtigsten Details zur Technik des Surfens nochmal erklären würd. Und da nahte schon die Rettung, +gg+ Wir erblickten die franz. Burschen und Mädels vom Vorabend inkl. Surfbrettern am Strand. Einige von ihnen surfen schon mehrere Jahre und sie boten gleich an uns Vorübungen zu zeigen und Tipps zu geben. Nach Trockentraining am Strand wagten wir uns ins Meer. Der Wind blies sehr stark und die Wellen schienen nahezu aus allen Richtungen zu kommen. Voller Ehrgeiz hechteten wir uns in die Wellen und siehe da wer hätte es geglaubt, es dauerte nicht lange bis ich das erste Mal so richtig gscheit in die optimale stehende Position kam und nicht so wie das letzte mal eher das Board mit mir fuhr sondern ich das Board dirigierte. Natürlich hats mich auch noch oft runtergeschmissen aber es hat zu meiner größten Zufriedenheit echt gut geklappt. Es ist schon ein ziemlich cooles Gefühl wenn man erst mal steht und mit einer ganz netten Geschwindigkeit in Richtung Strand surft. Wow ich glaub jetzt hat mich der Ehrgeiz erst recht gepackt, noch viel viel mehr zu lernen. +hehe+ Hab sogar ein paar Komplimente meines inoffiziellen Surflehrers eingeheimst ;) Johanna war auch sehr erfolgreich und so surften wir so lange bis die Sonne schlussendlich über dem Meer verschwand.

Ein sehr aufregender, anstrengender Nachmittag ging zu Ende und wir kamen mit großen Hunger nach San Juan zurück.

Wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und friert nicht zu fest, ich schwitz hier bei über dreißig Grad und heute nahezu keinem Wind!!!!

Bericht über das Weihnachtsfest kommt natürlich demnächst ;)

Also FELIZ NAVIDAD !!!!!!!!!!!!!

Eure Verena

Samstag, 19. Dezember 2009

http://picasaweb.google.com/hacklverena ..... sodala da funktionierts jetzt wirklich, habs leider noch nicht geschafft das Fotoalbum direkt am Blog zu verlinken ... hasta luego ... bald gibts den nächsten bericht ;)

Fotoooos

link für die Fotos ----> http://picasaweb.google.com/home

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Von den Schildkröteneiern, Pferden und sonnigen Stunden am Strand

Endlich find ich die Zeit mich wieder bei euch zu melden. Habe mich mittlerweile ziemlich gut eingelebt. Mein spanisch wird von Tag zu Tag besser und ich fühl mich so richtig wohl. An das Klima habe ich mich auch schon gewöhnt bis auf die Tatsache dass ich egal wann ich ins Bett gehe immer so um 6 Uhr aufwache. Ich glaub das liegt einerseits an den stätigen 30 und mehr Grad und andererseits daran, dass ich vom Kikeriki der Hähne und Bellen der Hunde aus der Umgebung geweckt werde. Ich finde dieses Erwachen am Morgen höchst angenehm +ggg+ So kann ich die Zeit von 6 Uhr bis zum Frühstück um halb 8 dazu nutzen noch meine Hü zu machen und a bissl zu lernen. Für die nächsten Tage habe ich mir fest vorgenommen in der Früh am Strand laufen zu gehen. Der Strand ist sehr breit und der Untergrund relativ stabil, also zum Laufen perkekt. Anschließend eine Runde schwimmen und der Tag kann beginnen. +hehe+

Nun zu den Schildkröten. Babyschildkröten konnte ich leider keine beobachten weil wir gerade zu der Zeit gekommen sind als die Schildkrötenmamas ihre Einer gelegt haben. Trotz fehlender Babys +gg+ ein super Erlebnis. Nach Einbruch der Dunkelheit sind Tini, Antonia (eine Voluntärin aus der Schweiz- Krankenschwester) und ich mit 5 andren chicos udn chicas mit einem Truck ins Naturreservat La Flor gefahren. Und man glaubt es kaum, da steig ich in den Truck ein, frag ganz brav auf spanisch wie die Leute heißen und woher sie kommen, und ein ca 45 Jähriger Mann meint auf einmal "kannsch ruhig deitsch mit mia reden" +gg+ er ist ein Tiroler- Innsbrucker aus Kranebitten +haha+ Zufälle gibts.
Aber nun zu den Schildkröten- Nachdem wir am besagten Strand angekommen sind, sind wir mit Taschenlampen (rotes Licht, da sich die Schildkrötern sonst gestört fühlen) eine Weile spaziert, haben inzwischen den wunderschönen Sternenhimmel bewundert und dann sind die ersten Schildkröten aufgetaucht. Sie kamen aus dem Meer gekrochen, suchten sich einen geeigneten Platz am Strand, gruben ein Loch mit ihren Hinterfüßen und anschließend gings ans Eier legen. +gg+ Konnte so ca. fünf Schildkröten beobachten ;) Nachdem sie ihre Eier abgelegt hatten, gruben sie das Loch wieder zu und krochen zurück ins Meer. Ich muss sagen, ein wirklich sehr außergewöhnlich tolles Erlebnis.

Nun zu den Pferden ;) Dienstag Nachmittag stand eine ein Nachmittagsprogramm meiner Sprachschule an und zwar >>montar a caballos<<. Für des dass ich ja eigentlich no nie richtig reiten war, hats super funktioniert. Sind mit insgesamt 5 Pferden ins Hinterland von San Juan del Sur geritten, ueber Stock und Stein und schlussendlich an einem super Aussichtspunkt gelandet. Von dort konnte man die gesamt Bucht von San Juan del Sur sehen- richtig schoenes Panorama!!
Abwaerts zu reiten war sehr wacklig +gg+ aba zum Glueck hab ich ein braves Pferd gehabt, das nicht gestolpert ist +hihi+

Donnerstag Abend erkundeten die zwei schwedischen Maedels Johanna und Sandra und mir zum ersten Mal so richtig das Nachtleben von San Juan del Sur. Zuerst gings auf ein paar cervezas in eine Strandbar mit Namen >>El Timon<<. Das Besondere an diesem Abend war die Tanzshow, die dort stattfand. Zehn junge Nicas boten mit verschiedensten Kostuemen eine Vorstellung, die mich nur staunen liess. Insgesamt wurden sechs typische nicaraguanische bzw mittelamerikanische Taenze praesentiert, begleitet von Livemusik mit zwei Gitarren. Eine gute Einstimmung um spaeter selbst das Tanzbein zu schwingen. Tanzend und fasziniert von der Vielfalt der lateinamerikanischen Rhythmen gings erst sehr spaet nach Hause.

Freitag Nachmittag stand das naechste Highlight an. Ich fuhr mit zweien aus der Sprachschule - Kim aus Neuseeland und Tiffany aus der USA zum benachtbarten Strand >>Playa Madera<<, einer der vielen Surferstraende hier in der Gegend. Kim und Tiffany bevorzugten es, sich von der Sonne braeunen zu lassen waehrend ich mir ein Surfbrett auslieh und mich in die Wellen stuerzte. Surflehrer nahm ich mir keinen, ich kam eh sofort mit ein paar von den vielen zum Teil echt sehr sehr guten Surfern ins Gespraech und so bekam ich gute Insidertipps. Fuer zwei Stunden bekam mich niemand mehr aus dem Wasser raus +hehe+ Es hat voll viel Spass gemacht, auch wenns mich ein paar mal ziemlich gscheit einigwutzelt hat +ggg+ Gegen Ende hab ichs ein paar Mal gschafft die Welle zum optimalen Zeitpunkt zu erwischen und annaehernd in eine stehende Position zu kommen, nur leider war dies nicht von langer Dauer bis ich das Gleichgewicht verlor und ich aufgrund der Geschwindigkeit, die mein Surfbrett auf einmal bekam, im hohen Bogen ins Wasser fiel. Egal ich glaub das braucht einfach Zeit und viel viel Uebung, war ja das erste Mal +g+ und ich glaub mich hat der Ehrgeiz gepackt meine Surfkenntnisse waehrend des kommenden Jahres auszubauen!

Am Samstag unternahm ich mit dreien meiner Spanischschule, Kim Tiffany und Sven (aus Belgien) einen Ausflug nach Masaya, das ist eine Stadt die direkt an einem ehemaligen Vulkan gebaut wurde und beruehmt fuer seine Maerkte mit viel Kettchen, Ringen, Keramik und anderen typischen mittelamerikanischen handgefertigten Schmuckstuecken ist. Ausserdem besuchten wir einen Aussichtspunkt an dem man einen mit Wasser gefuellten Krater (schaut jetzt aus wie ein riesengrosser See) und in der Ferne einen weiteren Vulkan sehen kann. Das faszinierende an diesen Maerkten ist die Vielfalt der Farben, die einem ueberall begegnen.

Samstag Abend gings auf zur naechsten Fiesta. Carlos, mein Gastbruder, Johanna und ich (Sandra wurde leider krank) stellten den kommenden Abend unter das Motto >>Tanzen, tanzen, tanzen was das Zeug haelt. Und so wars dann auch. Zuerst probierten wir den beruehmten Rum aus Nicaragua und anschliessend gings bis am Morgen auf die Tanzflaeche. Man glaubt es kaum, wie viele Strandbars, Tanzlokale (natuerlich fast alles im Freien) und junge Leute unterschiedlichster Herkunft diese kleine Stadt zu bieten hat. Tja feiern kann man hier wirklich zu genuege und man merkt gar nicht wie schnell die Zeit vergeht.

Dann war auch schon Sonntag und es war Zeit zum Relaxen am Strand und Hausuebung fuer die Schule zu machen. Der Unterricht ist echt sehr intensiv und ich hab fuer eine Woche schon ziemlich viel gelernt, meine Lehrerin, sie heisst uebrigens Xachilt, wohnt in der benachbarten Stadt Rivas und ist 27 Jahre alt, meint dass ich sehr schnell lerne und wir haben immer was zu lachen.

Sodala die zweite Woche in Nicaragua hat nun fuer mich begonnen und ich muss sagen wenn ich so zurueckblicke hab ich schon ziemlich viel erlebt. Ich fùehl mich nach wie vor sehr wohl und geniesse das Leben auf der Sonnenseite +hehe+

Ich melde mich bald wieder mit weiteren Erzaehlungen und Fotos.

Hasta luego

eure Verena

Montag, 14. Dezember 2009

hola :)

Endlich angekommen +hehe+ Seit gestern Mittag bin ich im Land der tausend Vulkane gelandet. Eigentlich sollte ich ja schon Sonntag Abend hier sein, doch die Anreise mit Iberia erwies sich als etwas schwierig. Ein paar Stichworte zur Erklaerung: Schneesturm in Muenchen - verspaeteter Abflug, verspaetete Ankunft in Madrid usw. Den Anschlussflug in Madrid habe ich gerade noch geschafft, habe einen Sprint von Gate zu Gate hingelegt und bin somit gut nach San Jose (Costa Rica) gekommen. Wow das war ein Flug, 11 Stunden im durch die Luefte. Leider hat das Flugzeug die Verspaetung nicht mehr aufgeholt und somit habe ich meinen Anschlussflug in San Jose verpasst. Zum Glueck hatten noch einige andere das gleiche Problem, wie ich und die Fluggesellschaft hat uns automatisch umgebucht, ein Hotel inkl. Taxi, Abendessen und Fruehstueck besorgt und so war alles halb so schlimm. Also habe eine Nacht in Costa Rica verbracht, einige Maedels aus El Salvador kennengelernt und einen netten Abend verbracht. Sonntag Vormittag gings dann per Direktflug weiter nach Nicaragua :) Hat soweit alles geklappt und Tini (Phzsiotherapeutin aus Niederoesterreich, die schon seit einem Jahr in Nica ist) abgeholt. Somit war ich gut gelandet und hatte nur noch ein kleines, grosses Problem. Da ich ja in Costa Rica uebernachtet hab musst ich mein Gepaeck mitnehmen um anschliessend vor dem Flug nach Nica wieder einzuchecken. Nur leider bekam ich nur eines meiner zwei Gepaeckstuecke......mein Rucksack fehlt bis jetzt ggggg. Hab aber schon alles organisiert und er wird mir morgen nachgeliefert. Der ist wohl irgendwo auf der Strecke geblieben! So nun schluss mit dem Gepaeckproblem.

Bin also Sonntag Mittag in Nica angekommen, Tini hat mich abgeholt und wir sind nach San Juan del Sur gefahren. Tini verbringt dort gerade ihr descanso (wochenende) Sind gleich zu meiner Sprachschule, wo mich die Direktorin schon freudig erwartet hat. Sie hat mich ein Haus weiter zu meiner Gastfamilie gebracht, mir noch einige Dinge erklaert und dann wars geschafft. Erschopft von der langen Reise, ueberwaeltigt von den vielen Eindruecken und sehr sehr hungrig. Zu meiner Gastfamilie: ich hab noch nicht ganz genau herausgefunden wie viele Personen wirklich in diesem Haus wohnen weil mir staendig jemanden Neuen aus der Familie vorgestellt bekomme aber ich kann nur sagen dass alle super freundlich zu mir sind. Lucia und Miguel sind die Grosseltern, Cecilia ist die Tochter von Lucia und ihr Mann ist Eduardo, deren Kinder heissen Sandra und Giovanni und noch ein Junge (hab den Namen vergessen), Sandra hat wiederum einen kleinen Sohn (ist 1 Jahr und 3 Monate) namens .... oje oje der ist mir auch grad entfallen. Und Sandras Ehemann wohnt auch noch im Haus. So das waren mal alle die ich mir gemerkt hab. Hab ein eigenes Zimmer mit Bad und Ventilator (den braucht man sehr dringend--- es hat geschaetzte 30 grad, auch in der Nacht) So nun zu gestern, habe erst mal ausgepackt, ein bisschen mit der Oma gequatscht und mich danach mit Tini am Strand getroffen. haben dort die Abendsonne genossen und den Sonnenuntergang bewundert. So ca um 18:00 wurde es dann schon langsam dunkel und Tini hat mich zurueck zu meinem neuen Zuhause begleitet. Dort bekam ich dann typisches Nica Essen >> Reis mit Bohnen, gebratenen Kaese und gebratene Bananen. Habe zuvor beim Kochen und spaeter auch beim Abspuelen geholfen und versucht soviel als moelgich zu verstehen das gesprochen wurde. Spaeter am Abend, ich wollte eigentlich schon ins Bett gehen, da mich die Hitze sehr muede gemacht hat, hat mich Lucia die Oma zu einem Umzug in der Stadt mitgenommen......man muss sich das so vorstellen: ein weisses Auto mit Ladeflaeche, darauf eine Marienstatue und viele Blumen, und dahinter viele viele Menschen. Ausserdem wurde Trompete und Trommel gespielt und Feuerwerk geschossen. So gings durch die ganze Stadt bis zur Kirche wo die Statue feierlich abgeliefert wurde. Nicas feiern speziell in der Weihnachtszeit sehr viel, da wird mich sicher noch einiges erwarten. Anschliessend bin ich dann erschoepft aber gluecklich und zufrieden in mein Bett gefallen.

Heute frueh hat mein Sprachkurs begonnen, hab eine total nette Lehrerin und ich glaub da werd ich sehr viel lernen. Nach vier Stunden Lernen im Freien (der Klassenraum ist eine Terasse) ging ich zurueck zu meiner Familie und bekam Mittagessen. Inzwischen sind zwei weitere Maedels angereist, Sandra und Johanna aus Schweden, die fuer diese Woche bei der Familie bleiben (kommen gerade aus Costa Rica und nutzen San Juan del Sur auch fuer einen Sprachkurs und um Surfen zu lernen) Apropro Surfen -- Donnerstag Nachmittag fahre ich mit den anderen Schuelern aus der Sprachschule zum naechstgelegenen Strand zum Surfen. Am Hausstrand von San Juan del Sur sind die Wellen etwas zu niedrig bzw. das Surfen auch untersagt. Morgen Nachmittag gehts auf zum einem Ausflug mit Pferden und Mittwoch Nachmittag wird gemeinsam gekocht. Also volles Programm :)

Heute werd ich mich noch an den Strand legen (leider noch ohne Bikini, da dieser im andren Rucksack ist gg) und den restlichen Tag mit Tini und den beiden Schwedinnen verbringen.
Fuer den Abend haben wir noch etwas ganz Besonderes vor >> Im Moment schluepfen gerade tausende von Schildkroeten, Es gibt in der Naehe einen Strand an den man mit einer Gruppe von leuten fahren kann um dieses Ereignis zu beobachten. Soll total beeindruckend sein, wenn tausende von ca 10 cm grossen Schildkroeten wie in einer Herde vom Strand ind Wasser krabbeln. Bin schon total gespannt und werde euch natuerlich ausfuehrlich berichten.

Noch einmal zu der Stadt San Juan del Sur, es wirkt eigentlich wie ein groesseres sehr sehr buntes Dorf, es besteht aus vielen kleinen Huetten die aneinandergereit sind, bunt deswegen, da sie in vielen verschiedenen Farben gestrichen sind. Am Strand selbst sind viele kleine Restaurants uns Bars eingesaeumt von Palmen, Es sind staendig Menschen unterwegs (alt bis jung) und man wird stanedig gegruesst. Touristen sind auch sehr viele hier-- viele in meinem Alter aus der USA, Kanada, Schweden, etc. Die meisten kommen hierher um zu surfen.

Ich werd bald Fotos hochladen, damit ihr euch alles besser vorstellen koennt.

Dann sag ich !Hasta luego! (bis bald)
eure Verena

P.S.: an meine Family -- hab jetzt ein Handy -- Nummer: +50584439429