Sonntag, 16. Januar 2011

Ein Neues Jahr auf nicaraguanischen Boden

Hallo ihr Lieben...


... ist zwar schon ein bisschen spät aber wünsch euch allen a GUATS NEUS'...
Ich hoff ihr seid alle gut rüber grutscht ins neue Jahr und habts den Jahreswechsel ausgiebig gefeiert.

Nachdem Nadine und ich vor Weihnachten unsere Rucksaecke gepackt haben und uns auf den Weg nach Jinotepe ins Casa Padre Wasson zu unseren Kindern machten verlebten wir eine wunderschoene, emotionale und aufregende Zeit und starteten so mit vollstem Tatendrang ins neue Jahr 2011.

Weihnachten - viele strahlende Kinderaugen, Pinata, Theatervorführung, gutes Essen und Geschenke alle...

Ein Weihnachtsfest wie es im Buche steht. am 24. laueteten schon früh die Wecker im ganzen Hause um alles festlich vorzubereiten, die letzten Kaertchen zu schreiben, Geschenke einzupacken und sich selbst so herauszuputzen, dass man hübsch zurechtgemacht rechtzeitig zur Messe im großen Freiluftfestsaal einzutreffen.
Den Nachmittag vor dem Beginn des großen Festes widmenten wir uns Volunteers und wir feierten mit einem lustigen Wichtelwürfelspiel schon vorzeitig Weihnachten..Geschenke wurden erwürfelt, gestohlen, entzogen, weitergegeben und mit viel Kraftaufwand zurueckergattert. Zum Schluss hatte dann doch jeder ein paar Kleinigkeiten und wir begaben uns wieder unter die Kinderscharen.

Der gesegnete Abend begann mit einer Messe, es folgte ein Theaterstück und anschließend endlich das typische Festtagsessen "Nacatamales" (Reis, Fleisch, Tomaten, Maismasse, Paprika zusammengebunden und verpackt in Platanoblätter und lang gekocht) dazu heißen Kaffee nach Nica-Art, c.h. ZUCKERLSÜÜÜÜÜß...

Mit vollen Magen war Bewegung angesagt, nach und nach wurden Pinatas aufgehängt, gelaufen, getanzt, mit einem Stock hart geschlagen und wenn dann die mit Süßigkeiten gefüllte Pappfigur endlich zu Boden fiel hieß es nur noch -- LAUFT, SPRINGT, KÄMPFT, und schaut was ihr kriegen könnt.
Wie immer ein HEIDENSPAß!!!!

Langsam wurde es also auch Zeit für die Geschenke. Jedes Kind wurde einzeln aufgerufen und bekam einen Sack, eine Tasche voller Kleidung, Spielzeug, Stofftiere, etc. als Krönung wurden jedem, sogar uns Volunteers und Tíos purpurnrote Äpfel überreicht. Langsam wurde es spät, die Kleinsten schliefen bereits engumschlungen mit ihren Geschenken am Boden ein und somit wurde es höchste Zeit fürs Bettchen.

Es war ein wunderschönes, emotionales Fest im Kreise der großen Familie, doch denkt nicht, dass ich nicht etwa an die Heimat gedacht hätte. Durch das, dass es für mich nun schon das zweite Weihnachten auf nicaraguanischen Boden weit weg von dem was ich mein Zuhause nenn, wurde ich an diesem Abend doch sehr nachdenklich und habe euch meine kleine Familie meine Freunde – all die lieben Menschen, die ich zurükgelassen habe, das kalte, verschneite schöne Tirol, die Weihnachtskekse, den echten Christbaum und die Mitternachtsmesse auf dem Höttinger Bild schon ganz schrecklich vermisst.

Nach einem langen aufregenden Abend war am 25. erst mal ausschlafen und ausruhen angesagt. Du kommenden Tage vergingen wie im Flug, es standen diverse Aktivitäten, wie Schnitzeljagd, das heißgeliebte Fußballspielen, gemeinsames Basteln, Slacklinen, Sandspielen od. Sandschlacht, wenn man so will, OpenAir-Filmschauen bei Nacht oder Spieleabende auf dem Programm. Von Tag zu Tag verließen uns mehr und mehr Kinder, da sie zu ihren Familien fuhren, um dort den Rest der Ferien zu verbringen.

So blieb ein kleines Grüppchen von etwa 40 Kids zurück, um gemeinsam den heißersehnten Jahreswechsel gemeinsam ausgiebig zu feiern.

Für den 31. organisierten wir Volunteers eine Schatzsuche der Superlative. Es wurden vier Mannschaften geformt und schon gings an Gesichter bemalen, Kampfparolien auszudenken, Plakate und Fahnen zu konstruieren. Nach kürzester Zeit marschierten vier Gruppen, die vor Kampfgeist und Tatendrang nur so sprühten. Wie es sich für eine Schatzsuche so gehört wurde genauestens gesucht auf alle Hinweise geachtet, Rätsel gelöst, Aufgaben gelöst, Wettkämpfe bestanden, gerannt, geschrien und zusammen die einzelnen Teile der Schatzkarte ergattert. Vom Wassertransportieren ohne Gefäße und Hilfsmittel vom Sportplatz berauf zu den Häusern und wieder zurück, um die Töpfe möglichst voll zu füllen bis zu schwierigsten Matheaufgaben, Pantomimespielen, Um-die-Wette-Balancieren, Holz sammeln und Turm bauen, Schreien um die Wette war alles dabei. Die tapferen Piraten haben sich so ziemlich verausgabt und die drei Stunden der spannenden, heißen Suche wurden zu einem HEIDENSPAß.

Während der Wettkämpfe konnten sich die einzelnen Mannschaften Goldtaler verdienen und die einzelnen Teile der großen Schatzkarte gewinnen. Zum Schluss wurde Teil für Teil aneinerandergesetzt und somit war schnell klar, wo die Schatzkiste versteckt war. Der ganze Clan kratzte noch einmal die letzten Kräfte zusammen und es wurde losgerannt und das Gebüsch und Gestrüpp durchforstet – Gratulation der Schatz war gefunden, Auf-die-Plätze-fertig-Looooos aufgerissen, ausgepackt….und was fanden die hochgespannten Piraten vor????

Blätter, Steine, Laub…..und einen Brief!!!!! Einer der größeren Jungs ergriff das Wort und verkündete den heißersehnten Schatz----- Wir fahren alle gemeinsam in den ZOOOOOOO und außerdem könnt ihr euch mit den ergatterten Goldtalern eure Überraschungssäcke mit Süßem und Sauren sowie Coca Cola kaufen!!!

Somit waren alle glücklich und zufrieden und wir ernteten viele Umarmungen und Dankesworte der Kids und Tios!

Der letzte Tag im Jahr verging so aufregend und schnell, für den Abend putzten wir uns hübsch heraus und wieder versammelten wir uns in unserem großen Frei-Luft-Festsaal. So wie auch zu Weihnachten gab es eine schöne Messe, ausreichend Piñatas und gutes Essen. Außerdem wurde um die Wette getanzt, Fotos der Highlights des vergangen Jahres angeshaut und gemeinsam in einem großen Sitzkreis erlebte Geschichten erzählt, Danksagungen gemacht und Hoffnungen und Wünsche für das kommende Jahr ausgetauscht. Im Handumdrehen war es dann schon kurz vor Mitternacht und wir eröffneten mit den Bergen von Holz, das während der Schatzsuche gesammelt wurde das große Lagerfeuer, der Countdown wurde lauthals heruntergezählt und rechtzeitig um 00:00 worfen wir den „Viejo“, (menschengroße Stoffpuppe gefüllt mit Stroh und Krachern) ins Feuer, zündeten Sternspritzer und Miniraketen an, um so das neue Jahr feierlich Willkommmen zu heißen. Ich fordete meine liebe Nadine zum Neujahrswalzer auf und eine feste Umarmung nach der andren folgte. Emotionaler hätte es wohl nicht ablaufen können. Das Jahr 2011 kann also beginnen……….

Nachdem die Kids um etw. halb 2 ins Bett gingen steuerten ein paar Volunteers und Arbeiter einen etwas versteckten Platz am Eingang vom Kinderdorfgelände auf, um noch ein bisschen weiterzufeiern. Nadine und Tom, unser derzeitiger lieber Mitbewohner hatten eine grandiose Idee und so erklommen die beiden, Antonia und ich bei tiefster Nacht den 30 Meter hohen Wasserturm und gönnten uns bei unglaublichen Sternenhimmel ein Schlücken und stießen auf ein weiteres unvergessliches Jahr in unserer zweiten Heimat Nicaragua an.

Den Neujahrstag genossen wir mit Nichtstun und Drachenbauen und am zweiten Jänner stand mit der ganzen Sippe ein Ausflug nach San Juan del Sur an den Strand an. Bereits zu früher Morgenstunde erkämpften wir uns einen Platz in unserem gelben Chickenbus und mit lautstarker Musik gings ab in Richtung Meer. Der ganze Tag stand im Zeichen von Sandburgenbauen, Wasserschlacht, Beachfußball, Springschnurhüpfen, Wellenreiten und Sonnenbaden. Auf der Rückfahrt waren wir derart erschöpft, dass man nichts mehr von dem lauten Haufen zu hören bekam. Nahezu alle schliefen während der Rückfahrt ausgelaugt aber glücklich ein.

So ungern Nadine und ich vor Weihnachten uns von unsere geliebten Insel verabschieden mussten, stand nun auch am 5. Jänner unser Aufbruch an. Ab gings ins wohlverdiente verlängerete Wochenende, um dann ausgeruht zu den zwei Vulkanen zurückzukehren. Der 5. war ein gutes Datum abzuhauen, denn es war Nadines 24. Geburtstag, den wir mit großer „Papayageburtstagstorte“, Lagerfeuer und traumhaften Sternenhimmel direkt an einem Traumstrand etwas nördlich von San Juan del Sur feierten. Der perfekte Ort zum Chillen und Seele baumeln lassen. Playa Gigante --- eine Fischerkommunidad, ein kleines Dörfchen mit einem Hostel direkt am Strand, Übernachten in großen Hängematten, Aufwachen durch die ersten Sonnenstrahlen und ein kühles Bad am Morgen, Chillen den ganzen Tag, Surfen am Menschenleeren Strand und Fischgrillen bei offenen Feuer am Abend.. so kann mans doch genießen.


Jetzt noch eine etwas traurigere Nachricht à Nicolas ein zwölfrähriger Junge der seit ca. 4 Monaten bei uns bei NPH ist leidet schon seit seiner Geburt an einer sehr schweren Blutkrankheit, er braucht regelmäßig Bluttransfusionen, ist sehr schwach und jede größere Anstrengung kann sehr gefährlich für ihn werden. Unsere taffen Krankenschwestervoluntärinnen aus der Schweiz hätten nun organisiert, dass er nach Spanien reisen könnte, um dort eine gute, lebensverlängernde Behandlung zu bekommen, doch wie es das Leben so spielt kam es leider nicht so weit. Vor einigen Tagen ist Nicolas ins Koma gefallen und wir bangen seitdem, um ihn. Gerade haben wir die Nachricht bekommen, dass er bereits seit gestern nur noch an den Maschinen hängt und es jetzt nur noch Stunden dauern wird bis wir ihn verabschieden müssen.

Die Beerdigung ist bereits vorbereitet und wird vorraussichtlich morgen früh stattfinden. Nadine und ich sind so schon auf dem Weg nach Jinotepe, um mit den Kindern und allen Menschen, die den frechen Nicolas in den wenigen Monaten ins Herz geschlossen haben, zu trauern.

Sobalds wieder Neuigkeiten meld ich mich und Fotos folgen in Kürze!!!

Ah übrigens Nadine und ich haben seit ein paar Tagen zwei kleine Babykatzen à Caramelo & Barbie, wir haben uns nach kürzester Zeit schon unsterblich in die zwei verliebt. ;)


Mittwoch, 22. Dezember 2010

Feliz Navidad


beim Kekse machen mit den Jungs


Hallo ihr Lieben
Wuensche euch allen wunderschoene Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011!!

Ich wohn jetzt schon seit zwei Wochen unserem neuen Haeuschen in Moyogalpa und haben mit der Arbeit in der Klinik erfolgreich gestartet. Ich fuehl mich pudelwohl hier und dsa Arbeiten macht Riesenspass. Haben schon wieder ein paar Patienten dazubekommen.. besser koennts also nicht laufen..

Es ist auch gerade eine Homepage des Proyectos Samaritanos am Entstehen, also wenn ihr rein schaun wollts --- unter --- http://www.nphamigos.at/el-samaritano.php

Verlass morgen fuer insgesamt 15 Tage die Insel, um mit den nun knapp 300 Kids Weihnachten und Silvester zu feiern. Freu mich schon total drauf, werden sicher unvergessliche Eindruecke werden!! Bin nur leider auch ohne Internet in Jinotepe und werd mich so erst wieder im neuen Jahr melden!

Geniessts fuer mich a bisserl die Kaelte und den Schnee.. denn ich feier hier bei ueber 30 Grad, Sonnenschein und Plastikchristbaum ++hihi++

Viele Bussis aus dem fernen Nicaragua

Verena

Sonntag, 12. Dezember 2010

Hallo ihr Lieben!!!!!!!!!!!!!

Kunterbunt - die letzten Wochen vor dem Umzug

So jetzt gibt’s mal Einiges zu erzählen!

Die letzten Wochen waren von Umzugsstress in jeglicher Hinsicht geprägt, doch jetzt ist es endlich vollbracht. Die Kinder von NPH haben die Insel endgültig verlassen und sind mit Hab und Gut nach Jinotepe ins neue Haupthaus umgezogen. Bis zum Schluss war noch nicht wirklich klar, wann wer wie gehen soll, wann wo welche Koffer hinkommen aber schlussendlich hat dann alles geklappt.

Ein Tag bevor der erste Teil der Kinder übersiedelt wurde, sind Nadine und ich nach Jinotepe, um mal nachzuschauen, ob die Häuser vollständig mit Betten und Matratzen belegt sind, fertig geputzt ist usw. Hahahaha was uns dann erwartete konnten wir fast nicht glauben. Es war nämlich nichts vorbereitet und irgendwie hat sich auch niemand dafür verantwortlich gefühlt die Vorbereitungen zu treffen. Also haben wir angepackt und angschafft, einen Plan erstellt und alles so hergerichtet, dass die Kinder nicht schon bei der Ankunft unzufrieden sind.

Den Kindern ist der Abschied von der Insel sehr schwer gefallen, das Zurücklassen der gewohnten Umgebung, dem Ort den man sein Zuhause nennt ist einfach schwierig und oft mit Tränen verbunden. Zum Glück hat der Umzug dann doch einigermaßen ohne große Zwichenfälle geklappt und seit ein paar Tagen sind alle gut und zufrieden angekommen haben ihre Betten bezogen und machen das neue Areal unsicher.

Nadine und ich waren in der erste Phase des Umzugs voll dabei und haben unsere Kleinen unterstützt.

Nach ersten Eingewöhnungstagen, dem Besuchertag und den Promotionen der Schüler und Studenten sind wir auf die Insel zurückgekehrt, um alles rund um unser Proyecto Samaritano zu klären. Und ich sags euch es könnte grad gar nicht besser laufen.

Am dritten Dezember haben wir die freudige Nachricht bekommen! Der Direktor des Gesundheitsministeriums hat uns das OK für unseren neuen Therapieraum auf dem Krankenhausgelände der Hafenstadt Moyogalpa gegeben. Nadine und ich haben nach Wochen oder gar Monaten der Unsicherheit einen Luftsprung mit Freudengeschrei hingelegt. Jetzt wird unser Traum endlich Wirklichkeit. Wir haben ja schon seit Längerem gewusst, dass uns das Gesundheitsministerium einen Raum zur Verfügung stellen will, doch wie das hier in Nicaragua so ist dauert alles ein bisschen laenger. Der Arzt der das schlussendliche Einverstaendnis geben sollte, musste mit der Direktion des Krankenhauses von Moyogalpa kommunizieren und die Fakten klaeren und das hat gedaaaaaaaaauuuuuuuert.....EGAL, wir bekamen die Zustimmung und sind mittlerweile umgezogen.

Als erstes Stand der Umzug in unsere neue Bleibe auf dem Plan. Nadine und ich werden uns fuer das naechste Jahr ein Haueschen direkt am Hafen von Moyogalpa anmieten, taeglicher Sonnenuntergangsblick inklusive. Haben das Angebot schon seit einigen Wochen im Blick und konnten es schon gar nicht mehr erwarten dem lieben Hausvermieter mitzuteilen, dass wir nun dieSchluessel brauchen. Wir packten also alles zusammen, schnappten uns noch einige Moebel, die NPH nicht mehr braucht und das Einladen des Kleinlasters konnte beginnen! Das war wirklich Zuendholzschachtelarbeit, doch schlussendlich haben Koffer, Saecke, Schaukelstuehle, Kaesten, Bett, Matratzen usw. ihren Platz im Anhaenger gefunden und die ca. halbstuendige Fahrt nach Moyogalpa konnte beginnen! Ein paar Arbeiter von NPH unterstuetzten uns im Schleppen des ganzen Zeugs. In Moyogalpa angekommen schnappten wir uns Besen und Wischmopp und das grosse Putzen und Einrichten begann. Nach ein paar Stunden Arbeit und der Hilfe unseres Freundes Luis, den ich zufaellig auf dem Weg zum Supermarkt getroffen habe, konnten wir uns am Abend schon den wunderschoenen Sonnenuntergang von unserer Terasse aus anschauen und ein Einstandsgetraenk goennen. Das folgende Wochenende verbrachten wir damit uns richtig fein einzurichten, einige Einkauefe zu machen und einfach nur zu geniessen ein eigenes Heim zu haben!!!

Am Anfang der folgenden Woche kehrten wir zurueck nach NPH und er zweite Akt des Umzugs begann... der neue Therapieraum wurde bezogen. Aehnlich viel Geschleppe, Gepacke, Geputze wartete auf uns doch wir hatten genuegend Energie in den Knochen um alles zu erledigen.

Am Freitag den 10. Dezember feierten wir schlussendlich Eroeffnung unseres neuen Therapieraumes. Wir luden Kinder, Muetter und Geschwister ein, machten ein gesunde Jause, hielten eine Willkommensrede, erzaehlten von unseren Plaenen und die Kinder hatten Zeit und Moeglichkeit den neuen Raum zu erkunden, die Spiele auszuprobieren und alles in Unordnung zu bringen. +hihi+ Nadine und ich nahmen uns die Zeit mit jeder einzelnen Familie zu sprechen, Zielsetzungen fuer ihre Schuetzlinge zu definieren und den Therapieplan zu besprechen. Nach ein paar Stunden froehlichen Zusammenseins verabschiedeten wir unsre Lieben mit einem breiten Grinser! Am Dienstag den 14. Dezember starten wir ganz offiziell mit der Therapie im neuen Samaritano.

Wir werden jetzt vor Weihnachten noch eine Woche im Projekt arbeiten, am 18. Dezember packen auch Nadine und ich einen kleinen Rucksack und hauen ab nach Jinotepe, um Weihnachten und Silvester mit den Kindern von NPH zu verbringen. In der zweitenr Jaennerwoche kehren wir zurueck auf die Insel und setzen mit der Therapie mit den Projektkindern fort.

Der Plan schaut so aus dass wir unseren 10-Tagesarbeitsrythmus beibehalten, im Projekt immer von Dienstag bis Freitag arbeiten und an den Arbeitswochenenden nach Jinotepe zu unseren Kindern von NPH fahren. Wir sind ja immer noch Volunteers von NPH und wollen den Kontakt zu unseren Schnuggelen nicht verlieren, auch an wichtigen Feiertagen, Besuchertagen und in den Ferien werden wir in Jinotepe present sein. Der Direktor von NPH hat uns auch damit beauftragt ein Manual zu verfassen, das genau beschreibt wie unsere Arbeit im Projekt ausschaut und auch beinhaltet, wie der Kontakt zu den Kindern des Kinderdorfes sein sollte usw.

Ihr werdet es wahrscheinlich alle schon heraushoeren, so wies jetzt ausschaut werd ich noch bis zu einem Jahr laenger hier im schoenen Nicaragua bleiben und mit Nadine unser Projekt gscheit aufbauen, mein Visum ist schon verlaengert !!!

Durch das, dass Nadine und ich nun die ganze Woche ausschliesslich Zeit haben uns um das Projekt und die Kinder der Insel zu kuemmern, bleibt Zeit viele neue Ideen und Plaene zu verwirklichen ... Gruppentherapien, Fortbildungen, Schwangerschaftsgruppen, Hausbesuche, Workshops, usw. Nadine und ich sind ein Super-Team, das kann ich jetzt nach genau einem Jahr Nicaragua behaupten und es steht uns glaube ich ein noch einmaligeres Jahr 2011 bevor!!!

Heute vor EINEM Jahr hab ich dem schoenen Tirol den Ruecken zugekehrt WOW ich kanns gar nicht glauben wie schnell die Zeit vergeht.

Kurzes Resumen --- ich bin einfach gluecklich hier!! Aber natuerlich vermiss ich euch alle ganz fest und vor allem den Schneeee.

Geburtstagsfeier - 15 Jahre


Der Umzug nach Jinotepe - Casa Padre Wasson, Besuchertag und Promotionen


Proyecto Samaritano - Umzug und Einweihung in Moyogalpa


Abschied vom Voluntaershaus - Mein neues Zuhause in der Hafenstadt Moyogalpa

Samstag, 30. Oktober 2010

NEWS - NEWS - NEWS

Sodala ihr Lieben, es gibt jede Menge Neuigkeiten zu berichten!!!!!!!!!!!!!!!

Da ich schon so lange nicht mehr über das Leben hier bei den Kindern geschrieben hab, weiß ich gar nicht, wo ich überhaupt anfangen soll???

Mal schauen... zuerst mal ganz allgemein....
Die Schlussphase mit den Kindern von NPH hier auf der Insel hat begonnen. Am 5. Dezember ist soweit und das ganze Kinderdorf packt ihre Koffer und zieht mit Sack und Pack nach Jinotepe um, Casa Padre Wasson.
Wenn ihr euch erinnert dort haben wir die Osterwoche verbracht als der Vulkan Concepción hier auf der Insel so durchgedreht hat und Asche spuckte.
Der Plan aufs Festland umzuziehen steht ja eh schon seit einigen Jahren, doch der unruhige Vulkan im vergangen März hat diese Entscheidung beschleunigt und so schnell steht das Ende vom Jahr vor der Tür und wir müssen die Insel wirklich verlassen.
Gut ein Monat fehlt uns noch, dann beginnt das große Chaos des Umzugs.
Soviel zur allgemeinen Situation von NPH

Meine oder besser gesagt unsere - Nadines und meine persönliche Situation schaut ein bisschen anders aus, denn wir werden doch noch für längere Zeit der Insel treu bleiben...

------ Wie es dazu kam ------
Wie ihr ja alle wisst arbeiten Nadine und ich schon seit März zusätzlich zur Arbeit mit den Kindern von NPH mit Kindern mit verschiedenen Behinderungen der Insel. --- Proyecto Samaritano ---
Da der Umzug von NPH eigentlich bedeutet hätte, dass auch unser Projekt, das schon nach wenigen Monaten sprichwörtlich zum Blühen begonnen hat, beendet werden hätte müssen. Um dies zu verhindern legten wir uns ins Zeug und es entstand die Idee das Projekt trotz Umzug des Kinderheims in Moyogalpa, der Hafenstadt der Insel weiterzuführen.
Nach Präsentationen, Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium und dem Bürgermeister konnten wir es erreichen alle Beteiligten davon zu überzeugen wie wichtig das Therapieangebot für die Kinder der Insel ist und wir bekamen die Zusage und die Unterstützung unser Proyecto Samaritano weiterzuführen.

Im Klartext schauts also so aus. Der Bürgermeister von Moyogalpa stellt uns einen Therapieraum direkt in der Stadt zur Verfügung und jetzt braucht es nur noch jemanden der auch unsere Arbeit weiterführt. Zuerst war der Gedanke eine fixe einheimische Therapeutin zu suchen, da unser Freiwilligenjahr ja im Jänner schon zu Ende geht.
Dieses Jahr ist einfach zu schnell vergangen, ich fühl mich pudelwohl hier und die Arbeit mit den Kindern der Insel weckt soviele Ideen, Fröhlichkeit und Enthusiasmus in mir, dass ich mir gar nicht vorstellen kann im Jänner schon die Koffer zu packen. Nadine gehts da ganz gleich wie mir und so fiel die Entscheidung nicht schwer. Wir bleiben, wir bleiben hier auf der Insel und führen unser Projekt in Moyogalpa weiter und hoffen so ein richtiges kleines Therapiezentrum aufzubauen!!!!
Für wie lange???? Das weiß keiner so genau... bis zu einem Jahr??!!! Wir werden sehen!!



Also wenn das Kinderdorf die Insel verlässt, siedeln Nadine und ich nur ein paar Kilometer weiter nach Moyogalpa um, richten den neuen Therapieraum ein und arbeiten so bis Mitte Dezember, um allen Familien unserer Therapiekinder zu zeigen wos weitergeht. Über Weihnachten und Silvester packen auch Nadine und ich unsere Koffer und fahren nach Jinotepe um die Festtage mit den Kindern von NPH zu verbringen (das bedeutet ca. 3 Wochen Therapiepause für die Kinder der Insel)
Im Jänner kehren wir zwei Hübschen dann auf die Insel zurück ziehen wir in ein Haus mit Sonnenuntergangs-Seeblick ein, das wir anmieten können und werden mit dem Proyecto Samaritano so richtig durchstarten.

Wir haben ein Dokument zusammengestellt, das uns und unser Projekt mit vielen Bildern vorstellt

Und was sagt ihr??? Ziemlich aufregend, wenn ihr mich fragt.

Noch ein paar News von meinen kleinen Jungs aus dem Kinderdorf. Meine kleine Sektion, die bis vor Kurzem noch aus wenigen Kinder bestanden ist ist gewachsen.... gewachsen deswegen, da wir mit den kleinen Jungs (den Medianos) zusammengenschlossen worden sind. Nun sind wir 10 Kinder plus zwei ältere Jungs die mithelfen, drei Tios und zwei Voluntärinen. Da dauert das Ins-Bett-Geh-Ritual mit Geschichten erzählen, Umarmung und Bussi jetzt doch etwas länger.
Der Grund des Zusammenschlusses?? In Jinotepe werden die Kinder dann jeweils zu 20igst in größeren Häusern zusammenleben und um die Kleinen schon mal auf diese Umstellung ein bisschen einzustimmen haben sich unsere Direktoren für diesen Wechsel entschieden!
Ich hab sie so richtig lieb meine große Rasselbande ;)

Aja hab ich ja ganz vergessen....ab heute bin ich ganz offiziell Taufpatin +hihi+
Die Leyla ein vierzehnjähriges Mäderl hat mich schon vor einiger Zeit gefragt, ob ich nicht ihre "Madrina" für ihre Taufe sein möcht. Voll lieb hab mich total gefreut. Eigentlich wär ich auch von Alex aus meiner Sektion die Madrina für die Erstkomminion gewesen, aber der Kleine hat den Religionsunterricht geschwänzt und deshalb haben sie ihm die Komminion für dieses Jahr gestrichen.
War heut richtig schön die Messe, insgesamt sind eh ca. acht von unseren Kids getauft worden, schönes Erlebnis das mit den Kindern zu teilen!!


Sobalds wieder Neuigkeiten gibt meld ich mich und FOTOS folgen in Kürze!!!

Nicaragua - Nicaragua - Nicaragua - Urlaub mit meinem Schwesterherz ;)

Nach Monaten ohne Internet, Wochen ohne Strom und Tagen des Regens komm ich endlich wieder dazu mich bei euch zu melden.

Mein letzter Bericht ist ja schon sehr lange her- genau bevor mein Schwesterherz mich besuchen gekommen ist. So gibt es jede Menge zu erzählen ;)

Ich beginn mal mit dem Urlaub - wow es war so schön, als ich Alex mit Willkommesnbanane begrüßen konnte, Nadine und ich sind mit unseren Gesichtern an der Glasscheibe gepickt und haben sensüchtig unsre Lieben erwartet. Gasi, Alex, Nadine und ich verbrachten so die ersten zwei Wochen gemeinsam, haben viel unternommen und Nicaragua und seine versteckten Wunder erkundet.

In den ersten Tagen gings mit ein paar Nica Jungs- und Mädels gemeinsam in den Nord-Westen Nicaraguas um den ehemalig größten Vulkans Zentralamerikas zu besteigen (Vulkan Cosiguina, 3000m). Ehemalig deshalb, da es im Jahr 1835 eine große Explosion gab, er seit dem nur noch auf 859m Höhe kommt, man im Meer die Überreste in Form von kleinen Steininseln sehen kann, und den Krater eine riesengroße Lagune schmueckt.

Ausblick von oben ist der Traum - man sieht auf den Golfo de Foncesca, den Pazifik, die Berge und Vulkane von Honduras und El Salvador und die Halbinsel Cosiguina.


Nach der wunderschönen Besteigung des Vulkans schlugen wir uns unser Lager am schwarzen Vulkanstrand am Nordvestlichsten Punkt von Nicaragua auf (Potosí, Punta San Jose), aßen Muschelkocktail, spielten Baseball am Strand und sangen bei Lagerfeuer und wunderschönen Sternenhimmel. Mitten in der Nacht machten wir uns auf die Suche nach Schildkröten, die an diesem Strand ihre hunderte von Eier vergraben. Leider kamen nur einige von uns in den Genuss nach mehreren Stunden Strandspaziergang die schönen großen Tiere zu beobachten. Ich hatte leider Pech, erblickte keine Schildkröten aber bekam zum Glück das Angebot den Rückweg auf dem Rücken eines Pferdes zurückzulegen.

Nach drei aufregenden aber auch anstrengenden Tagen kehrten wir nach Leon, der Kolonioalstadt zurueck und anschließend fuhren wir zu den Kindern nach Jinotepe.
Der dreimonatige große Besuchertag an dem immer alle zusammenkommen stand an und so nutzten wir die Möglichkeit Alex und Gasi unsre neue große Familie vorzustellen.
Wir verbrachten einen Tag mit spielen, zeichnen, Fotos schießen, lachen und vielen Umarmungen und gegen späten Nachmittag kehrten wir mit der ganzen Sippe zusammengequetscht in zwei Bussen auf unsre geliebte Insel zurück.

Die kommenden Tage standen ganz im Sinne die Isla Ometepe zu erkunden. Ob mit Moped oder zu Fuß, Nadine und ich zeigten unsren Lieben die Natur- und Tierwelt....Ojo de Agua, Kayaktour im Río Istiam inkl. verschiedensten Vögeln, Schildkröten und Krokodilen, Lagune Charco Verde inkl. Affen, etc. Von den heimischen Fischern wir kauften stattlich große Fische und bereiteten sie gemeinsam mit unserem Freund Danny, der ein kleines Restaurant auf der Insel hat zu - dazu gabs Tostones (gebratene Kochbananen) , Gallo Pinto (Reis mit Bohnen) und Chile, so wie sichs auf Nica-Art gehört!! +mmhhhhm+

Nach Inselerkundung und Zeit mit den Kindern im Casa Santiago mussten wir uns leider schon bald wieder verabschieden. Meine Jungs wollten Alex schon gar nicht mehr gehen lassen
+hihi+
Ein paar Tage in San Juan del Sur zum Chillen, Surfen und Party machen und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Weg in die Hauptstadt. Für Gasi endete der Urlaub und er musste den Rückweg nach Österreich antreten, Nadine kehrte zurück ins Arbeitsleben und Alex und ich nahmen den nächsten Flug in die Karibik!!!!

COOOORN ISLANDS
Ichs sags euch, nach dem 70-minütigen Flug haben wir echt geglaubt wir befinden uns mitten in einem wunderschönen Bilderbuch aus Palmen, weißem Sandstrand, türkisblauen Wasser, Bambushütten direkt am Meer. Alex und ich verbrachten sechs Tage auf der Little Corn Island, einer sprichwörtlichen Perle des Karibischen Ozeans. Wir schliefen in einer kleinen Hütte aus Bambusstöcken, und kamen so richtig zur Ruhe. Stunden des Chillens am Strand, Lesen, Armbädner knüpfen, Schwimmen und Schnorcheln (wir sahen sogar Haie!!!!), Kennenlernen der Einheimischen, Essen von Kokosnussbrot, Fisch, Langosten, Krabben, etc. eieieiei ich sags euch ein Traum- wie im Bilderbuch eben.

Nach dem Ausflug ins Paradies, gings paradiesisch weiter, denn wir traten unsren Rückweg zum Festland per Schiff an, fuhren bis Bluefields und anschließend weiter bis zur Laguna de la Perla.
Eine riesengroße Lagune an der Atlantikküste, die von über 18 kleinern Fischerkommunidaden bewohnt wird. Die Leute dort leben mit den einfachsten Mitteln, doch zeichnen sich aus durch ihre wahnsinnige Gastfreundlichkeit. Ein Dorf aus zehn bis fünfzehn Holzhütten, die Kinder rennen auf einem zu, wir werden sofort auf Krabbensuppe eingelanden und anschließend folgt ein Kanuausflug durch die Weiten der Lagune. Der liebe Fischermann Orlando, bei dessen Frau wir vorher vorzüglich gespeist haben, unterhielt uns während der mehrstündigen Fahrt mit Geschichten Nicaraguas ;)

Nach atemberaubenden Tagen an der Atlantikküste kehrten wir zurück in den Westen Nicaraguas ----- GRANADA ----- einer Kolonialstadt, die am Ufer des Nicaraguasees liegt.
Es stand Stadterkundung, Tanzen gehen (Salsa, Bachata, Merengue, ...), Bootfahrt zu den 365 kleinen Inselchen rund um die Halbinsel von Asese und Unabhänigkeitstage (14., 15. September) feiern auf dem Plan - Umzüge in der ganzen Stadt, Musikkappellen und Tanzgruppen der verschiedenen Schulen aus Granada und Umgebung... man kann sich vorstellen, dass da einiges los war. Die Kinder waren mit Leib und Seele dabei ;)

Für den letzten Stopp unserer gemeinsamen Reise entschieden wir uns noch einmal nach San Juan del Sur zu fahren, um die verbleibenden Tage mit Strandliegen, Surfen und Ausgehen zu verbringen. Der richtige Abschluss für ein Monat atemberaubender Erlebnisse im wunderschönen Nicaragua, dem Land, das ich doch schon irgendwie meine zweite Heimat nenne.

Zum Schluss möchte ich noch kurz über die paar Hoppalas erzählen, die uns, oder eigentlich hauptsächlich Alexandra wiederfahren sind.

  • dicke Lippe von der Alex --- böser Moskito
  • zwei Mal blutiges Knie, Alex zuerst dann ich (man sollte halt nicht bei Regen zum Bus laufen)
  • Magenverstimmungen und Übelkeit
  • Hustenanfälle, allergische Reacktion -- Krankenhausbesuch in Masaya nach 3 Nächten ohne Schlaf +armeAlex+
wenn man diese Liste betrachtet hat sich mein Schwesterherz trotz einigen Tiefpunkten sehr wacker hier in Nicaragua geschlagen. Nur an Reis und Bohnen jeden Tag konnte sie sich nicht gewöhnen und auch die ständige Hitze machte ihr zu schaffen... +hihi+

An GASI, NADINE, und ALEX ein großes Dankesbussi für diesen einzigartigen Urlaub!!!!!!!!!!!!!!


Fotos folgen in Kürze


Freitag, 20. August 2010

endlich wieder ein LEBENSZEICHEN

Nun sind wirklich einige Wochen vergangen seitdem ich das letzte Mal von mir hoeren hab lassen. Deshalb muss ich wohl ein bisschen mit meinen Erzaehlungen aufholen.

Wochenendmaessig stand in letzter Zeit San Juan del Sur und León auf dem Programm. Vom Slacklinen, Surfen und Party machen am Strand bis zum Baender knuepfen, gemuetlich zusammensitzen und kochen ueber Tanzen zu LatinLive Musik in León, war alles dabei. Sind viel mit unseren Artesanofreunden am Weg und stossen immer wieder auf neue interessante Menschen.

So wie z.B. Francisco, der bei N.P.H. seine Kindheit verbracht hat und seit sechs Jahren wieder selbststaendig lebt. Vor einiger Zeit hat er da
s Kunsthandwerk - Artesanía fuer sich entdeckt und reist so von Ort zu Ort und verkauft seine Prachtstuecke.
War total lustig, interessant und amuesant mit jeman
den, der das Leben in der grossen Familie in unserem Zentrum viele Jahre live miterlebt hat ueber dies und das, Klatsch und Tratsch, Geruechte, Gebraeuche hin oder her zu quatschen. Er hat uns sogar vor einer Woche auf der Insel besucht und wollte eigentlich einen Workshop mit den Kindern verantstalten nur leider schauts im Moment recht knapp mit der Zeit aus und das muss wohl verschoben werden.
Ab
er man trifft sich wieder... so wie dieses Wochenende, nachdem Nadine und ich mein Schwesterherz und Gasi vom Flughafen abgeholt haben gehts auf nach León, einer der coolsten Staedte, die ich in Nicaragua bis jetzt kennengelernt habe, und Francisco erwartet uns schon in unserem Liebslingshostel "Casa vieja".

hr seht schon, mittlerweile sind wir nicht mehr nur die Touristen, die ueberall das erste Mal hinkommen, berei
ts kennen wir uns ziemlich gut aus und werden in verschiedensten Orten herzlich wieder begruesst und wenn wir abreisen heissts "bis zum naechsten Mal".
Und ich sags eu
ch das gefaellt mir, man fuehlt sich einfach so zu Hause, trifft seine Freunde und verbringt gemuetliche Stunden miteinander. +hihi+

Auch in San Juan werden wir mit Kuesschen hier und Kuesschen da willkommen geheissen. Das letzte Mal, als wir ankamen und nur einen 5-Minutenweg vom Strand z
um Hostel spazierten, brauchten wir fast eine Stunde, weil wir alle zwei Meter stehen blieben um mit jemanden zu quatschen.
In unserer Lieblingsstrandbar dem "Pier" ,in dem ich schon im Dezember viel von meiner Zeit verbracht habe, spannen wir regelmaessig die Slackline und ich sags. das wirkt wie ein Magnet auf die Leute die vorbeispazieren.
Aben
ds sitzen wir dann gemuetlich am Lagerfeuer oder tanzen zu Latino- und Reaggaemusik.

So kann man si
chs schon gut gehen lassen und die Wochenenden so ziemlich geniessen. Aber nun endlich mehr ueber mein Leben hier auf der Insel. Ich bin einfach nur gluecklich.
Die Arbei
t laeuft super, auch wenn ich sehr viel arbeite und es wirklich anstrengend ist,
klar die Zeit mit den Kindern ist wohl das Kostbarste, was ich erleben darf.


Proyecto Samaritano


Emanuel
, unser juengster Patient. Zwei Monate zu frueh geboren, hat ein Problemchen mit seinem Herz und ist in seiner motorischen Entwicklung verzoegert. Mittlerweile dreht er sich mit viel Zusprache von der Ruecken- in die Bauchlage und spielt freudig mit Rasseln und Bausteinen.






Geseyra ist mittlerweile zwei Jahre alt. Als wir sie im Maerz kennenlernten, drehte sie sich kaum von Ruecken- in Bauchlage und zeigte uns einen Spasmus im rechten Fuss. Heute rennt sie schon freudig durch die Gegend, mit dem kleinen Nebenaspekt, dass sie leider keine Ahnung vom Hinfallen hat. Sie ist sehr unsicher in ihrem Bewegungen und haelt uns sehr auf Trapp, wenn wir mit ihr an einem sichereren Herumtoben arbeiten.









Silvana, 7 Jahre alt, Diagnose Zerebralparese.
Mit unserer kleinen Prinzessin haben wir das Ziel, dass sie selbststaendig essen lernt.
Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten wir als super Physio-Ergo-Team an ihrer Feinmotorik, ihrem Haltungshintergrund versuchen durch Stimulationen und verschiedenste Uebungen des Gesichtsbereiches, ihr das Essen mit Loeffel zu erleichtern. Zu unserer grossen Freude koennen wir verkuenden, dass Silvana es geschafft hat einen Loeffel zu ergreifen und genuesslich Haferflocken und Bananenmuss zu essen. Man muss bedenken, dass sie anfangs (im Maerz) kaum einen Baustein ergreifen konnte.







David Francisco, knapp 18 Monate alt, ist erst vor kurzer Zeit zu uns gestossen. Hat eine sehr kreative Art sich im Schneidersitz robbend fortzubewegen. (seine Moeglichkeit des Krabbelns)
Das Problem ist, dass er es noch nicht schafft ueber diese Position in die Krabbelposition und somit zum Aufstehen zu kommen. Wenn wir ihn in die Stehposition fazilitieren, zeigt er uns grosse Lust loszurennen und versucht es mit ein paar unsicheren Schritten. Also ist unsere Kreativitaet gefragt, um dem Kleinen den Positionswechel vom Sitzen ins Stehen zu erleichtern??!!










Ezequiel unser Wonneproppen. ist zwei Jahre alt und leidet an einem sehr seltenem Syndrom, wo keiner so genau weiss, was es damit auf sich hat. Was sicher ist und wir bemerken ist, dass es Auswirkungen auf seinen Respirationstrakt hat, seinen Gehoer- und Seesinn schwaecht und er auch in seiner motorischen Entwicklung stark verzoegert ist. Im Maerz als wir mit ihm zu arbeiten begannen, lag er passiv in der Rueckenlage und konnte seine sehr schlaffen Beine kaum bewegen. Heute nach einigen Monaten koennen wir einen enormen Fortschritt bemerken, denn er KRABBELT und zieht sich mit ein bisschen Fazitilation aus dem Sitz in den Stand hoch, STEHT mit Unterstuetzung (Festhalten an der Bank), und exploriert mit seinen Beinen und Fuessen den festen Untergrund...wie lange wird es wohl dauern bis auch er die ersten Schritte macht???


Eindruecke aus der Therapie

Nadine uebt mit Emanuel "fliiieeegen"... wie schoen ist es doch die Welt aus der Bauchlage zu betrachten, oder??











Ich fuehre Silvana beim Essen mit Loeffel. +mhhhm+


















Silvana geniesst mit einem allessagenden Grinser die Gesichtsmassage ;)

















Kurz Grunsaetzliches zum Projekt, fuer die, die es noch nicht wissen.
Im Proyecto Samaritano arbeiten, inkl. mir, zwei Ergotherapeutinnen und zwei Physiotherapeutinnen mit zusaetzlicher Unterstuetzung von einer Psychologin, einer Aerztin und den Krankenschwestern der kleinen Klinik, die wir bei uns im Casa Santiiago haben, an der Entwicklung beeintraechtigter Kinder, die von ausserhalb des Kinderzentrums, also von verschiedenen Orten der Insel kommen.


Gestartet haben wir im Maerz mit sechs Kindren, die uns die Clinica Esperanza, die auf der anderen Seite der Insel ist, und schon seit einigen Jahren ein sehr aehnliches Projekt am Laufen hat, ueberwiesen.

Mittlerweile sind es 13 Kinder, die wir bis zu drei Mal in der Woche vormittags und auch nachmittags betreuen. Werbung haben wir keine gemacht.
Die Informationsweiterleitung verlaeuft hier ueber die Nachbarschaft. Eine Mutter erzaehlt ihrer Freundin von unserem Projekt, die der Oma, usw. So tauchen immer wieder neue Gesichter auf und fragen nach, ob wir ihnen therapeutische Unterstuetzung anbieten koennen.


Das Projekt finanziert sich von Spenden aus Oesterreich und der Schweiz und ermoeglicht den Familien, dass ihre Kinder gratis Therapie bekommen. Zusaetzlich geben wir Milch und Soya einmal pro Woche, zahlen den Transport zur Therapie und wieder nach Hause, ermoeglichen mit weiterer finanzieller Unterstuetzung Untersuchungen bei speziellen Aerzten, den Kauf von diversen Medikamenten und die Anschaffung von Rollstuhl und KInderwagen.

Ein siebenjaehriges Bub, Alex, mit Down-Syndrom leidet an einem sehr schwachen Herzen. Ich betreue ihn ergotherapeutisch zweimal pro Woche und einige Male hat er jetzt auch schon am Vormittag in der Sonderschulklasse unserer Schule teilgenommen.
Bis jetzt konnte es sich die Familie nicht leisten ihn medizinisch komplett abklaeren zu lassen, geschweigedenn medizinisch einzustellen, was sehr wichtig waere um sein schwaches Herz zu staerken. Mit uns bekommt er somit die Moeglichkeit auf eine Untersuchung beim Kardiologen, um ihn mit den richtigen Medikamten einen sicherern Alltag zu ermoeglichen.

Mit unserer Arbeit stehen wir im staendigen Kontakt mit den Arbeitern der Clinica Esperanza und Nadine und ich koennen eine weitere Sache, auf die wir sehr stolz sind, verkuenden.

Vor einigen Wochen kam die Idee auf eine Fortbildung fuer die Arbeiter der Clinica zu geben, um sie an unseren therapeutischen Kenntnissen teilhaben zu lassen und einen profesionellen Austausch zu ermoeglichen.

So griffen wir das Thema: "wie ermoegliche ich meinem beeintraechtigten Kind selbststaendig essen zu erlenen?" auf, bereiteten einen theoretischen Teil, sowei einen praktischen Teil mit dem Fallbeispiel von Silvana aus unserer Therapie vor und legten mit viel Elan und Motivation los.
Wir verschriftlichten fast 30 Seiten und von unserer Praesentation kann man nur sagen, dass wir sehr viel Anerkennung und Lob bekamen. Die groesste Freude machte uns der Physiotherapeut der Clinica, als er uns einlud die gleiche Fortbildung im Sinne eines Workshops fuer die Muetter und ihre Patientenkinder der Clinica zu geben.
Also klemmten wir uns ein weiteres Mal dahinter, adaptierten die Fortbildung, fuegten noch mehr praktische Uebungen hinzu und stellten uns vor eine Gruppe Muetter mit Kindern und man kann den Workshop als seeehr gelungen betrachten.

Ich zitiere eine Mutter, die zu uns kam und meinte, "danke jetzt hab ich endlich mehr Ideen, um mit meinem Kind zu Hause am selbststaendigen Essen zu ueben!"

Was soll ich da noch gross sagen, stolz bin ich schon, was wir die letzten Monaten zusaetzlich zu der Arbeit bei N.P.H. auf die Beine gestellt haben.

Bald gibts mehr Geschichten... muss jetzt zum Flughafen, um meine geliebte Schwester Alexandra abzuholen... ich hab jetzt naemlich Ferien!!!!!!!!!! +juhuuu+