Freitag, 14. Mai 2010

Maaiiii-Highlights

Hallooooo ihr Lieben,


lang is her aber jetzt ist hoechste Zeit wieder von mir hoeren zu lassen -zwinka-


So wie auch das letzte mal schon kurz erklärt, spielt das Internet immer noch ziemlich verrückt und lässt uns nur seltenst die Gnade, Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen. Der immer wieder einsetzende Regen versteht sich nicht so gut mit den Stromleitungen, und so muss man sich mit ein paar Stunden Strom des Generators zufrieden geben und sich fuer die dunklen Stunden einen guten Vorrat an Batterien fuer die Taschenlampe anschaffen bzw. sich mit Kerzen ausstatten -hihi-


Hab grad wieder mal Wochenende, sind ganz gemuetlich in San Juan del Sur unterwegs und so nutz ich den Luxus des Internet-Cafes.


Jetzt ists wirklich ewig her seitdem ich das letzte mal geschrieben hab, also werd ich euch die Highlights der letzten Wochen, ja eigentlich des gesamten Mais erzaehlen.


Das Monat hat schon aufregend begonnen und mit Feiern begonnen!!!


Samstag, 1. Mai 2010 – Hochzeit von Tío Juan Pablo & Aura

Tío Juan Pablo und seine schon vom Standesamt angetraute Aura (die ihre gesamte Kindheit hier bei NPH verbracht hat) haben beschlossen ihre Hochzeit im Kreise der groooooßen Familie zu feiern und es war wohl die beste Idee, die sie haben konnten, da es zu einem unvergesslichen Fest wurde an dem alle Kinder, Tíos, Verwandte der beiden mit größter Emotion dabei waren.

Samstag um 15:00 Nachmittags leuteten die "Hochzeitsglocken" und wir wanderten in Karawanen, natürlich hübsch aufgeputzt in Richtung Kirche. Die Zeremonie war so schön, traditionell , so wie mans auch von uns daheim kennt. Gesang, Blumenmaedchen, der kleine Sohn -Pablo- mit den Ringen, eine schoene Predigt, und viiiieeele strahlnede Augen.

Nach der Messe wurde natuerlich Reis geworfen und das Brautpaar ist von der weissen Kutsche abgeholt worden, der weisse Pickup hat diesem Zweck gut gedient.

Also gings mit Saus und Braus auf zum Feiern, gutes Essen, Pinata fuer Gross und Klein und schlussendlich wurde getanzt, getanzt, getanzt....ein super schoenes Fest!!!


4. Mai 2010- Tag der Arbeiter ---- Ausfulg mit der ganzen Sippe der Grossen gg zum Naturswimmingpool -Ojo de Agua-


Día de trabajadores - Ojo de Agua


Zur Feier des Tages der Arbeiter haben Lehrer, Feldarbeiter, Tios und Tias, Direktoren Koechinnen, und alle die sonst noch bei NPH fleissig jeden Tag zur Arbeit kommen, also auch wir Voluntaere, die Kinder einen Tag allein auf sich gestellt und sind abgehaut um einen Tag ganz gemuetlich im Ojo de Agua zu verbringen.

Ich war dort ja schon mal mit Nadine und wie gesagt es ist wirlich ein Ort zum Relaxen und Seele baumeln lassen. Und es war so schoen in Ruhe mit den Tios und Tias Zeit zu verbringen und auch die ganzen anderen Arbeiter kennenzulernen, ist ja sonst nicht immer so viel Zeit dafuer. Action gabs natuerlich auch zu Genuege, waere ja sonst langweilig . Vom Pyramidenbauen im Wasser bis Wettkampfschwimmen, Wetttauchen und Fotoshooting konnten wir gar nicht genug bekommen. Gegen spaeten Nachmittag gings dann gut gelaunt und erschoepft zurueck zu den Kindern, die uns schon sehnsuechtig erwarteten.


8. Mai 2010 - 16 Jaaaaaaaahre N.P.H. Nicaragua- Geburtstag wurde gefeiert und das gehoerig !!!!!!!!


16 anos N.P.H. Nicaragua - Schlammschlaaacht ;)


Wow dieses Wochenende war der reinste Wahnsinn und die langen Vorbereitungen haben sich zu 100 Prozent gelohnt. Bereits am Freitag sind die Jugendlichen und Studenten aus Jinotepe und Managua natuerlich inklusive Matratezen angereist und die Action hat begonnen. Fuer den Samstag waren Turniere, Spiele mit dem Thema --Hauptsache schmutzig machen und im Schlamm baden -hahahhahaha- Fuer diese Spiele sind alle Kinder in verschiedenen Teams aufgeteilt worden und am Freitag Abend standen die Praesentationen der Teams an. Es wurde gesungen, getanzt und schauspielerisches Talent zum Besten gegeben!!! Natuerlich hatte jedes Team seine ganz persoenliche Flagge, selbstgemachte T-Shirts, Plakate usw.

Samstag Morgen begann fuer mich sehr frueh, der Wecker läutete um drei Uhr morgens, schnell aufgestandenm, machte ich mich bewaffnet mit Taschenlampe auf den Weg alles für die Aktivitäten der Kinder des Casa Asis zu dekorieren usw. Ich war dafür verantwortlich das Programm für die Kleinen zu gestalten und alles was eben noch dazugehört, sowie Dekoration, etc. zu organisieren. Zwei Mädels aus dem Año Familiar haben mir dabei geholfen.


Der gesamte Tag des Aniverserios wurde zum größten Erfolg und ich habe selten soviel lachenden, schreihende, vor Ehrgeiz und Energie strotzende Kindermassen erlebt, die mit voller Begeisterung Bäume erklimmen, durch Dreck roppen, auf Stelzen durch Schlamm stolzieren, beim Seilziehen in ein Wasserloch fallen usw.

Das Motto für diesen Tag lautete: Hauptsache dreckig werden und somit gab es die witzigsten und unterschiedlichsten Spiele, die die einzelnen Teams bewältigen mussten, um Punkte für den Sieg zu sammeln.


Mit den Kleinen badeten wir weniger im Dreck aber dafür kämpften wir mit selbstgemachten

Piñata, tanzten mit Luftballons um die Wette, ließen uns von der Hüpfburg in die Luft schleudern, bweisten unser Talent im Pantomime spielen und vieles, vieles mehr.


Kinder inklusive Tíos und Tías waren begeistert und so war ich dann auch froh, dass sich die Vorbereitungen gelohnt haben. Die Kleinen reisten am späten Nachmittag wieder ab und so hatte ich noch ein bisschen Zeit, um mich für die Party-Nacht hübsch zu machen.


Der Abend wurde zum gleichen Erfolg wie der bereits vergangene Tag. Tanzvorführungen, Gesangseinlagen, die Kürung der Sieger, gutes Essen, Kuchen und Disco bis Mitternacht.... wow, wow, wow kann ich da nur sagen. Emotionen die einem überwältigen prägten diesen Tag und ließen uns Volunteers schlussendlich vor Freude und Eifer bis zum absoluten Ende abtanzen. Ich bekam auch ein etwas Tanzunterricht von den Jungs und somit ließen wir den laaaangen Tag so gut ausklingen, wie er in der Früh mit der Messe begonnen hat.


Übrigens Nach der Messe um 6 Uhr am Morgen, haben wir alle gemeinsam das gut einstudierte Lied "We are the World" von Michael Jackson --- wir sangens auf Spanisch und dichteten es um auf "Somos amor, somos hermanos"--- zum Besten gegeben und lauthals unsre Stimmen zum Klang gebracht.

Schöner kann man so einen besondernen Tag, wo man wieder einmal richtig zu spüren bekommt, wie wichtig es ist eine Familie, ein Zuhause und Menschen, um sich zu haben, die einem lieben, und mit dir durch Dick und Dünn gehen, kaum beginnen. Schauts euch die Fotos an -- die sagen meeeeeehr als tausend Worte!!!!



Was war sonst noch so los im guten Monat Mai...wie schon erwähnt die Regenzeit hat eingesetzt und ich sags euch.... ich leb jetzt in einem grünen Paradies. Man hat fast zuschauen können, wie das Gras zu wachsen begann, Blumen zum Sprießen begonnen und sich einfach die gesamte Vegetation in saftiges Grün kleidet.

Die Luftfeuchtigkeit ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig, vor allem weil auch die Wäsche nur sehr langsam trocknet und das an sehr regenreichen Tagen etwas lästig ist.

Der Stromausfall, auch schon erwähnt ist eine weitere Sache und die Moskitos, Fliegen, Frösche, Riesenkröten müssen wir wohl ganz langsam als unsere Mitbewohner und Freunde akzeptieren +hihi+


Aja Nadine und ich waren in letzter Zeit nicht so gut beinandert. So wies aussieht haben sich lästige Parasiten in unseren Mägen und Darm eingenistet und so wurden wir für einige Zeit außer Gefecht gesetzt. Zum Glück hat sich alles wieder eingeränkt und wir fühlen uns beide wieder pumperlgsund +hehe+


Aja fast vergessen -- bei den nationalen Leichtathletikspielen in Managua waren wir dabei !!!!! Zwei von unseren Jungs haben sich bei den regionalen Spielen für Weitsprung, 400m und 800m-Lauf qualifiziert und durften so an den Spielen in Managua teilnehmen. Da ich ja ehemalige Leichtathletin bin +gg+ konnte ich mir dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Gerissen haben unsre Jungs zwar Nichts, aber wie heißt es so schön-- Hauptsache dabeisein und mitfiebern!!! Und das haben wir auch gemacht +hehe+


Es war richtig interessant Athleten aus ganz Nicaragua zu sehen zu bekommen und auch ein bisschen die Parallelen und Unterschiede zu Österreich zu sehen. Nach Erdpiste und alles andere als Tartanbahn bei den regionalen Spielen war ich begeistert ein Stadion anzutreffen, wies auch bei uns Gang und Gebe ist. Auch an den verschiedensten Disziplinen hat nichts gefehlt und es hat mir richtig getaugt unsre Jungs anzufeuern.


Tía Maria José mit Schwester und Kindern war auch mit von der Partie uns so hatten wir unseren Spaß. Da die Spiele zwei Tage dauerten bot uns Tía Maria José an bei ihr und ihrer Familie zu übernachten. Da wir die Familien aufgrund wiederholter Besuche schon etwas besser kennen war es super nett so auch einen Abend mit Zusammensitzen, Telenovela schauen usw. zu verbringen.


Die letzte Geschichte des Mais widme ich dem gerade vergangenen Wochenende.


Die Besteigung des Vulkans Masaya, der Markt von Masaya und das immer wieder schöne San Juan del Sur


Vulkan Masaya, der Markt von Masaya und das schoene San Juan del Sur


Freitag früh gings wieder zeitig los und wir machten uns auf den Weg nach Masaya. Dort erwartete uns schon Tío Justo, der in Masaya wohnt, und uns somit anbot uns auf der Erkundungstour des Vulkans zu begleiten. Der Vulkan Masaya ist noch aktiv und liegt in einem Nationalpark. Wir konnten es kaum erwarten den rauchenden Krater zu erreichen uns so machten wir uns mit guter Geschwindigkeit auf und ließen Meter für Meter hinter uns. Anfangs passierten wir grünsten Wald, der einem Dschungel glich, doch je weiter mir in Richtung Krater kamen um so weniger und trockener wurde die Vegetation und umso gashaltiger wurde die Luft.

Nach 6km Aufstieg hatten wir es geschafft und kamen in den Genuss einen Krater zu Gesicht zu bekommen, der raucht, dass einem weiß vor Augen wird! Wow ich sags euch, es war ein unglaublich cooles Gefühl am Rand des Kraters zu stehen und hunderte Meter in die Tiefe zu blicken. Leider konnten wir keine Lava sehen, da der Vulkan in der Regenzeit immer mehr Rauch von sich gibt, aber nichtsdestotrotz war dies ein einmaliges Erlebnis. Und so haben wir auch einen weiteren To Do Punkt auf unser "DAS-IST-ALLES-NOCH-ZU-TUN-LISTE" --- in der nächsten Trockenzeit wieder kommen, um auch die Lava zu sehen!

Da die Luft da oben sehr gashaltig war, verbrachten wir nicht allzu viel Zeit am Krater und machten uns somit wieder auf den Rückweg. Tío Justo erzählte uns einige Schwänke aus seinem Leben und wir hatten einen ziemlichen Spaß zu dritt. Für das nächste Mal sind wir auch schon zu ihm nach Hause eingeladen, um seine Familie kennenzulernen und eine "Cela" zu trinken ;)


Nach dem Naturerlebnis warfen wir uns ins Marktgetümmel von Masaya, wo uns auch schon Tinka, die holländische Voluntärin, erwartete. Der Markt von Masaya ist riiiiesig und man kann sich ganz schön schnell verlaufen, aber einfach einzigartig, hier bekommt man einfach alles, von Obst, Gemüse, Fleisch, Gewürzen, Kleidung, Schuhen, Spielzeig, Kosmetikartikel, Haarschneiden, bis Artesanía, der nicaraguanischen Handwerkskunst.


Wir ergatterten einige Schnäppchen und dann gings auch schon mit dem nächsten Bus ab nach San Juan del Sur, das ich ja doch schon sehr vermisst habe.

Nachdem wir einen Deal mit den Jungs im Hostel zu Wege brachten (Cesar, ein Surflehrer, der im Hostel "Arena Caliente" arbeitet, meinte: "Naja eigentlich sind wir ja voll mit Gästen, aber eben nur eigentlich!" Tinka, Nadine und ich schauten uns fragend an und er meinte weiter: "ich kann euch nur zwei Betten in meinem Zimmer für die erste Nacht anbieten!"...klar willigten wir ein), lotsen uns unsere leeren Wegen direkt zum nächsten Comedor und wir verspeisten Fisch, Avocado, Gallo Pinto und andere Köstlichkeiten.


Gut gestärkt gings zurück ins Hostel, wo wir uns mit den Jungs und Mädels, denen das Hostel g
ehört und einigen anderen Gästen im Wohnzimmer zusammensetzten und ein bisschen zu quatschen bevor wir uns ins Ausgehgetümmel von San Juan del Sur stürzten.


Ich zähl einfach ein paar Stichworte auf - Vollmondparty, Feuershow, Surfen in der Bucht von San Juan, Surfen am Playa Remanzo, Erkunden des Playas Tamarindo und der Pena Rota, dem Geheimnis von San Juan, wiedertreffen von vielen bekannten Gesichtern, gemütliches Zusammensitzen auf der Terasse, Tanzen zu lateinamerikanischen und Raggae Rhythmen und und und....

Das Wochenende war super ereignisreich und es war einfach so schön mal nur am Strand zu liegen, den Wellen zu lauschen, und vor allem Leute wiederzutreffen, die man schon von vorher kennt und ja sozusagen "Freunde zu machen" und viel, viel Spanisch zu quatschen. Mittlerweile sind wir nicht mehr die Touristen, die das erste Mal in ein neues Dorf kommen. Hier in San Juan geht man durch die Straßen und kennt die Leute, die hier leben. Wir hatten dieses Wochenende richtig viel Zeit Bekannte besser kennen zu lernen und einfach gemeinsam zu lachen, zusammenzusitzen, zu tanzen usw.


Wäre ja nicht San Juan wenn man nicht auch mit vielen Touristen aus den unterschiedlichsten Ländern ins Gespräch käme also, haben wir zwei weitere Dinge die, wir auf unsere schon erwähnten "DAS-IST-ALLES-NOCH-ZU-TUN-LISTE" hinzufügen müssen. Ein Trip nach New York, um Karim, den italienischen New Yorker und seinen Freund Andreas zu besuchen und mindestens zehn Tage in Panama zu verbringen, um mit Manuel tauchen zu gehen und zum anscheinend besten Raggea-Sound, den es gibt, abzutanzen +hehe+

Notiert ists mal, mal schaun was sich alles machen lässt.


Die Pläne, die doch etwas näher liegen, stehen schon für das nächste Descanso an--- und zwar mit Oskar, Ernesto, Androide, Federico und Co den Beginn der Fußballweltmeisterschaft zu feiern und mit den Jungs aus dem Hostel schnorcheln und fischen zu gehen und anschließend gemeinsam zu kochen .... jajaja so schön kanns sein.... nana so schön ist es!!!!!!!!!!!!!


Nach vier Wahnsinns-Tagen kehrten wir Montag Abend wieder auf die Insel nach Hause zurück und begannen heute, Dienstag mit viel gesammelter Energie wieder zu arbeiten und unseren Alltag hier zu leben.


Zum Thema Alltag gibts mehr im nächsten Blogeintrag, der sicher nicht so lange, wie dieser hier auf sich warten lässt.




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