Samstag, 30. Oktober 2010

NEWS - NEWS - NEWS

Sodala ihr Lieben, es gibt jede Menge Neuigkeiten zu berichten!!!!!!!!!!!!!!!

Da ich schon so lange nicht mehr über das Leben hier bei den Kindern geschrieben hab, weiß ich gar nicht, wo ich überhaupt anfangen soll???

Mal schauen... zuerst mal ganz allgemein....
Die Schlussphase mit den Kindern von NPH hier auf der Insel hat begonnen. Am 5. Dezember ist soweit und das ganze Kinderdorf packt ihre Koffer und zieht mit Sack und Pack nach Jinotepe um, Casa Padre Wasson.
Wenn ihr euch erinnert dort haben wir die Osterwoche verbracht als der Vulkan Concepción hier auf der Insel so durchgedreht hat und Asche spuckte.
Der Plan aufs Festland umzuziehen steht ja eh schon seit einigen Jahren, doch der unruhige Vulkan im vergangen März hat diese Entscheidung beschleunigt und so schnell steht das Ende vom Jahr vor der Tür und wir müssen die Insel wirklich verlassen.
Gut ein Monat fehlt uns noch, dann beginnt das große Chaos des Umzugs.
Soviel zur allgemeinen Situation von NPH

Meine oder besser gesagt unsere - Nadines und meine persönliche Situation schaut ein bisschen anders aus, denn wir werden doch noch für längere Zeit der Insel treu bleiben...

------ Wie es dazu kam ------
Wie ihr ja alle wisst arbeiten Nadine und ich schon seit März zusätzlich zur Arbeit mit den Kindern von NPH mit Kindern mit verschiedenen Behinderungen der Insel. --- Proyecto Samaritano ---
Da der Umzug von NPH eigentlich bedeutet hätte, dass auch unser Projekt, das schon nach wenigen Monaten sprichwörtlich zum Blühen begonnen hat, beendet werden hätte müssen. Um dies zu verhindern legten wir uns ins Zeug und es entstand die Idee das Projekt trotz Umzug des Kinderheims in Moyogalpa, der Hafenstadt der Insel weiterzuführen.
Nach Präsentationen, Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium und dem Bürgermeister konnten wir es erreichen alle Beteiligten davon zu überzeugen wie wichtig das Therapieangebot für die Kinder der Insel ist und wir bekamen die Zusage und die Unterstützung unser Proyecto Samaritano weiterzuführen.

Im Klartext schauts also so aus. Der Bürgermeister von Moyogalpa stellt uns einen Therapieraum direkt in der Stadt zur Verfügung und jetzt braucht es nur noch jemanden der auch unsere Arbeit weiterführt. Zuerst war der Gedanke eine fixe einheimische Therapeutin zu suchen, da unser Freiwilligenjahr ja im Jänner schon zu Ende geht.
Dieses Jahr ist einfach zu schnell vergangen, ich fühl mich pudelwohl hier und die Arbeit mit den Kindern der Insel weckt soviele Ideen, Fröhlichkeit und Enthusiasmus in mir, dass ich mir gar nicht vorstellen kann im Jänner schon die Koffer zu packen. Nadine gehts da ganz gleich wie mir und so fiel die Entscheidung nicht schwer. Wir bleiben, wir bleiben hier auf der Insel und führen unser Projekt in Moyogalpa weiter und hoffen so ein richtiges kleines Therapiezentrum aufzubauen!!!!
Für wie lange???? Das weiß keiner so genau... bis zu einem Jahr??!!! Wir werden sehen!!



Also wenn das Kinderdorf die Insel verlässt, siedeln Nadine und ich nur ein paar Kilometer weiter nach Moyogalpa um, richten den neuen Therapieraum ein und arbeiten so bis Mitte Dezember, um allen Familien unserer Therapiekinder zu zeigen wos weitergeht. Über Weihnachten und Silvester packen auch Nadine und ich unsere Koffer und fahren nach Jinotepe um die Festtage mit den Kindern von NPH zu verbringen (das bedeutet ca. 3 Wochen Therapiepause für die Kinder der Insel)
Im Jänner kehren wir zwei Hübschen dann auf die Insel zurück ziehen wir in ein Haus mit Sonnenuntergangs-Seeblick ein, das wir anmieten können und werden mit dem Proyecto Samaritano so richtig durchstarten.

Wir haben ein Dokument zusammengestellt, das uns und unser Projekt mit vielen Bildern vorstellt

Und was sagt ihr??? Ziemlich aufregend, wenn ihr mich fragt.

Noch ein paar News von meinen kleinen Jungs aus dem Kinderdorf. Meine kleine Sektion, die bis vor Kurzem noch aus wenigen Kinder bestanden ist ist gewachsen.... gewachsen deswegen, da wir mit den kleinen Jungs (den Medianos) zusammengenschlossen worden sind. Nun sind wir 10 Kinder plus zwei ältere Jungs die mithelfen, drei Tios und zwei Voluntärinen. Da dauert das Ins-Bett-Geh-Ritual mit Geschichten erzählen, Umarmung und Bussi jetzt doch etwas länger.
Der Grund des Zusammenschlusses?? In Jinotepe werden die Kinder dann jeweils zu 20igst in größeren Häusern zusammenleben und um die Kleinen schon mal auf diese Umstellung ein bisschen einzustimmen haben sich unsere Direktoren für diesen Wechsel entschieden!
Ich hab sie so richtig lieb meine große Rasselbande ;)

Aja hab ich ja ganz vergessen....ab heute bin ich ganz offiziell Taufpatin +hihi+
Die Leyla ein vierzehnjähriges Mäderl hat mich schon vor einiger Zeit gefragt, ob ich nicht ihre "Madrina" für ihre Taufe sein möcht. Voll lieb hab mich total gefreut. Eigentlich wär ich auch von Alex aus meiner Sektion die Madrina für die Erstkomminion gewesen, aber der Kleine hat den Religionsunterricht geschwänzt und deshalb haben sie ihm die Komminion für dieses Jahr gestrichen.
War heut richtig schön die Messe, insgesamt sind eh ca. acht von unseren Kids getauft worden, schönes Erlebnis das mit den Kindern zu teilen!!


Sobalds wieder Neuigkeiten gibt meld ich mich und FOTOS folgen in Kürze!!!

Nicaragua - Nicaragua - Nicaragua - Urlaub mit meinem Schwesterherz ;)

Nach Monaten ohne Internet, Wochen ohne Strom und Tagen des Regens komm ich endlich wieder dazu mich bei euch zu melden.

Mein letzter Bericht ist ja schon sehr lange her- genau bevor mein Schwesterherz mich besuchen gekommen ist. So gibt es jede Menge zu erzählen ;)

Ich beginn mal mit dem Urlaub - wow es war so schön, als ich Alex mit Willkommesnbanane begrüßen konnte, Nadine und ich sind mit unseren Gesichtern an der Glasscheibe gepickt und haben sensüchtig unsre Lieben erwartet. Gasi, Alex, Nadine und ich verbrachten so die ersten zwei Wochen gemeinsam, haben viel unternommen und Nicaragua und seine versteckten Wunder erkundet.

In den ersten Tagen gings mit ein paar Nica Jungs- und Mädels gemeinsam in den Nord-Westen Nicaraguas um den ehemalig größten Vulkans Zentralamerikas zu besteigen (Vulkan Cosiguina, 3000m). Ehemalig deshalb, da es im Jahr 1835 eine große Explosion gab, er seit dem nur noch auf 859m Höhe kommt, man im Meer die Überreste in Form von kleinen Steininseln sehen kann, und den Krater eine riesengroße Lagune schmueckt.

Ausblick von oben ist der Traum - man sieht auf den Golfo de Foncesca, den Pazifik, die Berge und Vulkane von Honduras und El Salvador und die Halbinsel Cosiguina.


Nach der wunderschönen Besteigung des Vulkans schlugen wir uns unser Lager am schwarzen Vulkanstrand am Nordvestlichsten Punkt von Nicaragua auf (Potosí, Punta San Jose), aßen Muschelkocktail, spielten Baseball am Strand und sangen bei Lagerfeuer und wunderschönen Sternenhimmel. Mitten in der Nacht machten wir uns auf die Suche nach Schildkröten, die an diesem Strand ihre hunderte von Eier vergraben. Leider kamen nur einige von uns in den Genuss nach mehreren Stunden Strandspaziergang die schönen großen Tiere zu beobachten. Ich hatte leider Pech, erblickte keine Schildkröten aber bekam zum Glück das Angebot den Rückweg auf dem Rücken eines Pferdes zurückzulegen.

Nach drei aufregenden aber auch anstrengenden Tagen kehrten wir nach Leon, der Kolonioalstadt zurueck und anschließend fuhren wir zu den Kindern nach Jinotepe.
Der dreimonatige große Besuchertag an dem immer alle zusammenkommen stand an und so nutzten wir die Möglichkeit Alex und Gasi unsre neue große Familie vorzustellen.
Wir verbrachten einen Tag mit spielen, zeichnen, Fotos schießen, lachen und vielen Umarmungen und gegen späten Nachmittag kehrten wir mit der ganzen Sippe zusammengequetscht in zwei Bussen auf unsre geliebte Insel zurück.

Die kommenden Tage standen ganz im Sinne die Isla Ometepe zu erkunden. Ob mit Moped oder zu Fuß, Nadine und ich zeigten unsren Lieben die Natur- und Tierwelt....Ojo de Agua, Kayaktour im Río Istiam inkl. verschiedensten Vögeln, Schildkröten und Krokodilen, Lagune Charco Verde inkl. Affen, etc. Von den heimischen Fischern wir kauften stattlich große Fische und bereiteten sie gemeinsam mit unserem Freund Danny, der ein kleines Restaurant auf der Insel hat zu - dazu gabs Tostones (gebratene Kochbananen) , Gallo Pinto (Reis mit Bohnen) und Chile, so wie sichs auf Nica-Art gehört!! +mmhhhhm+

Nach Inselerkundung und Zeit mit den Kindern im Casa Santiago mussten wir uns leider schon bald wieder verabschieden. Meine Jungs wollten Alex schon gar nicht mehr gehen lassen
+hihi+
Ein paar Tage in San Juan del Sur zum Chillen, Surfen und Party machen und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Weg in die Hauptstadt. Für Gasi endete der Urlaub und er musste den Rückweg nach Österreich antreten, Nadine kehrte zurück ins Arbeitsleben und Alex und ich nahmen den nächsten Flug in die Karibik!!!!

COOOORN ISLANDS
Ichs sags euch, nach dem 70-minütigen Flug haben wir echt geglaubt wir befinden uns mitten in einem wunderschönen Bilderbuch aus Palmen, weißem Sandstrand, türkisblauen Wasser, Bambushütten direkt am Meer. Alex und ich verbrachten sechs Tage auf der Little Corn Island, einer sprichwörtlichen Perle des Karibischen Ozeans. Wir schliefen in einer kleinen Hütte aus Bambusstöcken, und kamen so richtig zur Ruhe. Stunden des Chillens am Strand, Lesen, Armbädner knüpfen, Schwimmen und Schnorcheln (wir sahen sogar Haie!!!!), Kennenlernen der Einheimischen, Essen von Kokosnussbrot, Fisch, Langosten, Krabben, etc. eieieiei ich sags euch ein Traum- wie im Bilderbuch eben.

Nach dem Ausflug ins Paradies, gings paradiesisch weiter, denn wir traten unsren Rückweg zum Festland per Schiff an, fuhren bis Bluefields und anschließend weiter bis zur Laguna de la Perla.
Eine riesengroße Lagune an der Atlantikküste, die von über 18 kleinern Fischerkommunidaden bewohnt wird. Die Leute dort leben mit den einfachsten Mitteln, doch zeichnen sich aus durch ihre wahnsinnige Gastfreundlichkeit. Ein Dorf aus zehn bis fünfzehn Holzhütten, die Kinder rennen auf einem zu, wir werden sofort auf Krabbensuppe eingelanden und anschließend folgt ein Kanuausflug durch die Weiten der Lagune. Der liebe Fischermann Orlando, bei dessen Frau wir vorher vorzüglich gespeist haben, unterhielt uns während der mehrstündigen Fahrt mit Geschichten Nicaraguas ;)

Nach atemberaubenden Tagen an der Atlantikküste kehrten wir zurück in den Westen Nicaraguas ----- GRANADA ----- einer Kolonialstadt, die am Ufer des Nicaraguasees liegt.
Es stand Stadterkundung, Tanzen gehen (Salsa, Bachata, Merengue, ...), Bootfahrt zu den 365 kleinen Inselchen rund um die Halbinsel von Asese und Unabhänigkeitstage (14., 15. September) feiern auf dem Plan - Umzüge in der ganzen Stadt, Musikkappellen und Tanzgruppen der verschiedenen Schulen aus Granada und Umgebung... man kann sich vorstellen, dass da einiges los war. Die Kinder waren mit Leib und Seele dabei ;)

Für den letzten Stopp unserer gemeinsamen Reise entschieden wir uns noch einmal nach San Juan del Sur zu fahren, um die verbleibenden Tage mit Strandliegen, Surfen und Ausgehen zu verbringen. Der richtige Abschluss für ein Monat atemberaubender Erlebnisse im wunderschönen Nicaragua, dem Land, das ich doch schon irgendwie meine zweite Heimat nenne.

Zum Schluss möchte ich noch kurz über die paar Hoppalas erzählen, die uns, oder eigentlich hauptsächlich Alexandra wiederfahren sind.

  • dicke Lippe von der Alex --- böser Moskito
  • zwei Mal blutiges Knie, Alex zuerst dann ich (man sollte halt nicht bei Regen zum Bus laufen)
  • Magenverstimmungen und Übelkeit
  • Hustenanfälle, allergische Reacktion -- Krankenhausbesuch in Masaya nach 3 Nächten ohne Schlaf +armeAlex+
wenn man diese Liste betrachtet hat sich mein Schwesterherz trotz einigen Tiefpunkten sehr wacker hier in Nicaragua geschlagen. Nur an Reis und Bohnen jeden Tag konnte sie sich nicht gewöhnen und auch die ständige Hitze machte ihr zu schaffen... +hihi+

An GASI, NADINE, und ALEX ein großes Dankesbussi für diesen einzigartigen Urlaub!!!!!!!!!!!!!!


Fotos folgen in Kürze