Samstag, 30. Oktober 2010

Nicaragua - Nicaragua - Nicaragua - Urlaub mit meinem Schwesterherz ;)

Nach Monaten ohne Internet, Wochen ohne Strom und Tagen des Regens komm ich endlich wieder dazu mich bei euch zu melden.

Mein letzter Bericht ist ja schon sehr lange her- genau bevor mein Schwesterherz mich besuchen gekommen ist. So gibt es jede Menge zu erzählen ;)

Ich beginn mal mit dem Urlaub - wow es war so schön, als ich Alex mit Willkommesnbanane begrüßen konnte, Nadine und ich sind mit unseren Gesichtern an der Glasscheibe gepickt und haben sensüchtig unsre Lieben erwartet. Gasi, Alex, Nadine und ich verbrachten so die ersten zwei Wochen gemeinsam, haben viel unternommen und Nicaragua und seine versteckten Wunder erkundet.

In den ersten Tagen gings mit ein paar Nica Jungs- und Mädels gemeinsam in den Nord-Westen Nicaraguas um den ehemalig größten Vulkans Zentralamerikas zu besteigen (Vulkan Cosiguina, 3000m). Ehemalig deshalb, da es im Jahr 1835 eine große Explosion gab, er seit dem nur noch auf 859m Höhe kommt, man im Meer die Überreste in Form von kleinen Steininseln sehen kann, und den Krater eine riesengroße Lagune schmueckt.

Ausblick von oben ist der Traum - man sieht auf den Golfo de Foncesca, den Pazifik, die Berge und Vulkane von Honduras und El Salvador und die Halbinsel Cosiguina.


Nach der wunderschönen Besteigung des Vulkans schlugen wir uns unser Lager am schwarzen Vulkanstrand am Nordvestlichsten Punkt von Nicaragua auf (Potosí, Punta San Jose), aßen Muschelkocktail, spielten Baseball am Strand und sangen bei Lagerfeuer und wunderschönen Sternenhimmel. Mitten in der Nacht machten wir uns auf die Suche nach Schildkröten, die an diesem Strand ihre hunderte von Eier vergraben. Leider kamen nur einige von uns in den Genuss nach mehreren Stunden Strandspaziergang die schönen großen Tiere zu beobachten. Ich hatte leider Pech, erblickte keine Schildkröten aber bekam zum Glück das Angebot den Rückweg auf dem Rücken eines Pferdes zurückzulegen.

Nach drei aufregenden aber auch anstrengenden Tagen kehrten wir nach Leon, der Kolonioalstadt zurueck und anschließend fuhren wir zu den Kindern nach Jinotepe.
Der dreimonatige große Besuchertag an dem immer alle zusammenkommen stand an und so nutzten wir die Möglichkeit Alex und Gasi unsre neue große Familie vorzustellen.
Wir verbrachten einen Tag mit spielen, zeichnen, Fotos schießen, lachen und vielen Umarmungen und gegen späten Nachmittag kehrten wir mit der ganzen Sippe zusammengequetscht in zwei Bussen auf unsre geliebte Insel zurück.

Die kommenden Tage standen ganz im Sinne die Isla Ometepe zu erkunden. Ob mit Moped oder zu Fuß, Nadine und ich zeigten unsren Lieben die Natur- und Tierwelt....Ojo de Agua, Kayaktour im Río Istiam inkl. verschiedensten Vögeln, Schildkröten und Krokodilen, Lagune Charco Verde inkl. Affen, etc. Von den heimischen Fischern wir kauften stattlich große Fische und bereiteten sie gemeinsam mit unserem Freund Danny, der ein kleines Restaurant auf der Insel hat zu - dazu gabs Tostones (gebratene Kochbananen) , Gallo Pinto (Reis mit Bohnen) und Chile, so wie sichs auf Nica-Art gehört!! +mmhhhhm+

Nach Inselerkundung und Zeit mit den Kindern im Casa Santiago mussten wir uns leider schon bald wieder verabschieden. Meine Jungs wollten Alex schon gar nicht mehr gehen lassen
+hihi+
Ein paar Tage in San Juan del Sur zum Chillen, Surfen und Party machen und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Weg in die Hauptstadt. Für Gasi endete der Urlaub und er musste den Rückweg nach Österreich antreten, Nadine kehrte zurück ins Arbeitsleben und Alex und ich nahmen den nächsten Flug in die Karibik!!!!

COOOORN ISLANDS
Ichs sags euch, nach dem 70-minütigen Flug haben wir echt geglaubt wir befinden uns mitten in einem wunderschönen Bilderbuch aus Palmen, weißem Sandstrand, türkisblauen Wasser, Bambushütten direkt am Meer. Alex und ich verbrachten sechs Tage auf der Little Corn Island, einer sprichwörtlichen Perle des Karibischen Ozeans. Wir schliefen in einer kleinen Hütte aus Bambusstöcken, und kamen so richtig zur Ruhe. Stunden des Chillens am Strand, Lesen, Armbädner knüpfen, Schwimmen und Schnorcheln (wir sahen sogar Haie!!!!), Kennenlernen der Einheimischen, Essen von Kokosnussbrot, Fisch, Langosten, Krabben, etc. eieieiei ich sags euch ein Traum- wie im Bilderbuch eben.

Nach dem Ausflug ins Paradies, gings paradiesisch weiter, denn wir traten unsren Rückweg zum Festland per Schiff an, fuhren bis Bluefields und anschließend weiter bis zur Laguna de la Perla.
Eine riesengroße Lagune an der Atlantikküste, die von über 18 kleinern Fischerkommunidaden bewohnt wird. Die Leute dort leben mit den einfachsten Mitteln, doch zeichnen sich aus durch ihre wahnsinnige Gastfreundlichkeit. Ein Dorf aus zehn bis fünfzehn Holzhütten, die Kinder rennen auf einem zu, wir werden sofort auf Krabbensuppe eingelanden und anschließend folgt ein Kanuausflug durch die Weiten der Lagune. Der liebe Fischermann Orlando, bei dessen Frau wir vorher vorzüglich gespeist haben, unterhielt uns während der mehrstündigen Fahrt mit Geschichten Nicaraguas ;)

Nach atemberaubenden Tagen an der Atlantikküste kehrten wir zurück in den Westen Nicaraguas ----- GRANADA ----- einer Kolonialstadt, die am Ufer des Nicaraguasees liegt.
Es stand Stadterkundung, Tanzen gehen (Salsa, Bachata, Merengue, ...), Bootfahrt zu den 365 kleinen Inselchen rund um die Halbinsel von Asese und Unabhänigkeitstage (14., 15. September) feiern auf dem Plan - Umzüge in der ganzen Stadt, Musikkappellen und Tanzgruppen der verschiedenen Schulen aus Granada und Umgebung... man kann sich vorstellen, dass da einiges los war. Die Kinder waren mit Leib und Seele dabei ;)

Für den letzten Stopp unserer gemeinsamen Reise entschieden wir uns noch einmal nach San Juan del Sur zu fahren, um die verbleibenden Tage mit Strandliegen, Surfen und Ausgehen zu verbringen. Der richtige Abschluss für ein Monat atemberaubender Erlebnisse im wunderschönen Nicaragua, dem Land, das ich doch schon irgendwie meine zweite Heimat nenne.

Zum Schluss möchte ich noch kurz über die paar Hoppalas erzählen, die uns, oder eigentlich hauptsächlich Alexandra wiederfahren sind.

  • dicke Lippe von der Alex --- böser Moskito
  • zwei Mal blutiges Knie, Alex zuerst dann ich (man sollte halt nicht bei Regen zum Bus laufen)
  • Magenverstimmungen und Übelkeit
  • Hustenanfälle, allergische Reacktion -- Krankenhausbesuch in Masaya nach 3 Nächten ohne Schlaf +armeAlex+
wenn man diese Liste betrachtet hat sich mein Schwesterherz trotz einigen Tiefpunkten sehr wacker hier in Nicaragua geschlagen. Nur an Reis und Bohnen jeden Tag konnte sie sich nicht gewöhnen und auch die ständige Hitze machte ihr zu schaffen... +hihi+

An GASI, NADINE, und ALEX ein großes Dankesbussi für diesen einzigartigen Urlaub!!!!!!!!!!!!!!


Fotos folgen in Kürze


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