Donnerstag, 17. Dezember 2009

Von den Schildkröteneiern, Pferden und sonnigen Stunden am Strand

Endlich find ich die Zeit mich wieder bei euch zu melden. Habe mich mittlerweile ziemlich gut eingelebt. Mein spanisch wird von Tag zu Tag besser und ich fühl mich so richtig wohl. An das Klima habe ich mich auch schon gewöhnt bis auf die Tatsache dass ich egal wann ich ins Bett gehe immer so um 6 Uhr aufwache. Ich glaub das liegt einerseits an den stätigen 30 und mehr Grad und andererseits daran, dass ich vom Kikeriki der Hähne und Bellen der Hunde aus der Umgebung geweckt werde. Ich finde dieses Erwachen am Morgen höchst angenehm +ggg+ So kann ich die Zeit von 6 Uhr bis zum Frühstück um halb 8 dazu nutzen noch meine Hü zu machen und a bissl zu lernen. Für die nächsten Tage habe ich mir fest vorgenommen in der Früh am Strand laufen zu gehen. Der Strand ist sehr breit und der Untergrund relativ stabil, also zum Laufen perkekt. Anschließend eine Runde schwimmen und der Tag kann beginnen. +hehe+

Nun zu den Schildkröten. Babyschildkröten konnte ich leider keine beobachten weil wir gerade zu der Zeit gekommen sind als die Schildkrötenmamas ihre Einer gelegt haben. Trotz fehlender Babys +gg+ ein super Erlebnis. Nach Einbruch der Dunkelheit sind Tini, Antonia (eine Voluntärin aus der Schweiz- Krankenschwester) und ich mit 5 andren chicos udn chicas mit einem Truck ins Naturreservat La Flor gefahren. Und man glaubt es kaum, da steig ich in den Truck ein, frag ganz brav auf spanisch wie die Leute heißen und woher sie kommen, und ein ca 45 Jähriger Mann meint auf einmal "kannsch ruhig deitsch mit mia reden" +gg+ er ist ein Tiroler- Innsbrucker aus Kranebitten +haha+ Zufälle gibts.
Aber nun zu den Schildkröten- Nachdem wir am besagten Strand angekommen sind, sind wir mit Taschenlampen (rotes Licht, da sich die Schildkrötern sonst gestört fühlen) eine Weile spaziert, haben inzwischen den wunderschönen Sternenhimmel bewundert und dann sind die ersten Schildkröten aufgetaucht. Sie kamen aus dem Meer gekrochen, suchten sich einen geeigneten Platz am Strand, gruben ein Loch mit ihren Hinterfüßen und anschließend gings ans Eier legen. +gg+ Konnte so ca. fünf Schildkröten beobachten ;) Nachdem sie ihre Eier abgelegt hatten, gruben sie das Loch wieder zu und krochen zurück ins Meer. Ich muss sagen, ein wirklich sehr außergewöhnlich tolles Erlebnis.

Nun zu den Pferden ;) Dienstag Nachmittag stand eine ein Nachmittagsprogramm meiner Sprachschule an und zwar >>montar a caballos<<. Für des dass ich ja eigentlich no nie richtig reiten war, hats super funktioniert. Sind mit insgesamt 5 Pferden ins Hinterland von San Juan del Sur geritten, ueber Stock und Stein und schlussendlich an einem super Aussichtspunkt gelandet. Von dort konnte man die gesamt Bucht von San Juan del Sur sehen- richtig schoenes Panorama!!
Abwaerts zu reiten war sehr wacklig +gg+ aba zum Glueck hab ich ein braves Pferd gehabt, das nicht gestolpert ist +hihi+

Donnerstag Abend erkundeten die zwei schwedischen Maedels Johanna und Sandra und mir zum ersten Mal so richtig das Nachtleben von San Juan del Sur. Zuerst gings auf ein paar cervezas in eine Strandbar mit Namen >>El Timon<<. Das Besondere an diesem Abend war die Tanzshow, die dort stattfand. Zehn junge Nicas boten mit verschiedensten Kostuemen eine Vorstellung, die mich nur staunen liess. Insgesamt wurden sechs typische nicaraguanische bzw mittelamerikanische Taenze praesentiert, begleitet von Livemusik mit zwei Gitarren. Eine gute Einstimmung um spaeter selbst das Tanzbein zu schwingen. Tanzend und fasziniert von der Vielfalt der lateinamerikanischen Rhythmen gings erst sehr spaet nach Hause.

Freitag Nachmittag stand das naechste Highlight an. Ich fuhr mit zweien aus der Sprachschule - Kim aus Neuseeland und Tiffany aus der USA zum benachtbarten Strand >>Playa Madera<<, einer der vielen Surferstraende hier in der Gegend. Kim und Tiffany bevorzugten es, sich von der Sonne braeunen zu lassen waehrend ich mir ein Surfbrett auslieh und mich in die Wellen stuerzte. Surflehrer nahm ich mir keinen, ich kam eh sofort mit ein paar von den vielen zum Teil echt sehr sehr guten Surfern ins Gespraech und so bekam ich gute Insidertipps. Fuer zwei Stunden bekam mich niemand mehr aus dem Wasser raus +hehe+ Es hat voll viel Spass gemacht, auch wenns mich ein paar mal ziemlich gscheit einigwutzelt hat +ggg+ Gegen Ende hab ichs ein paar Mal gschafft die Welle zum optimalen Zeitpunkt zu erwischen und annaehernd in eine stehende Position zu kommen, nur leider war dies nicht von langer Dauer bis ich das Gleichgewicht verlor und ich aufgrund der Geschwindigkeit, die mein Surfbrett auf einmal bekam, im hohen Bogen ins Wasser fiel. Egal ich glaub das braucht einfach Zeit und viel viel Uebung, war ja das erste Mal +g+ und ich glaub mich hat der Ehrgeiz gepackt meine Surfkenntnisse waehrend des kommenden Jahres auszubauen!

Am Samstag unternahm ich mit dreien meiner Spanischschule, Kim Tiffany und Sven (aus Belgien) einen Ausflug nach Masaya, das ist eine Stadt die direkt an einem ehemaligen Vulkan gebaut wurde und beruehmt fuer seine Maerkte mit viel Kettchen, Ringen, Keramik und anderen typischen mittelamerikanischen handgefertigten Schmuckstuecken ist. Ausserdem besuchten wir einen Aussichtspunkt an dem man einen mit Wasser gefuellten Krater (schaut jetzt aus wie ein riesengrosser See) und in der Ferne einen weiteren Vulkan sehen kann. Das faszinierende an diesen Maerkten ist die Vielfalt der Farben, die einem ueberall begegnen.

Samstag Abend gings auf zur naechsten Fiesta. Carlos, mein Gastbruder, Johanna und ich (Sandra wurde leider krank) stellten den kommenden Abend unter das Motto >>Tanzen, tanzen, tanzen was das Zeug haelt. Und so wars dann auch. Zuerst probierten wir den beruehmten Rum aus Nicaragua und anschliessend gings bis am Morgen auf die Tanzflaeche. Man glaubt es kaum, wie viele Strandbars, Tanzlokale (natuerlich fast alles im Freien) und junge Leute unterschiedlichster Herkunft diese kleine Stadt zu bieten hat. Tja feiern kann man hier wirklich zu genuege und man merkt gar nicht wie schnell die Zeit vergeht.

Dann war auch schon Sonntag und es war Zeit zum Relaxen am Strand und Hausuebung fuer die Schule zu machen. Der Unterricht ist echt sehr intensiv und ich hab fuer eine Woche schon ziemlich viel gelernt, meine Lehrerin, sie heisst uebrigens Xachilt, wohnt in der benachbarten Stadt Rivas und ist 27 Jahre alt, meint dass ich sehr schnell lerne und wir haben immer was zu lachen.

Sodala die zweite Woche in Nicaragua hat nun fuer mich begonnen und ich muss sagen wenn ich so zurueckblicke hab ich schon ziemlich viel erlebt. Ich fùehl mich nach wie vor sehr wohl und geniesse das Leben auf der Sonnenseite +hehe+

Ich melde mich bald wieder mit weiteren Erzaehlungen und Fotos.

Hasta luego

eure Verena

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